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Studien

Multifunktionär Hans-Michael Fiedler und die radikale Rechte in Südniedersachsen

Seit 2020 verwaltet FoDEx den Nachlass des rechtsradikalen Multifunktionärs Hans-Michael Fiedler. Die Bearbeitung und Auswertung der Hinterlassenschaft ermöglicht es, bislang unerschlossene Quellen für Forschung und die (Fach-)Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Erschließung des Materials eröffnet neue Perspektiven auf einen zentralen Akteur der radikalen Rechten in Deutschland sowie dessen Netzwerke, um langfristig die politischen Strukturen des Rechtsradikalismus besser verstehen zu können. Die vorliegende Studie präsentiert erste Ergebnisse, indem sie aus Perspektive der akteurszentrierten Rechtsextremismusforschung das Augenmerk zunächst auf Fiedlers politbiografische Entwicklung legt. Am Beispiel dieses rechtsradikalen Akteurs analysiert sie die Genese der radikalen Rechten in Südniedersachsen von den 1960er Jahren bis Anfang der 1990er Jahre. Sie untersucht seine Netzwerke und politischen Organisationen, um herauszufinden, wie Strukturen der radikalen Rechten agieren, um Handlungsstrategien und Erfolgsfaktoren herausstellen zu können. Die Analyse stützt sich auf die sogenannten Transformationsphasen des deutschen Rechtsradikalismus, welche als Scharnier dazu dienen, Tendenzen im politischen Werdegang Fiedlers im Abgleich mit übergeordneten Entwicklungslinien ermessen, einordnen und bewerten zu können.

  • Katharina Trittel, Sören Isele, Florian Finkbeiner mit Hauke Bruns: Vom „Wächter am Tor“ zum „einsamen Wolf“. Der Multifunktionär Hans-Michael Fiedler und die Transformation der radikalen Rechten in Südniedersachsen. FoDEx-Studie, Göttingen 2022.
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