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AutorInnen im Gespräch: Katharina Trittel über Hermann Rein

 | 8. November 2018

[präsentiert]: Katharina Trittel über ihre Forschungen über den Göttinger Flugmediziner Hermann Rein.

 

 

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Nach Merkel

Michael Lühmann | 1. November 2018

[analysiert]: Michael Lühmann über die Landtagswahl in Hessen, den Höhenflug der Grünen und die Zukunft der CDU.

Dass Landtagswahlen Seismographen der bundespolitischen Stimmung sein können, ist ein Allgemeinplatz, der je nach Ergebnis von Wahlsiegern und Unterlegenen gern unterschiedlich interpretiert wird. Dass aber Landtagswahlen dazu in der Lage sind, die politischen Machtverhältnisse grundlegend zu ändern, ist dann doch eher die Ausnahme. Eine, die wohl zuletzt verbunden werden konnte mit dem desaströsen Wahlergebnis der SPD in Nordrhein-Westfalen 2005, in dessen Folge die vorgezogenen Bundestagswahlen das Ende des „rot-grünen Projekts“ besiegelten.

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INDES 2-2018: Interview mit Wolfgang M. Schmitt

Jöran Klatt | 26. Oktober 2018

[präsentiert]: Für die bald erscheinende neuste INDES-Ausgabe mit dem Schwerpunkt Digitalisierung sprach INDES-Redakteur mit dem Youtuber und Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt über Digitalisierung, soziale Netzwerke, Youtube und intellektuelle Filmkritik.

 

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Pegidas vierter Geburtstag – Bühnenbauer statt Hauptdarsteller

Dr. Stine Marg | 23. Oktober 2018

[analysiert]: Stine Marg, Christopher Schmitz und Katharina Trittel berichten ihre Eindrücke vom vierten Jahrestag der ersten Pegida-Demonstration.

Das Wetter spielte mit, der Himmel war sonnig und die herbstlichen Temperaturen angenehm. Aus Perspektive des Veranstalters also beste Voraussetzungen für den vierten Geburtstag des Dresdner Protestbündnisses „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, das sich im Oktober 2014 zusammengefunden hatte. Möchte man meinen. Aber das Organisationsteam um Lutz Bachmann und Siegfrid Däbritz musste mit seinen nationalen und internationalen Gästen Milan Rohac, Chef der Jungen Patrioten aus Tschechien, Gernot Tegetmeyer, Michael Stürzenberger, Robert Timm von der Identitären Bewegung und Anke van Dermeersch, Miss Belgien 1991 und heute Senatorin der Vlaams Belang, sowie Tommy Robinson, Mitbegründer der European Defence League nicht nur gegen das Bündnis „Herz statt Hetze“, auf dem sich erstmals auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer gegen die selbsternannten Patrioten stellte, anschreien, sondern unter anderen auch mit dem Dresdner Marathon konkurrieren. Dennoch waren mit ca. 3.200-4.100 Personen (laut Flächenschätzung von Durchgezählt) zwar mehr Teilnehmer als bei den vergangenen Spaziergängen der Patrioten in Dresden unterwegs, aber rechte Begeisterung mochte am 21. Oktober 2018 dennoch nicht aufkommen: der Protest wirkte antriebslos, konturlos, beinahe sinnentleert.

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AutorInnen im Gespräch: PEGIDA-Effekte?

 | 8. Oktober 2018

Die neue Studie „PEGIDA-Effekte? Jugend zwischen Polarisierung und politischer Unberührtheit“ ist gerade erschienen.

Am 21. Oktober 2018 wird das Protestbündnis PEGIDA seinen vierten Jahrestag begehen. Obwohl viele die „Patriotischen Europäer“ bereits im Januar 2015 für tot erklärten, hat die Dresdner Formation es geschafft, über die Jahre hinweg zu bestehen, aktiv zu bleiben und immer wieder die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Göttinger Institut für Demokratieforschung hat über die vergangenen vier Jahre hinweg das Phänomen PEGIDA wissenschaftlich begleitet. Der neue Band widmet sich also nicht nur den Protesten von PEGIDA, sondern erweitert die Perspektive. So steht das politische Befinden Jugendlicher und junger Erwachsener als Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen im Mittelpunkt der Betrachtungen.

In diesem Video stellen die AutorInnen ihre neue Studie vor und präsentieren wesentliche Ergebnisse ihrer Arbeit.

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Die Politikwissenschaft und der Elfenbeinturm

Teresa Nentwig | 4. Oktober 2018

[präsentiert]: Teresa Nentwig über den DVPW-Kongress vom 25. bis zum 28. September 2018 in Frankfurt am Main.

Vier Tage lang kamen über tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dem alle drei Jahre stattfindenden Kongress der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) zusammen. Dieser widmete sich den „Grenzen der Demokratie“. Ein Thema, dessen Aktualität nicht von der Hand zu weisen ist: Ob die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz oder die antidemokratischen Entwicklungen in Ungarn, Polen und der Türkei – die liberale Demokratie steht gegenwärtig in vielen Ländern vor Herausforderungen, sodass vielfach gar von einer „globale[n] Krise der Demokratie“[1] die Rede ist.

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Zeiten des Umbruchs?

Franz Walter | 25. September 2018

[nachgefragt]: Franz Walter im Interview über sein neues Buch „Zeiten des Umbruchs? Analysen zur Politik“.

Das neue Buch von Franz Walter „Zeiten des Umbruchs? Analysen zur Politik“ ist gerade erschienen. Franz Walter war bis 2017 Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. Seine besondere Neigung galt in dieser aktiven Zeit der „kleinen Form“ der publizistischen Intervention: über Essays, Kolumnen, zugespitzte Kommentare, Meinungsstücke. In dem nun vorliegenden Band sind viele Beispiele solcher Beiträge vereint – über Politik, Parteien, politische Systeme und soziale Bewegungen in „Zeiten des Umbruchs“.

 

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AfD Sachsen-Anhalt: Zwischen Partei und Bewegung

Alexander Hensel | 17. September 2018

[analysiert]: Alexander Hensel über Entwicklung der AfD-Landespartei in Sachsen-Anhalt und ihren Landesparteitag in Dessau.

Das Gewerbegebiet von Dessau-Roßlau ist am Sonntagmorgen fast menschenleer. Hier trifft sich die AfD Sachsen-Anhalt am 9 September 2018 auf dem von hohen Mauern geschützten Gelände des „Golfparks Dessau“ zum Landesparteitag. Von der Gegendemonstration in der Fabrikeinfahrt auf der anderen Straßenseite ist im Veranstaltungssaal kaum etwas zu hören. Hier findet sich bis zum Mittag mit rund 300 Akkreditierten ein knappes Drittel der AfD-Mitglieder Sachsen-Anhalts ein. Auf der Tagesordnung steht die Wahl von Delegierten zur Europawahlversammlung der Bundespartei im November. Trotz heftiger interner Turbulenzen in den vergangenen Monaten ist die Stimmung bemerkenswert ruhig. Offene Konfrontationen werden weitgehend umschifft, der Ruf nach Einigkeit ist die Losung. Zugleich zeigt sich eine Balance zwischen notwendiger Professionalisierung der Partei und Fortführung der Bewegungspolitik.

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Debatte: Sprache und Geschlecht in der Wissenschaft II

Julian Schenke | 10. September 2018

[kommentiert]: Inwiefern sollte eine geschlechtergerechte Sprache Standard in der Wissenschaft werden? Jeanina Fischbach und Julian Schenke vertreten jeweils gegensätzliche Positionen mit unterschiedlichen Zugängen.

II. Julian Schenke: Sapere aude – „Wage es, weise zu sein“

Die Rolle, als Gegner einer allgemeinen Praxis des „Genderns“ aufzutreten, ist undankbar; dennoch nehme ich sie im Folgenden ein. Um es gleich vorweg zu sagen: Ich möchte dabei nicht auf die technischen Schwierigkeiten oder die unschönen Folgen der zahlreichen Gender-Regelungen eingehen. Ja, ich finde auch, dass Unklarheiten drohen, wenn der Dozent zum Dozierenden wird, während nicht alle Dozierenden auch (beruflich definierte) Dozenten sind. Ja, ich finde auch, dass Binnen-I’s, Backslashs, Sternchen, Unterstriche, x’e und ec’se einen Text bis zur Unlesbarkeit verunstalten können. Ich kenne die zugehörige Diskussionswelt aus diversen Politgruppen und einem mehrjährigen Studium der Geschlechterforschung, aus Zeitungsartikeln, Fernsehsendungen und Gesprächen. Ich habe im Studium erlebt, wie sich Sprachdebatten von ihrem soziologischen, politikwissenschaftlichen oder kulturwissenschaftlichen Gegenstand lösten, wie ganze Seminarsitzungen im Gewitter unversöhnlicher Fronten versanken, während Erkenntnisse über gesellschaftliche, auch demokratische Veränderungsprozesse immer unwichtiger wurden.

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Debatte: Sprache und Geschlecht in der Wissenschaft I

Jeanina Fischbach | 7. September 2018

[kommentiert]: Inwiefern sollte eine geschlechtergerechte Sprache Standard in der Wissenschaft werden? Jeanina Fischbach und Julian Schenke vertreten jeweils gegensätzliche Positionen mit unterschiedlichen Zugängen.

I. Jeanina Fischbach: Unsere Sprache formt unsere Wirklichkeit – ein Plädoyer für eine gendergerechte Sprache

Die Diskussion um eine geschlechtergerechte und sensible Sprache polarisiert die Gesellschaft. Von der Gegner*innenseite werden vornehmlich drei Totschlagargumente angeführt. Erstens: das generische Maskulin[1] sei etabliert und Sprache lasse sich nicht so einfach verändern. Zudem sei jedem klar, dass Frauen automatisch mitgemeint seien. Und drittens ändere die sprachliche „Verklausulierung“ durch adäquates Gendern nichts an der bestehenden Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Ich könnte den gängigen Schlagabtausch nun mit einfachen Gegenargumenten fortführen, stattdessen möchte ich mit einem kurzen Gedankenexperiment anfangen, das in abgewandelten Formen häufiger in diesem Kontext zu finden ist[2]:

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