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Neue Studie: Wähler und Nichtwähler

Redaktion | 31. Mai 2016

[präsentiert]: M. Blaeser, F. Butzlaff, M. Micus, R. Pausch und G. Scalabrino mit Studienergebnissen zu Politikeinstellungen und Politikhoffnungen in Göttinger Stadtvierteln

Nichtwähler und zunehmende Wahlverweigerung in Deutschland sind in den letzten Jahren immer deutlicher ins Zentrum des politikwissenschaftlichen Interesses gerückt. Nachdem der Anstieg von Nichtwählern zunächst durchaus positiv konnotiert und als Anzeichen dafür interpretiert worden war, dass sich die großen, polarisierenden Konflikte in unseren Gesellschaften abgeschwächt hätten, haben viele der jüngeren soziologischen Untersuchungen den Zusammenhang zwischen Rückgang der Wahlbeteiligung und gesellschaftlichem Ausschluss bzw. Prekarisierung eindrücklich herausgearbeitet.[1] Verantwortlich für die sinkende Wahlbeteiligung sind aus dieser Perspektive die Erfahrung von gesellschaftlicher Ausgrenzung, Unsicherheit sowie enttäuschte Aufstiegshoffnungen. Eine neue Studie, die das Göttinger Institut für Demokratieforschung gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung im Laufe des Jahres 2015 durchgeführt hat, vertieft und illustriert diese Erklärungsansätze.[2] 

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US-Wahl16: Wahlkampf in Zeiten des Unbehagens

Alex Hensel | 12. Mai 2016

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[präsentiert]: Interview mit Ronald Brownstein über Stand und Hintergrund des US-Wahlkampfes

Ronald Brownstein (The Atlantic) hat gestern mit einem fulminanten Vortrag unsere Reihe zu den Präsidentschaftswahlen in den USA in der Göttinger Paulinerkirche eröffnet. Darin analysierte er, wie langfristige gesellschaftliche Entwicklungen den aktuellen Wahlkampf prägen. Im Video-Interview (auf Englisch) erklärt Brownstein, warum die Demokraten immer stärker werden und welche Auswirkungen die Kandidatur von Donald Trump auf die republikanische Partei hat.


Redaktion: Dr. Torben Lütjen; Technik: Christoph Hoeft, Robert Mueller-Stahl, Alex Hensel

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INDES: 1979

Michael Lühmann & Matthias Micus | 14. April 2016

[präsentiert]: Die neue INDES befasst sich mit dem Zäsur-Jahr 1979.

»Janusköpfig« sei es, ein »an die Wand genageltes Datum« – mit diesen und anderen Termini kennzeichnen unsere Autoren jenes Jahr 1979, dem sich die vorliegende Ausgabe der INDES widmet. 1979 wird in den Beiträgen charakterisiert als eine Zäsur, in der die Bruchzonen der Moderne in globaler Perspektive offen durchscheinen und sich die Umbrüche in die Gegenwart so deutlich zeigen wie kaum einmal sonst in der Nachkriegsgeschichte. Das ist durchaus nicht selbstverständlich, ja, im Gegenteil mutet es sogar verblüffend an. Sorgt doch die Angabe von Zäsuren und mithin die Vorstellung, historische Prozesse würden sich durch exakte Datierungen begrenzen lassen, durch die Angabe präziser Zeitpunkte, zu denen das eine plötzlich neu und sogleich voll entfaltet entsteht und etwas anderes komplett und folgenlos verschwindet, unter seriösen Historikern zumeist nur für Kopfschütteln.

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Im Westen nichts Neues

Julika Förster | 17. März 2016

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[präsentiert]: Julika Förster hat die AfD-Wahlparty in Rheinland-Pfalz vor Ort beobachtet

Gut gelaunt nippt Uwe Junge, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen AfD, am ausklingenden Wahlabend in Mainz an seinem Bier. „Nun haben wir ein Gegengewicht zum Osten“, erklärt er mir munter, schließlich habe die AfD an diesem Tag auch in Westdeutschland ihre Stärke bewiesen. In der Tat markieren die Einzüge der AfD in den rheinland-pfälzischen und den baden-württembergischen Landtag eine Zäsur: Bis dato lediglich und auch eher spärlich in den Bürgerschaften Hamburgs und Bremens vertreten, standen westdeutsche Landesverbände bislang im Schatten ihrer ostdeutschen Pendants. Die thüringische AfD um Björn Höcke verwandelte den Erfurter Domplatz mit mehreren hundert Anhängern in eine Art politisiertes Volksfest, die vierköpfige Bremer AfD-Fraktion sich selbst im Zuge der Parteispaltung in eine heillos überforderte „One-Man-Show“[1]. Im Osten laut, schrill und erfolgreich, im Westen blass, moderat und schwach – die Rollen schienen eindeutig verteilt. Doch inwiefern entspricht die rheinland-pfälzische AfD – zumal im Moment des Erfolges – tatsächlich ihrem Klischee? Ein Besuch.

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INDES: Verschwörungen

Felix Butzlaff & Matthias Micus | 21. Dezember 2015

[präsentiert]: Die neue INDES über Ursachen und Funktionen von Verschwörungsdenken.

Alles, so scheint es, wird immer undurchschaubarer. Werden wichtige politische Anweisungen – öffentliche Investitionen, Steuern, Arbeitsmarkt, Außenpolitik etc. betreffend – noch von den nationalen Regierungen gegeben oder steuern in Zeiten der Globalisierung längst international verflochtene Konzerne den Kurs? Warum braucht Griechenland ein Milliardenpaket nach dem anderen, wohin fließt das viele Geld? Überhaupt: Wer ist schuld an den ganzen Krisen, von den Banken über den Euro und die Flüchtlinge bis hin zu VW?

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Wir müssen reden: Rechtspopulismus in Europa

Daniela Kallinich | 17. November 2015

[präsentiert]: Daniela Kallinich über die Tagung „(Rechts-)Populismus in Europa – Gefahr für die Demokratie?“

Populismus, v.a. Rechtspopulismus, ist in den westeuropäischen Demokratien seit Längerem auf dem Vormarsch. Dies gilt seit dem Aufstieg von AfD und Pegida inzwischen auch für Deutschland, wo sich rechtspopulistische Parteien bislang nicht dauerhaft etablieren konnten. Gerade angesichts der Zuspitzung der Flüchtlingskrise und den damit verbundenen gesellschaftlichen Ängsten stellt sich die Frage nach dem Erfolg rechtspopulistischer Parteien nicht nur hierzulande umso dringlicher. Diesem Thema widmete sich die Tagung „(Rechts-)Populismus in Europa – Gefahr für die Demokratie?“, welche die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen am 13./14. November 2015 in Frankfurt veranstaltet hat.

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Zwischen digital und analog: Zur Zukunft von Editionen

Teresa Nentwig | 10. November 2015

[präsentiert]: Teresa Nentwig über die Fachtagung des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen „Digitales Edieren im 21. Jahrhundert“.

„Analog ist seit Jahren out, zumindest für bestimmte Altersklassen.“ Unter anderem mit dieser Tatsache begründete der Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Frank Bischoff, die Online-Veröffentlichung der nordrhein-westfälischen Kabinettsprotokolle aus den Jahren 1946 bis 1980. Nachdem bislang lediglich zwei Bände der Edition, die Wahlperioden 6 und 7 (1966 bis 1975) betreffend, digital zur Verfügung gestanden hatten, wurden Anfang November dieses Jahres auch die Protokolle der Wahlperioden 1 bis 5 sowie 8 online gestellt.[1] Der Nutzer kann jedoch nicht nur die bloßen Kabinettsprotokolle, sondern u.a. auch Kurzbiografien der in den Dokumenten vorkommenden Personen aufrufen.

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Neue Reihe: Orte der Demokratie

Marika Przybilla | 27. Oktober 2015

Banner: Orte der Demokratie

[präsentiert]: Marika Przybilla über unsere neue Blog-Reihe „Orte der Demokratie“.

Demokratie – ein Wort, das jedem fast tagtäglich begegnet. Ein Konzept, das mit vielen Annahmen, Voraussetzungen, Erwartungen, Hoffnungen und vielleicht auch Enttäuschungen beladen ist. Dabei erscheint der Begriff „Demokratie“ einerseits oft sehr theoretisch und andererseits auch normativ. An sich und ganz kurz gesagt ist die Demokratie ein Konstrukt, eine bestimmte Regierungsform und eine Struktur, bei der das Volk die Macht innehat. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausformungen: Mal ist sie repräsentativ, mal direkt, mal plebiszitär oder tritt in Gestalt eines Rätesystems auf. Demokratie kann jedoch weit mehr sein als nur eine Regierungsform und jedem Bürger, jeder Bürgerinnen in unterschiedlicher Gestalt und Form begegnen. Demokratie ist eben nicht nur Theorie, sondern muss gelebt werden. Sie wird somit auf den verschiedensten Ebenen erfahrbar. Wenn die Demokratie jedoch so vielfältig ist und sich in vielen einzelnen Bereichen und Teilen wiederfindet, was bedeutet und beinhaltet sie dann? Wo und wann treffen wir auf sie? Gibt es bestimmte Orte, wo sie auffindbar ist? Was bedeutet sie? Welche Formen kann sie annehmen? Wann und wie wird Demokratie erlebt? Was wird mit ihr assoziiert?

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INDES: Konservatismus

Leona Koch, Danny Michelsen & Matthias Micus | 15. Oktober 2015

[präsentiert]: Die neue INDES über Konservatismus früher und heute.

Die Zeit der Ideologien ist vorbei, sie gehören im 21. Jahrhundert auch sym­bolisch der Vergangenheit an. Unter Geisteswissenschaftlern ist es üblich, das 20. Jahrhundert eine „Zeit der Ideologien“ (Karl Dietrich Bracher) zu nennen. Auch schon das 19. Jahrhundert, in dem sich der Liberalismus, Konservatis­mus sowie Sozialismus, desgleichen Nationalismus und Imperialismus zu­vor herausgebildet hatten, wird ganz ähnlich als „Zeitalter der Ideologien“ (Klaus von Beyme) bezeichnet.

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Die Stadt

Michael Lühmann/Matthias Micus | 9. Juli 2015

[präsentiert]: Die neue Ausgabe der INDES widmet sich ganz der „Stadt“.

Die Stadt – laut und dreckig, aber auch bunt und alternativ. Ein zerfaserter und anonymer Moloch einerseits, ein verdichteter sozialer Nahraum andererseits; eine unnatürliche Betonwüste und zugleich ein Ort bunter Artenvielfalt, ein Experimentierfeld der Zukunft. Städte verkörpern das betonierte Scheitern von stadtplanerischen Großentwürfen, sie sind wahrscheinlich das Synonym für Verkehrskollapse und überdurchschnittliche CO2-Bilanzen, vielleicht aber ebenfalls die entscheidenden Orte für eine Wende zum Besseren.

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