Logo Göttinger Institut für Demokratieforschung
präsentiert rss facebook Twitter

INDES: Verschwörungen

Felix Butzlaff & Matthias Micus | 21. Dezember 2015

[präsentiert]: Die neue INDES über Ursachen und Funktionen von Verschwörungsdenken.

Alles, so scheint es, wird immer undurchschaubarer. Werden wichtige politische Anweisungen – öffentliche Investitionen, Steuern, Arbeitsmarkt, Außenpolitik etc. betreffend – noch von den nationalen Regierungen gegeben oder steuern in Zeiten der Globalisierung längst international verflochtene Konzerne den Kurs? Warum braucht Griechenland ein Milliardenpaket nach dem anderen, wohin fließt das viele Geld? Überhaupt: Wer ist schuld an den ganzen Krisen, von den Banken über den Euro und die Flüchtlinge bis hin zu VW?

weiter lesen

Wir müssen reden: Rechtspopulismus in Europa

Daniela Kallinich | 17. November 2015

[präsentiert]: Daniela Kallinich über die Tagung „(Rechts-)Populismus in Europa – Gefahr für die Demokratie?“

Populismus, v.a. Rechtspopulismus, ist in den westeuropäischen Demokratien seit Längerem auf dem Vormarsch. Dies gilt seit dem Aufstieg von AfD und Pegida inzwischen auch für Deutschland, wo sich rechtspopulistische Parteien bislang nicht dauerhaft etablieren konnten. Gerade angesichts der Zuspitzung der Flüchtlingskrise und den damit verbundenen gesellschaftlichen Ängsten stellt sich die Frage nach dem Erfolg rechtspopulistischer Parteien nicht nur hierzulande umso dringlicher. Diesem Thema widmete sich die Tagung „(Rechts-)Populismus in Europa – Gefahr für die Demokratie?“, welche die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen am 13./14. November 2015 in Frankfurt veranstaltet hat.

weiter lesen

Zwischen digital und analog: Zur Zukunft von Editionen

Teresa Nentwig | 10. November 2015

[präsentiert]: Teresa Nentwig über die Fachtagung des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen „Digitales Edieren im 21. Jahrhundert“.

„Analog ist seit Jahren out, zumindest für bestimmte Altersklassen.“ Unter anderem mit dieser Tatsache begründete der Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Frank Bischoff, die Online-Veröffentlichung der nordrhein-westfälischen Kabinettsprotokolle aus den Jahren 1946 bis 1980. Nachdem bislang lediglich zwei Bände der Edition, die Wahlperioden 6 und 7 (1966 bis 1975) betreffend, digital zur Verfügung gestanden hatten, wurden Anfang November dieses Jahres auch die Protokolle der Wahlperioden 1 bis 5 sowie 8 online gestellt.[1] Der Nutzer kann jedoch nicht nur die bloßen Kabinettsprotokolle, sondern u.a. auch Kurzbiografien der in den Dokumenten vorkommenden Personen aufrufen.

weiter lesen

Neue Reihe: Orte der Demokratie

Marika Przybilla | 27. Oktober 2015

Banner: Orte der Demokratie

[präsentiert]: Marika Przybilla über unsere neue Blog-Reihe „Orte der Demokratie“.

Demokratie – ein Wort, das jedem fast tagtäglich begegnet. Ein Konzept, das mit vielen Annahmen, Voraussetzungen, Erwartungen, Hoffnungen und vielleicht auch Enttäuschungen beladen ist. Dabei erscheint der Begriff „Demokratie“ einerseits oft sehr theoretisch und andererseits auch normativ. An sich und ganz kurz gesagt ist die Demokratie ein Konstrukt, eine bestimmte Regierungsform und eine Struktur, bei der das Volk die Macht innehat. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausformungen: Mal ist sie repräsentativ, mal direkt, mal plebiszitär oder tritt in Gestalt eines Rätesystems auf. Demokratie kann jedoch weit mehr sein als nur eine Regierungsform und jedem Bürger, jeder Bürgerinnen in unterschiedlicher Gestalt und Form begegnen. Demokratie ist eben nicht nur Theorie, sondern muss gelebt werden. Sie wird somit auf den verschiedensten Ebenen erfahrbar. Wenn die Demokratie jedoch so vielfältig ist und sich in vielen einzelnen Bereichen und Teilen wiederfindet, was bedeutet und beinhaltet sie dann? Wo und wann treffen wir auf sie? Gibt es bestimmte Orte, wo sie auffindbar ist? Was bedeutet sie? Welche Formen kann sie annehmen? Wann und wie wird Demokratie erlebt? Was wird mit ihr assoziiert?

weiter lesen

INDES: Konservatismus

Leona Koch, Danny Michelsen & Matthias Micus | 15. Oktober 2015

[präsentiert]: Die neue INDES über Konservatismus früher und heute.

Die Zeit der Ideologien ist vorbei, sie gehören im 21. Jahrhundert auch sym­bolisch der Vergangenheit an. Unter Geisteswissenschaftlern ist es üblich, das 20. Jahrhundert eine „Zeit der Ideologien“ (Karl Dietrich Bracher) zu nennen. Auch schon das 19. Jahrhundert, in dem sich der Liberalismus, Konservatis­mus sowie Sozialismus, desgleichen Nationalismus und Imperialismus zu­vor herausgebildet hatten, wird ganz ähnlich als „Zeitalter der Ideologien“ (Klaus von Beyme) bezeichnet.

weiter lesen

Die Stadt

Michael Lühmann/Matthias Micus | 9. Juli 2015

[präsentiert]: Die neue Ausgabe der INDES widmet sich ganz der „Stadt“.

Die Stadt – laut und dreckig, aber auch bunt und alternativ. Ein zerfaserter und anonymer Moloch einerseits, ein verdichteter sozialer Nahraum andererseits; eine unnatürliche Betonwüste und zugleich ein Ort bunter Artenvielfalt, ein Experimentierfeld der Zukunft. Städte verkörpern das betonierte Scheitern von stadtplanerischen Großentwürfen, sie sind wahrscheinlich das Synonym für Verkehrskollapse und überdurchschnittliche CO2-Bilanzen, vielleicht aber ebenfalls die entscheidenden Orte für eine Wende zum Besseren.

weiter lesen

Politischer Widerstand in der Postdemokratie

Redaktion | 7. Juli 2015

[präsentiert]: Danny Michelsen zur Rechtfertigung zivilen Ungehorsams

Spätestens seit den Affären um Wikileaks und Edward Snowden ist die Debatte über die Rechtfertigung von illegalem politischen Widerstand neu entbrannt. Welche Rolle spielt ziviler Ungehorsam im Kontext von aktueller Krise, Postdemokratie und digitalen Medien? Diese Fragen stellte die von der Politischen Theorie der TU Dresden und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen organisierte Ringvorlesung  „Die demokratische Frage – neu gestellt“. Eine Antwort aus einer von Hannah Arendt inspirierten republikanischen Perspektive gibt unser Mitarbeiter Danny Michelsen im Video.

Video:  Heinrich Böll Stiftung Sachsen (Quelle: Youtube)
weiter lesen

China around the world?

Sebastian Kohlmann | 30. Juni 2015

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio [präsentiert]: Wie China die Errungenschaften der Sozialen Marktwirtschaft vor neue Herausforderungen stellt.

Patty Huwes und Ellen Parsons benutzten sie zwischen 2007 und 2012 in der TV-Serie „Damages“. Und James Bond klappte sie 2012 in „Skyfall“ auf. Heute, drei Jahre später, gibt es keine Notebooks von Sony Vaio mehr – jener Marke, die Apple-Gründer Steve Jobs 2001 noch für eine Kooperation gewinnen wollte. Japans einstiges Vorzeigeunternehmen gehört nun zu den Abgehängten, der weltweit größte PC-Hersteller kommt mittlerweile aus China: Er heißt Lenovo. Solche Beispiele lassen sich viele finden. Nachdem „Made in China“ zumindest bei Zulieferern etwa von Handy-Akkus schon längere Zeit gang und gäbe ist, streben chinesische Firmen nun auch in den Vordergrund.[1] Wo in Deutschland einst Siemens Mobile gekauft worden ist, könnte so eines Tages der chinesische Hersteller Huawei einer der Verkaufsschlager sein; weltweit ist er das bereits.[2] China ist das wundersame Aufstiegsland der letzten zwei Jahrzehnte.[3] Noch nie hatte es vorher eine Diktatur geschafft, sich dem Kapitalismus in einer solchen Form zu öffnen und ihn gleichzeitig herauszufordern. So jedenfalls sehen es die deutschen Manager, die für die BP-Gesellschaftsstudie „Sprachlose Elite“ befragt worden sind. Auf China wird hierbei anders geblickt als auf die übrigen drei großen Handelspartner Deutschlands: Frankreich, Großbritannien und die USA.

weiter lesen

Wie tickt der Familienunternehmer?

Felix Butzlaff | 15. Juni 2015

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio

[präsentiert]: Felix Butzlaff über die Sicht von Familienunternehmern auf Politik und Gesellschaft

Die 2. BP-Gesellschaftsstudie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung hat das Politik- und Gesellschaftsverständnis von Unternehmern in der Bundesrepublik erforscht. Dabei wurde auch der Typus des Familienunternehmers eingehend untersucht. Deren Denken und Handeln ist oftmals stark an der späteren Weitergabe ihres Unternehmens an die nächste Generation orientert. Unser Mitarbeiter Felix Butzlaff erklärt im Video, wie sich hieraus eine besondere Sichtweise auf Politik und Gesellschaft entwickelt.

weiter lesen

Symbiose und kollektive Selbstverortung

Andreas Wagner | 18. Mai 2015

Quelle: Jorma Bork@pixelio & kasina@pixelio

[präsentiert]: Andreas Wagner über Unternehmer in Verbänden.

Zuletzt ist die Republik relativ häufig von Gewerkschaftsstreiks im Bahn- und Flugverkehr gebeutelt gewesen. Von einem laut vernehmbaren Zuspruch zu Verbänden, Organisationen und Lobbygruppen war dabei allerdings wenig zu spüren. Ungeachtet des verfassungsmäßig garantierten Streikrechts und der ebenso legitimierten Vereinigungsfreiheit haben Verbände und Interessengruppen mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen – auch auf der Arbeitgeberseite. Die „ständig wechselnden Auffassungen“ der deutschen Wirtschaftsverbände monierte etwa schon vor einigen Jahren der damalige Kanzleramtschef und jetzige Bundesinnenminister Thomas de Maizière.[1] Fernab solcher Vorwürfe spielen Verbände und Interessengruppen jedoch weiterhin eine maßgebliche Rolle in der politischen, sozial-kulturellen und wirtschaftlichen Landschaft.

weiter lesen

Ältere Einträge