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Übel oder Korrektiv?

Alex Hensel | 24. Mai 2013 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Teresa Nentwig über politische Skandale

Was ist eigentlich ein politischer Skandal und wie laufen Skandale idealtypisch ab? Welche Funktion erfüllen sie im politischen System und wie hat sich der Charakter von Skandalen durch das Internet verändert? Interview mit Teresa Nentwig.

Video: Severin Caspari und Alex Hensel

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Ende oder Wende?

Alexander Hensel | 10. Mai 2013 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Vorstellung und Diskussion der neuen Piratenstudie

Am 07.05.2013 wurde in der Frankfurter Rhein-Main-Runde die neue Piratenstudie unserer Mitarbeiter Stephan Klecha und Alexander Hensel vorgestellt. Anschließdend wurden die Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen der Piraten bei den kommenden Wahlen diskutiert. An der Veranstatlung nahmen neben den Autoren die Piraten Julia Reda und Matthias Schrade, der Politikberater Herbert Hönigsberger, die Journalistin Marie-Katharina Wagner sowie der Vorsitzende der Otto Brenner Stiftung Jupp Legrand teil.

Video: Piraten-Streaming

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Leidende Künstler

Wolfgang Martynkewicz | 29. April 2013 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Wolfgang Martynkewicz schreibt in der aktuellen INDES-Ausgabe über die Wirkung von Krisen auf kreatives Schaffen.

Kreativität wird häufig als abgehobener, schwereloser Zustand beschrieben, bei dem das Ich – mit einem Wort Freuds – nicht mehr »Herr im eigenen Hause« ist. Immer wieder hat man sich bemüht, dem Begriff ein festes Fundament zu geben und das »Kreative« genauer zu fassen. Doch schon über die Frage, was eigentlich kreative Potenziale sind und welche Merkmale eine kreative Person oder ein kreativer Prozess haben muss, besteht in der Wissenschaft Uneinigkeit. Ganz problematisch wird es aber, wenn es um die sogenannte »außergewöhnliche Kreativität« geht; sie entzieht sich beharrlich allen neurobiologischen Erklärungsversuchen. Das hat damit zu tun, dass die eigentliche Ressource dieser Kreativität im Unbewussten vermutet wird – ein Ort, der bekanntlich nur schwer zu vermessen und zu ergründen ist. In einem aber sind sich, wenn ich es recht sehe, die meisten Forscher einig: Man kann die »außergewöhnliche Kreativität« nicht oder nur sehr begrenzt stimulieren und beeinflussen. Das macht sie – gerade für die empirische Wissenschaft – zum Mysterium.

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Plädoyer für eine friedliche Welt

Karin Schweinebraten | 26. April 2013 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Karin Schweinebraten stellt ein Buch zur women-and-peace-thesis vor.

„Mädchen großzuziehen ist wie den Garten des Nachbarn zu gießen.“[1] So oder ähnlich lauten viele alte indische Sprichwörter. Sie sind weitverbreitet und spiegeln daher deutlich die minderwertige Position indischer Frauen wider. Die Geburt eines Jungen bedeutet, dass die Altersvorsorge der Eltern gesichert ist. Denn ein Junge bzw. vor allem aber seine spätere Ehefrau kümmert sich im Alter um die Eltern. Eine Tochter hingegen wird später die Familie verlassen und sich nicht um ihre eigenen, sondern um ihre Schwiegereltern kümmern. Obendrein ist für die Hochzeit einer Tochter später eine teure Mitgift aufzubringen. Eine Frau, die ein Mädchen zur Welt bringt, versagt folglich bei ihrer Aufgabe, Kinder (besser gesagt: Jungen) zu bekommen, und wird dafür ihr Leben lang verantwortlich gemacht.Obwohl beides illegal ist, sind aus diesen Gründen Abtreibung aufgrund des Geschlechts und Mord an neugeborenen weiblichen Babys in Indien weit verbreitet und führen zu einem Männerüberschuss. In Zahlen ausgedrückt: Auf 1000 Männer kommen im Landesdurchschnitt 940 Frauen, in Neu-Delhi sind es sogar nur 866 Frauen.[2] Dieser kulturell akzeptierte Männerüberschuss ist das Resultat jahrhundertelanger Diskriminierung von Frauen, nicht nur in Indien.

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Planspiele als Methode

Nina Hölscher und Yvonne Wypchol | 24. April 2013 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Nina Hölscher und Yvonne Wypchol berichten vom 3. Tutzinger Didaktikforum.

 Welche Rolle können und sollten Planspiele im Schulalltag spielen? Diesen Fragen widmete sich das diesjährige 3. Didaktikforum in Tutzingen, auf dem politische Bildner, Lehrkräfte und Wissenschaftler die Anwendung der Methode insbesondere im schulischen Kontext diskutierten. Besonders ein Dilemma wurde dabei deutlich: Obwohl große Einigkeit über die positiven Lerneffekte der Methode herrscht, scheint sie für den Schulalltag kaum praktikabel zu sein. Der zeitliche Rahmen von Planspielen ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung von Lehrkräften, ob und inwieweit sie diese Methode einsetzen können bzw. wollen.

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Monster, Krisen, Kapitalismus

Alex Hensel | 22. April 2013 | Keine Leserbriefe

[debattiert]: Jöran Klatt und Christian von Eichborn über Schirrmachers “Ego”

Frank Schirrmachers Buch “Ego” hat quer durch die politischen Lager für Furore gesorgt. Jöran Klatt und Christian von Eichborn disktuieren über Schirrmachers Brückenschlag vom Konservatismus zur Postwachstumsökonomie, Monster im Kapitalismus und kaputte Fernseher.

Video: Severin Caspari und Alex Hensel

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Mythen, Ikonen, Märtyrer

Alex Hensel | 2. April 2013 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Felix Butzlaff über Mythen der Sozialdemokratie

Die Sozialdemokratie hat in ihrer 150jährigen Geschichte eine Reihen von Mythen, Ikonen und Märtyrern hervorgebracht. Viele davon sind längst vergessen, einige haben sich bis zum heutigen Tag erhalten. Felix Butzlaff skizziert einige Mythen der Sozialdemokratie und erklärt ihre Funktion und Bedeutung.

Video: Severin Caspari und Alex Hensel

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Krisen – reinigendes Gewitter oder verheerende Flut?

Katharina Rahlf & Matthias Micus | 28. März 2013 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Matthias Micus und Katharina Rahlf stellen die neue Ausgabe der Zeitschrift INDES vor.

Wir leben in einer Zeit der Krise. Diese Diagnose dürfte weithin unumstritten sein. Zudem: Die Art und Weise, in welcher der Krisenbegriff aktuell verwendet wird, lässt durchaus verallgemeinerbare Rückschlüsse auf die Wortbedeutung zu. Zum einen ist der Kern des gegenwärtigen Krisendiskurses ökonomischer Natur, seinen Ausgangspunkt nahm er von der internationalen Finanzkrise, die wahlweise auch als Immobilien-, Banken-, Schulden- oder Währungskrise bezeichnet wird. Dass im Zuge der immensen Transferzahlungen zur Stützung von Banken, Staaten und nicht zuletzt der europäischen Gemeinschaftswährung absehbar die Geldentwertung beschleunigt wird, gilt in Expertenkreisen weitgehend als ausgemacht. Und dass Preisanstiege, Zinssenkungen und Wertminderungen bei den Sparguthaben negative Auswirkungen auf die subjektive Beurteilung der persönlichen und gesellschaftlichen Zukunft haben, die eine krisenhafte Zuspitzung der Verdrossenheitswerte nach sich ziehen können, erscheint durch den grundsätzlichen Gleichlauf von Konjunkturzyklen und demoskopisch erfragten Zufriedenheitswerten wahrscheinlich.

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Ein Rezept für zufriedene Bürger?

Stine Marg | 11. Februar 2013 | 1 Leserbrief

[kommentiert]: Stine Marg über den “Open Data Open Government Monitor 2013″

Von Stuttgart21 über die Widerstände gegen die Elbphilharmonie bis zu den Protesten gegen die Flugrouten in Berlin, Frankfurt und München: Die Bürger demonstrieren gegen Großprojekte, äußern lautstark ihren Unmut über Infrastrukturmaßnahmen, kritisieren öffentliche Großbaustellen. In unserer Studie „Die neue Macht der Bürger“ werden derzeitige Protestphänomene umfassend untersucht. Die bundesdeutsche Demokratie, so eines der zentralen Ergebnisse, wird auch künftig mit wütenden Auseinandersetzungen über kleinere und größere Infrastrukturvorhaben zu tun haben. Vor diesem Hintergrund werden vor allem ein mehr an staatlicher Transparenz vor und während der Planung von Bauprojekten sowie eine Beteiligung der (betroffenen) Bürger angeraten. Zu dieser Forderung kommt auch eine vor kurzem vom Softwareentwickler SAS bei Forsa in Auftrag gegebene Untersuchung, deren zentralen Ergebnisse hier diskutiert werden sollen. 

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Zivilgesellschaft und Partizipationsdemokratie – ein Albtraum?

Franz Walter | 7. Februar 2013 | 1 Leserbrief

[präsentiert]: Soeben ist im Rowohlt-Verlag die Studie unseres Instituts zu den Bürgerprotesten erschienen. Franz Walter hat zudem in der neuen Ausgabe unserer Zeitschrift INDES über einige Probleme solcher zivilgesellschaftlichen Äußerungsformen reflektiert.

In den 1970er Jahren war in den Essays akademischer Neo-Marxisten viel und gern von den „Legitimationsproblemen des bürgerlichen Staates und der Demokratie“ die Rede. Dabei stand das Gros der Wahlbürger seinerzeit noch keineswegs im tiefen Groll den Institutionen der repräsentativen Demokratie gegenüber. In jüngerer Zeit indessen hat sich die Sichtweise der Deutschen weitreichend verschoben. Das Ansehen besonders der Parteien, Parlamentarier und Regenten ist mit Aplomb zurückgegangen. So existiert das Problem, das vor vierzig Jahren noch keines war, derzeit tatsächlich. Zumal: Moderne Demokratien sind, gleichsam in paradoxer Reaktion auf gesellschaftliche Vielfachdifferenzierung und partizipatorische Transparenz- und Beteiligungsverlangen, mehr und mehr zu Verhandlungsexekutiven in verschlossenen Räumen und informellen Strukturen minoritärer Runden von Entscheidungsträgern mutiert. Die Vereinbarungen der politischen Klassen mit anderen potenten Akteuren in Ökonomie und Gesellschaft vollziehen sich zunehmend jenseits parlamentarischer Foren und ihrer Einwirkungsmöglichkeiten.

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