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Kann Late Night diese Welt noch retten?

Jan Philip Clooth | 3. November 2016

zur "Satire"-Reihe[präsentiert:] Jan Philip Clooth über die Ergebnisse einer eigens durchgeführten Studie zum Verschwimmen der Grenzen von „News“ und „Entertainment“ und das aufklärerische Potenzial von Satiresendungen

In wenigen Tagen ist es so weit: In den USA wird gewählt und die ganze Welt schaut hin. Doch während dem noch amtierenden Präsidenten und einstigen Wahlkämpfer Barack Obama in großen Teilen der Welt beinahe messianische Verehrung und damit einhergehend ebenso hohe Erwartungen entgegengebracht worden sind, zittert man diesmal rund um den Globus vor einem möglichen Präsidenten Donald Trump. Wie aber konnte es jemand in den USA zum Präsidentschaftskandidaten bringen, der schon vor Amtsantritt ganze Erdteile gegen sich aufgebracht hat und – keine Woche vor der Wahl – noch immer Chancen auf den Wahlsieg hat (trotz der Veröffentlichung seines „grab ’em by the pussy“-Videos[1])? Bei der Suche nach Antworten hilft ein Blick auf die die amerikanischen Late-Night-Shows.

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INDES: Nonkonformismus

Jöran Klatt & Matthias Micus | 1. November 2016

[präsentiert]: Die neue INDES-Ausgabe widmet sich dem Nonkonformismus.

»Sie lachen über mich, weil ich anders bin. Ich lache über sie, weil sie alle gleich sind«, sagte der Sänger Kurt Cobain, Frontmann der Band Nirvana. Cobain gilt heute als tragische Stilfigur. Er ist berühmt geworden als Gegenfigur, als Gegencharakter, als Gegenmusiker. Und auch wenn sein Zitat auf eine andere Wahrnehmung schließen lässt, so wurde er eben für dieses Dagegensein gefeiert und geliebt. Die kollektive Verehrung von Cobain gilt einer Ikone des Nonkonformismus. Das ist durchaus paradox, denn instinktiv würde eine andere Kausalität näherliegen. Gesellschaften, so lässt sich auch in sozialwissenschaftlichen Lehrbüchern nachlesen, sind zum Preis ihres Untergangs auf Regelbefolgung angewiesen. Abweichendes Verhalten hingegen zieht Sanktionen nach sich: von Statuseinbußen über soziale Kontaktabbrüche bis hin zu justiziablen Strafen.

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Über Negt

Katharina Trittel | 24. Oktober 2016

[präsentiert]: Katharina Trittel über die Lesung von Oskar Negts Autobiografie beim Göttinger Literaturherbst.

Oskar Negt hat ein Buch geschrieben über Oskar Negt. Eine Autobiografie, die sich nicht zuletzt mit der Frage beschäftigt, wie man eine solche schreibt. Wie spricht man über sich selbst, über das eigene Leben, über Erinnerungen und Selbstdeutungen?

Oskar Negt tut es mit einer entschiedenen, bewussten Distanz. Er schreibt über sein Leben aus einer Beobachterposition; er schreibt nicht von seinem Leben oder aus seinem Leben, sondern über sein Leben.

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„Aus einer anderen Generation“

Redaktion | 25. August 2016

[präsentiert]: Johannes Melchert und Felix Steiner über Walter Scheel in Bad Krozingen

Walter Scheel ist gestern im Alter von 97 Jahren verstorben. Der FDP-Politiker hat im Laufe seiner Karriere viele politische Ämter bekleidet, war Wirtschafts- und Außenminister, von 1974-1979 schließlich Bundespräsident der BRD. Unsere ehemaligen Kollegen Felix M. Steiner und Johannes Melchert haben vor einigen Jahren für unsere Radiosendung „Unter der Lupe“ein Portrait über ihn produziert und dazu Bad Krozingen besucht, wo Scheel zuletzt gelebt hat.

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Tagungsbericht: Zwangsvereinigung – Einigung – Stalinisierung?

Hanna Feesche | 4. August 2016

[präsentiert]: Hanna Feesche über die Tagung „Zwangsvereinigung – Einigung – Stalinisierung?“

Am 22. April jährte sich der Vereinigungsparteitag von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in der Sowjetischen Besatzungszone zum 70. Mal. Anlässlich dieses Jahrestags veranstaltete die Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Willy Brandt School of Public Policy am 8. April 2016 die Tagung „Zwangsvereinigung – Einigung – Stalinisierung?“ an der Universität Erfurt. Bereits die Titelwahl deutet auf die andauernde, nicht ausschließlich wissenschaftliche Debatte um die begriffliche Festschreibung der Zwangs-/Vereinigung hin. Diese geschichtspolitischen Kontroversen wurden in den drei Sektionen dann auch wiederholt thematisiert.

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INDES: Liberalismus

[präsentiert]: Die neue INDES ergründet den Liberalismus.

Nach der letzten Bundestagswahl waren die Liberalen schon für tot erklärt worden. Spätestens seit den diesjährigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat sich diese Diagnose jedoch als verfrüht erwiesen. Bereits 2015 hatte die FDP mit ihrem Wiedereinzug in die Bürgerschaften Bremens und Hamburgs Lebenszeichen ausgesandt. Und es war auch keineswegs der erste Abgesang auf die Partei: Schon Anfang der 1970er, in der Mitte der 1980er und zum Ende der 1990er Jahre hatten professionelle Interpreten des Politischen ihr die Totenglocken geläutet. Aktuell sitzen freidemokratische Abgeordnete in immerhin acht von 16 Landtagen – eine Präsenz, die sich die FDP in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wahrscheinlich gewünscht hätte, als sie eine halbe Dekade lang bloß noch in vier Landesparlamenten Delegierte stellte. Die Liberalen, so scheint es, besitzen mehr Leben als die Katzen.

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Haben wir zu viele Bundesländer?

Teresa Nentwig | 4. Juli 2016

[präsentiert]: Teresa Nentwig hat in Goslar die Veranstaltung „Brauchen wir 16 Bundesländer? – Das föderale System auf dem Prüfstand“ besucht.

Vor zwanzig Jahren missglückte die Fusion zwischen Berlin und Brandenburg. Nachdem am 5. Mai 1996 in einer Volksabstimmung zwar 53,4 Prozent der Berliner, aber lediglich 36,6 Prozent der Brandenburger für ein Zusammengehen des Stadtstaats und des Bundeslandes gestimmt hatten, war klar, dass der Versuch, Berlin und Brandenburg zum fünftgrößten Bundesland zu machen, gescheitert war.[1]

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US-Wahl2016: Gesellschaftliche Polarisierung

Alex Hensel | 2. Juni 2016

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[präsentiert]: Interview mit Lilliana Mason über gesellschaftliche Polarisierung in den USA und den Präsidentschaftswahlkampf 2016

Die gesellschaftliche Polarisierung in den USA nimmt zu. Politisch trennen Demokraten und Republikaner oftmals Welten, doch auch sozialkulturell treiben die Lager auseinander: Republikaner wohnen in anderen Vierteln, interessieren sich für andere Sportarten und kaufen andere Autos und Limonaden als Demokraten. Dies verändert nicht nur die sozialen Identitäten in den jeweilgen Lagern, sondern verschiebt auch die Bedingungen für Wahlen und Politik. Lilliana Mason, Professorin an der University of Maryland, erklärt im Interview mit Dr. Torben Lütjen die Entwicklung und Ursachen dieser Entwicklung und die Folgen für den laufenden US-Wahlkampf. Mason hat am 02.06.2016 den dritten Vortrag in unserer  Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2016 gehalten, im Video fasst sie ihre Forschungsergebnisse knapp zusammen.

Video: Robert Müller-Stahl, Christoph Hoeft und Alex Hensel

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Neue Studie: Wähler und Nichtwähler

Redaktion | 31. Mai 2016

[präsentiert]: M. Blaeser, F. Butzlaff, M. Micus, R. Pausch und G. Scalabrino mit Studienergebnissen zu Politikeinstellungen und Politikhoffnungen in Göttinger Stadtvierteln

Nichtwähler und zunehmende Wahlverweigerung in Deutschland sind in den letzten Jahren immer deutlicher ins Zentrum des politikwissenschaftlichen Interesses gerückt. Nachdem der Anstieg von Nichtwählern zunächst durchaus positiv konnotiert und als Anzeichen dafür interpretiert worden war, dass sich die großen, polarisierenden Konflikte in unseren Gesellschaften abgeschwächt hätten, haben viele der jüngeren soziologischen Untersuchungen den Zusammenhang zwischen Rückgang der Wahlbeteiligung und gesellschaftlichem Ausschluss bzw. Prekarisierung eindrücklich herausgearbeitet.[1] Verantwortlich für die sinkende Wahlbeteiligung sind aus dieser Perspektive die Erfahrung von gesellschaftlicher Ausgrenzung, Unsicherheit sowie enttäuschte Aufstiegshoffnungen. Eine neue Studie, die das Göttinger Institut für Demokratieforschung gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung im Laufe des Jahres 2015 durchgeführt hat, vertieft und illustriert diese Erklärungsansätze.[2] 

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US-Wahl16: Wahlkampf in Zeiten des Unbehagens

Alex Hensel | 12. Mai 2016

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[präsentiert]: Interview mit Ronald Brownstein über Stand und Hintergrund des US-Wahlkampfes

Ronald Brownstein (The Atlantic) hat gestern mit einem fulminanten Vortrag unsere Reihe zu den Präsidentschaftswahlen in den USA in der Göttinger Paulinerkirche eröffnet. Darin analysierte er, wie langfristige gesellschaftliche Entwicklungen den aktuellen Wahlkampf prägen. Im Video-Interview (auf Englisch) erklärt Brownstein, warum die Demokraten immer stärker werden und welche Auswirkungen die Kandidatur von Donald Trump auf die republikanische Partei hat.


Redaktion: Dr. Torben Lütjen; Technik: Christoph Hoeft, Robert Mueller-Stahl, Alex Hensel

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