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Interview rss facebook Twitter

„Ein Glücksgriff für die Partei“

Daniela Kallinich | 6. Juli 2011

[nachgefragt]: Sebastian Kohlmann über die politische Karriere von Franz Münterfering

Du hast dich lange mit Franz Müntefering auseinandergesetzt. Worin lag die Faszination für dich?

Das spannende an Müntefering ist, dass er bis zum Alter von 55 Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung eigentlich nicht aufgetaucht ist. Niemand hätte gedacht, dass er in den folgenden 15 Jahren dann eine solche Karriere hinlegen würde.

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Protest der Physiker

Alex Hensel | 8. Juni 2011

[präsentiert]: Robert Lorenz über politische Physiker

Die Göttinger Erklärung aus dem Jahr 1957 ist ein typisches Beispiel für das intensive politische Engagement von Physikern. Robert Lorenz analyisert die politischen und persönlichen Hintergründe für die politischen Einflussnahmen der Physik-Ikonen Niels Bohr, Robert Oppenheimer, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker.

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Charismatiker und Intellektuelle

Johannes Melchert | 18. Mai 2011

[nachgefragt]: Franz Walter über Charismatiker und Intellektuelle in der deutschen Politik.

Welche Rolle spielen Charismatiker und Intellektuelle in der Politik? Wann kann eine Demokratie von ihnen profitieren und wann sind ihre Zeiten vorbei? Im Gespräch mit unserem Radiomagazin „Unter der Lupe“ geht Franz Walter auf diese und andere Fragen ein.

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Partei ohne Revolutionäre

Daniela Kallinich | 11. Mai 2011

[nachgefragt]: Andreas Wagner spricht im Interview über die niederländischen Christdemokraten, die sich derzeit zwischen Angst und Zweifel befinden.

Unter dem Titel „Die Geschichte der niederländischen Christdemokraten von Lubbers bis Balkenende“ hat Andreas Wagner ein Buch über den CDA veröffentlicht. Im Interview fasst er die wichtigsten Ergebnisse seiner Forschung zusammen.

Welche Besonderheiten zeichnen das niederländische Parteiensystem aus?

Ein großer Unterschied zum deutschen politischen System ist, dass es keine 5-Prozent-Hürde oder eine ähnliche Sperrklausel gibt. Dadurch können sich viele kleine Parteien etablieren oder zumindest kurzzeitig Protest artikulieren. Beispielsweise hatte der Christen Demokratisch Appèl (CDA) 1994 die älteren Wähler im Zuge der Sozialgesetzgebung vernachlässigt. So konnte dann eine Senioren-Partei hohe Gewinne verzeichnen. Dazu begünstigt das System auch populistische Parteien. Insgesamt gibt es viel mehr Parteien in Parlamenten als in Deutschland, derzeit sitzen in der Zweiten Kammer zehn Parteien. Üblich ist somit auch, dass Regierungskoalition aus drei oder gar vier Parteien bestehen, um eine größtmögliche Stabilität zu erzielen. Das System zeichnet sich auch durch besondere Konsensstrukturen und spezielle Befriedungssysteme aus, um nicht in „italienischen Verhältnissen“ zu enden.

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Entbehrliche der Bürgergesellschaft?

Alex Hensel | 2. Mai 2011

[präsentiert]: Johanna Klatt und Franz Walter über das Engagement sozial Benachteiligter

Wann und warum entstand die „Neue Unterschicht“, wie beteiligen sich sozial Benachteiligte an der Bürgergesellschaft heute und was bedeutet deren geringe Teilnahme an modernen Formen des Engagements für die Demokratie? – Johanna Klatt und Franz Walter über ihr neues Buch „Entbehrliche der Bürgergesellschaft?“

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Jenseits des Verfassungsbogens

Sebastian Kohlmann | 28. April 2011

[nachgefragt]: Frank Decker über Populismus, Links- und Rechtsextremismus

Worin unterscheiden sich Links- und Rechtsextremismus, wo verläuft die Grenze zwischen Extremismus und Populismus und welche Chancen haben derzeit populistische Parteien? – Hierauf antwortet Politikwissenschaftler Prof. Dr. Frank Decker im Interview mit „Unter der Lupe“, dem Radiomagazin des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

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Unkalkulierbar wie nie

Alexander Hensel | 24. März 2011

[analysiert]: Ulrich Eith über die Lage in Baden-Württemberg vor der Wahl

Wie sind die Parteien in Baden-Württemberg aufgestellt und wie beeinflusst „Stuttgart 21“ die kommende Landtagswahl? – Hierauf antwortete der Freiburger Parteienforscher Prof. Dr. Ulrich Eith Anfang März unserem Radiomagazin „Unter der Lupe“. Nach der Katastrophe in Japan hat Eith seine Einschätzung der politischen Lage in Baden-Württemberg aktualisert. Er meint, bei den anstehenden Wahlen sei nun alles möglich:

Die Entwicklung der politischen Stimmungslage vor den Ereignissen in Japan war berechenbar. Das Thema „Stuttgart 21“ hatte nur noch regionale Bedeutung. Die Regierungsparteien konnten in den Umfragen schrittweise Boden gutmachen und lagen auf Erfolgskurs. Zu erwarten war also, dass CDU und FDP aufgrund ihrer strukturellen Vorteile in Baden-Württemberg  die Wahl knapp, aber immerhin gewinnen würden. Mit den Ereignissen in Japan hat sich die Stimmungslage erneut gedreht.

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„Im Zweifel für die Freiheit“

Daniela Kallinich | 1. März 2011

[nachgefragt]: Frauke Schulz berichtet im Interview über den sozialliberalen Vordenker Werner Maihofer.

Frauke Schulz hat in ihrer Magisterarbeit die politische Karriere des Seiteneinsteigers Werner Maihofer untersucht. Ihre Studie erschien nun im Ibidem-Verlag unter dem Titel: Werner Maihofer. Im Zweifel für die Freiheit. Sie hatte bei ihrer Recherchen die Möglichkeit, Werner Maihofer wenige Monate vor seinem Tod zu interviewen.

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Manifeste in der Demokratie

Alex Hensel | 18. Februar 2011

[präsentiert]: Johanna Klatt und Robert Lorenz über das demokratische Potential politischer Manifeste

Was sind die Stärken und Schwächen von politischen Manifesten? Sind sie als Medium der Elite überhaupt demokratisch? Johanna Klatt und Robert Lorenz im Interview.

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Aufruf zur Empörung

Daniela Kallinich | 17. Februar 2011

[nachgefragt]: Robert Lorenz erläutert, warum  es sich bei dem französischen Büchlein „Empört Euch!“ um ein politisches Manifest handelt.

Das Ende Oktober 2010 in Frankreich erschiene Buch „Indignez-Vous!“, das dort mittlerweile in mehr als zehn Auflagen erschienen ist, wurde inzwischen auch ins Deutsche übersetzt. Im Ullstein-Verlag erschien es in ähnlicher Aufmachung wie in Frankreich unter dem Titel „Empört euch!“. Im Interview erklärt Robert Lorenz, Mitherausgeber des Buches „Manifeste. Geschichte und Gegenwart des politischen Appells“, welche Charakteristika das Buch zu einem Manifest machen und wie sein Erfolg erklärbar ist. Auf die einleitende und wichtigste Frage des Gesprächs, ob es sich dabei um ein Manifest handele, antwortet er ohne Umschweife mit „ja“.

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