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Die Stadt

Michael Lühmann/Matthias Micus | 9. Juli 2015 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Die neue Ausgabe der INDES widmet sich ganz der „Stadt“.

Die Stadt – laut und dreckig, aber auch bunt und alternativ. Ein zerfaserter und anonymer Moloch einerseits, ein verdichteter sozialer Nahraum andererseits; eine unnatürliche Betonwüste und zugleich ein Ort bunter Artenvielfalt, ein Experimentierfeld der Zukunft. Städte verkörpern das betonierte Scheitern von stadtplanerischen Großentwürfen, sie sind wahrscheinlich das Synonym für Verkehrskollapse und überdurchschnittliche CO2-Bilanzen, vielleicht aber ebenfalls die entscheidenden Orte für eine Wende zum Besseren.

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Politischer Widerstand in der Postdemokratie

Redaktion | 7. Juli 2015 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Danny Michelsen zur Rechtfertigung zivilen Ungehorsams

Spätestens seit den Affären um Wikileaks und Edward Snowden ist die Debatte über die Rechtfertigung von illegalem politischen Widerstand neu entbrannt. Welche Rolle spielt ziviler Ungehorsam im Kontext von aktueller Krise, Postdemokratie und digitalen Medien? Diese Fragen stellte die von der Politischen Theorie der TU Dresden und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen organisierte Ringvorlesung  „Die demokratische Frage – neu gestellt“. Eine Antwort aus einer von Hannah Arendt inspirierten republikanischen Perspektive gibt unser Mitarbeiter Danny Michelsen im Video.

Video:  Heinrich Böll Stiftung Sachsen (Quelle: Youtube)
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China around the world?

Sebastian Kohlmann | 30. Juni 2015 | Keine Leserbriefe

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio [präsentiert]: Wie China die Errungenschaften der Sozialen Marktwirtschaft vor neue Herausforderungen stellt.

Patty Huwes und Ellen Parsons benutzten sie zwischen 2007 und 2012 in der TV-Serie „Damages“. Und James Bond klappte sie 2012 in „Skyfall“ auf. Heute, drei Jahre später, gibt es keine Notebooks von Sony Vaio mehr – jener Marke, die Apple-Gründer Steve Jobs 2001 noch für eine Kooperation gewinnen wollte. Japans einstiges Vorzeigeunternehmen gehört nun zu den Abgehängten, der weltweit größte PC-Hersteller kommt mittlerweile aus China: Er heißt Lenovo. Solche Beispiele lassen sich viele finden. Nachdem „Made in China“ zumindest bei Zulieferern etwa von Handy-Akkus schon längere Zeit gang und gäbe ist, streben chinesische Firmen nun auch in den Vordergrund.[1] Wo in Deutschland einst Siemens Mobile gekauft worden ist, könnte so eines Tages der chinesische Hersteller Huawei einer der Verkaufsschlager sein; weltweit ist er das bereits.[2] China ist das wundersame Aufstiegsland der letzten zwei Jahrzehnte.[3] Noch nie hatte es vorher eine Diktatur geschafft, sich dem Kapitalismus in einer solchen Form zu öffnen und ihn gleichzeitig herauszufordern. So jedenfalls sehen es die deutschen Manager, die für die BP-Gesellschaftsstudie „Sprachlose Elite“ befragt worden sind. Auf China wird hierbei anders geblickt als auf die übrigen drei großen Handelspartner Deutschlands: Frankreich, Großbritannien und die USA.

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Wie tickt der Familienunternehmer?

Felix Butzlaff | 15. Juni 2015 | Keine Leserbriefe

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio

[präsentiert]: Felix Butzlaff über die Sicht von Familienunternehmern auf Politik und Gesellschaft

Die 2. BP-Gesellschaftsstudie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung hat das Politik- und Gesellschaftsverständnis von Unternehmern in der Bundesrepublik erforscht. Dabei wurde auch der Typus des Familienunternehmers eingehend untersucht. Deren Denken und Handeln ist oftmals stark an der späteren Weitergabe ihres Unternehmens an die nächste Generation orientert. Unser Mitarbeiter Felix Butzlaff erklärt im Video, wie sich hieraus eine besondere Sichtweise auf Politik und Gesellschaft entwickelt.

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Symbiose und kollektive Selbstverortung

Andreas Wagner | 18. Mai 2015 | Keine Leserbriefe

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio

[präsentiert]: Andreas Wagner über Unternehmer in Verbänden.

Zuletzt ist die Republik relativ häufig von Gewerkschaftsstreiks im Bahn- und Flugverkehr gebeutelt gewesen. Von einem laut vernehmbaren Zuspruch zu Verbänden, Organisationen und Lobbygruppen war dabei allerdings wenig zu spüren. Ungeachtet des verfassungsmäßig garantierten Streikrechts und der ebenso legitimierten Vereinigungsfreiheit haben Verbände und Interessengruppen mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen – auch auf der Arbeitgeberseite. Die „ständig wechselnden Auffassungen“ der deutschen Wirtschaftsverbände monierte etwa schon vor einigen Jahren der damalige Kanzleramtschef und jetzige Bundesinnenminister Thomas de Maizière.[1] Fernab solcher Vorwürfe spielen Verbände und Interessengruppen jedoch weiterhin eine maßgebliche Rolle in der politischen, sozial-kulturellen und wirtschaftlichen Landschaft.

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Unternehmer und Politik

Robert Lorenz | 28. April 2015 | Keine Leserbriefe

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio

[präsentiert]: Robert Lorenz erläutert, weshalb Unternehmer die Politik meiden.

Über parlamentarische Repräsentativität wird viel diskutiert. Pluralistische Gesellschaften, so ein Argument, erforderten ein pluralistisches Meinungsspektrum im Parlament. Auf diesem Wege, so die damit verbundene Annahme, würden die Anliegen und Interessen unterschiedlicher Bevölkerungsteile eine parlamentarische Stimme erhalten. Es gibt einige Gründe, diesen Automatismus infrage zu stellen – allein, weil Mandatsinhaber ja auch schlicht entgegen ihrer soziografischen Merkmale debattieren und abstimmen können. Nichtsdestotrotz kann sich eine heterogene Zusammensetzung des Parlaments auf die Problemlösungsfähigkeit eines Plenums auswirken. Wenn sich aus bedeutsamen Teilen der Bevölkerung keine Parlamentarier mehr rekrutieren, kann dies also die Qualität der parlamentarischen Arbeit tangieren. Unternehmer werden im Bundestag immer mehr zu Exoten. Gegenwärtig liegt ihr Mandatsanteil unter dem Bevölkerungsanteil, seit den Anfängen der Bundesrepublik hat er sich sogar halbiert.[1] Wie erklärt sich diese zunehmende Abwesenheit von Unternehmern im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes?

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Die 1990er: Jahrzehnt der Auf- und Umbrüche

Redaktion | 17. April 2015 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Marika Przybilla stellt die neue INDES-Ausgabe vor.

Die 1990er Jahre sind mit dem soziologischen Attribut der „Spaßgesellschaft“ verknüpft. Dabei geriet in diesem Jahrzehnt insbesondere politisch sehr viel in Bewegung. Was genau diese Dekade so besonders macht und warum sie eine eingängige Betrachtung verdient, erläutert INDES-Redakteurin Marika Przybilla.

Video: Severin Caspari & Alex Hensel

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Die 1990er Jahre

Lars Geiges & Katharina Rahlf | 15. April 2015 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Die neue Ausgabe der INDES reist zurück in die 1990er Jahre.

Die Momente erscheinen uns heute allgegenwärtig. Hans-Dietrich Genscher auf dem Prager Balkon stehend (»… um Ihnen mitzuteilen, dass heute […]«). Günter Schabowski mit seinem Handzettel während der Pressekonferenz am Abend des 9. November (»ab sofort, unverzüglich«). Feiernde Menschen auf beiden Seiten der Mauer, rund ums Brandenburger Tor – Hupkonzerte, Sektfontänen, grenzloser Jubel. Willy Brandts »Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.« Keine zwölf Monate später, am 3. Oktober 1990, konnte Bundespräsident Richard von Weizsäcker feierlich vor dem Reichstagsgebäude verkünden: »Die Einheit Deutschlands ist vollendet.« Insbesondere 2014/15 – nunmehr ein Vierteljahrhundert nach »der Wende« – werden diese Bilder vielfach gezeigt. Doch sie sind nur die Ouvertüre zu einem beachtlichen Jahrzehnt: »Die 1990er Jahre« stehen im Fokus der ersten INDES-Ausgabe im Jahr 2015.

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Unternehmer und Gesellschaft

Redaktion | 26. März 2015 | Keine Leserbriefe

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio

[präsentiert]: Stine Marg und Felix Butzlaff über die Ergebnisse der 2. BP-Gesellschaftsstudie

Nachdem ihre Vorgängerin Bürgerproteste in Deutschland untersuchte, widemt sich die just erschienenen 2. BP-Gesellschaftsstudie dem Gesellschafts- und Politikverständnis von deutschen Unternehmern und Managern: Wie sind deren Wertorientierung und unternehmerisches Selbstverständnis beschaffen und welche Vorstellungen von Politik und Gesellschaft vertritt die Wirtschaftselite? Wie blicken sie auf die Partizipationsbegehren großer Bevölkerungsteile, welche Perspektiven sehen sie für die Zukunft der Gesellschaft? Studien-Mitherausgeberin Stine Marg und Mitautor Felix Butzlaff stellen im Video die wichtigsten Erkenntnisse vor.

Dr. Stine Marg ist geschäftsführende Leiterin des Göttinger Instituts für Demokratieforschung und Mitherausgeber der 2. BP-Gesellschaftsstudie. Felix Butzlaff ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut und Mitautor der Studie. Weitere Informationen zur Studie finden sich hier.

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Pegida: Die schmutzige Seite der Zivilgesellschaft?

Alex Hensel | 10. März 2015 | 1 Leserbrief

Analysen der Pegida-Bewegung[präsentiert]: Lars Geiges und Julia Kopp über die Ergebnisse der Pegida-Studie

Die Demonstrationen von Pegida bewegten 2014/15 ganz Deutschland. Medien und Politik rätselten: Was ist Pegida? Woher kommt die Bewegung? Was macht sie aus und was treibt ihre Aktiven an? Das Göttinger Institut für Demokratieforschung hat hierzu eine empirische Studie durchgeführt, Demonstrationen in verschiedenen Städten beobachtet, Onlineumfragen, Interviews und Gruppendiskussionen durchgeführt. So konnte ein tiefer Einblick in die Einstellungen und Überzeugungen der Pegida-Anhängerschaft als auch in die politischen Herausforderungen und gesellschaftlichen Probleme in der BRD im Jahr 2015 gewonnen werden. Lars Geiges und Julia Kopp stellen die Ergebniss der Studie vor, die jetzt im Transcript-Verlag erschienen ist.

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