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„Die Schule muss mehr Demokratie vermitteln“

Robert Mueller-Stahl | 8. Oktober 2014

[nachgefragt]: Yvonne Blöcker (geb. Wypchol) und Nina Hölscher über die Demokratievorstellungen von Kindern.

Yvonne und Nina, ihr habt das Buch „Kinder und Demokratie. Zwischen Theorie und Praxis herausgegeben“, indem ihr die Demokratievorstellungen von Kindern untersucht.

Was macht die Forschung interessant?

Nina: Das Spannende rührt vor allem daher, dass Kinder in unserer Gesellschaft eine andere Stellung haben. Dadurch haben sie selbst auch eine neue Perspektive auf Themen wie Politik oder Demokratie. Sie nehmen die Gesellschaft anders wahr, weil sie von ihr anders behandelt werden. Gerade deshalb hat die Erforschung dieser kindlichen Perspektive etwas Neues und Erfrischendes.

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Politik und Satire

Alex Hensel | 12. Februar 2014

[präsentiert]: Interivew mit dem Satiriker Leo Fischer

Ex-Titanic-Chefredakteur Leo Fischer spricht im Interview über die Kunst und die „Schweineindustrie“ Satire, das ironische Potenzial von Eurokrise, großer Koalition und NSA-Affäre sowie den Erfolg seiner Kollegen von der Heute-Show.

Redaktion & Technik: Hanna Feesche & David Osterkorn

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„Fraglich ist, ob die CDU überhaupt noch eine Identität hat“

Daniela Kallinich | 11. Februar 2014

[nachgefragt]: Yvonne Blöcker (geb. Wypchol) und Sören Messinger über Veränderungen in der CDU.

Yvonne und Sören, ihr habt gemeinsam das Buch „Moderne CDU? Programmatischer Wandel in der Schul- und Familienpolitik“ herausgegeben. Darin beschäftigt ihr euch mit den Veränderungen der CDU in den Bereichen Schul- und Familienpolitik.

Wieso habt ihr euch konkret für diese Themen entschieden?

Yvonne: Für beide Politikfelder gilt, dass es einen signifikanten Wandel von traditionellen zu modernen Ansichten gab, die vorher kaum vorstellbar waren. Das Feld Familienpolitik, mit dem ich mich in meiner Abschlussarbeit beschäftigt habe, zeichnet sich dabei durch besonders radikale Veränderungen aus.

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»Nur wer brennt, kann schließlich auch ausbrennen?«

Redaktion | 31. März 2013

[nachgefragt]: Dr. Markus R. Pawelzik geht in der aktuellen INDES-Ausgabe den Abgründen der populären »Burnout«-Selbstdiagnose auf die Spur.

Herr Dr. Pawelzik, Sie sind bekennender »Burnout-Skeptiker«. Warum?

Glaubt man den medialen Botschaften der letzten Jahre, so leben wir in einer furchtbaren Gesellschaft: Wir arbeiten uns krank! Wir sind gehalten, immer größeren, immer dichteren und vor allem ständig gegenwärtigen Arbeitsanforderungen zu genügen. Folge dieser Situation ist, so wird sugge­riert, eine Epidemie arbeitsbedingter chronischer Erschöpfung, die man neu­erdings »Burnout« nennt.

Bei dem Versuch, diese Behauptungen nachzuvollziehen, stimmen mich unter anderem die folgenden Beobachtungen skeptisch: Erstens, wir arbeiten heute weniger als Vorläufergenerationen, haben mehr Freizeit und Urlaubs­anspruch, genießen mehr sozialstaatliche Unterstützung und leben nach­weislich immer länger.

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„Mit der FDP kann man keine Koalition machen“

Redaktion | 18. März 2013

[nachgefragt]: Interview mit Erhard Eppler über den Zustand der SPD

Erhard Eppler ist seit 1956 Mitglied der SPD und hat viele wichtige Entwicklungen der Partei selbst miterlebt. Im Interview mit unserer Radiosendung „Unter der Lupe“ spricht der 86jährige über die Folgen der Agenda 2010, das aktuelle Führungspersonal der SPD und die Hindernisse für eine sozialliberale Koalition.

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Fünf Sterne gegen Berlusconi

Bastian Brandau | 20. Februar 2013

[nachgefragt]: Bastian Brandau über die Besonderheiten des Movimento 5 Stelle.

Fünf Sterne gegen Berlusconi – was ist eigentlich das Movimento 5 Stelle?

„Die 5-Sterne-Bewegung ist keine Partei und hat auch nicht die Absicht, eine zu werden“, so steht es im „Nicht-Statut“ des Movimento von 2009. Daher kommt auch die bewusste Wahl des Wortes „Bewegung“ – denn das Wort „Partei“ ist in Italien stark negativ besetzt. Das Movimento startete 2005 als freier Zusammenschluss von übers Internet organisierten Bürgern, die sich dann im wahren Leben trafen: Sie wollten gemeinsam Erfahrungen austauschen und lernen, um so in den politischen Prozess einzugreifen – etwa durch Demonstrationen, Unterschriftensammlungen oder das Verteilen von Flugblättern. Inzwischen tun sie dies eben auch durch die Teilnahme an Wahlen und die Arbeit in Kommunal- und Regionalparlamenten unter dem 5-Sterne-Siegel, das natürlich für die hohe Qualität stehen soll; jeder Stern steht aber auch für ein Thema. Die Aktivisten wollten beweisen, dass politische Arbeit ohne den Organisationsapparat einer Partei möglich ist; denn den gibt es beim Movimento ebenso wenig wie einen Parteivorstand.

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Politische Kritik für Fortgeschrittene

Klaudia Hanisch | 13. Februar 2013

[nachgefragt]: Klaudia Hanisch über die polnische Formation Krytyka Polityczna.

Klaudia, Du hast das linke polnische Netzwerk Krytyka Polityczna (Politische Kritik) untersucht. Wie bist du darauf gekommen?

Mein Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass trotz einer enormen sozialen Ausdifferenzierung im ostmitteleuropäischen Raum eine Linke erstaunlich unterentwickelt geblieben ist. In Polen und Ungarn spielen diese Rolle postkommunistische Parteien, die – einmal an der Macht angelangt – eine Agenda verfolgten, die man eher als neoliberal bezeichnen könnte. In Tschechien wiederum haben die Kommunisten und die Sozialdemokraten den Ruf konservierender Klientel-Parteien der Beamten oder Rentner. Man muss zwar bemerken, dass auch in diesen Ländern viele kleine außerparlamentarische Gruppen entstehen, doch entfalten diese in der Regel keine Systemrelevanz. Krytyka Polityczna ist hier ein Sonderfall. Innerhalb von zehn Jahren wurde sie zu einem bedeutenden politischen Akteur in Polen.

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„Sonne statt Reagan“

Daniela Kallinich | 5. Dezember 2012

[nachgefragt]: Saskia Richter über die Protagonisten der Friedensbewegung

Was interessiert dich an der Friedensbewegung besonders?

Mich fasziniert besonders die Ambivalenz der Friedensbewegung und ihrer Protagonisten. Gert Bastian wurde als ehemaliger General zum Kronzeugen der westdeutschen Friedensbewegung. Gleichzeitig unterstützte er den Osten. Es bleiben Fragen offen: Wollte er mit seinem Engagement zur Abrüstung beitragen? Wollte er die Politik der Bundesrepublik schwächen? Und was bedeutet sein Engagement für den Krefelder Appell und die Gruppe „Generäle für den Frieden“? Andere Akteure agierten vor dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes wie die Theologin Dorothee Sölle. Insgesamt also war die Motivlage innerhalb der Friedensbewegung sehr unterschiedlich.

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Der Druck im Kessel

Alex Hensel | 21. November 2012

[nachgefragt]: Sascha-Ilko Kowalsczuk über das Ende der DDR

Unter welchen Bedingungen kollabieren geschlossene Gesellschaften und wann können sich selbst Diktaturen nicht mehr halten? Der Historiker Ilko-Sacha Kowalsczuk analysiert den Zerfallsprozess von Regimen im Interview mit “Unter der Lupe” beispielhaft am Ende der DDR vor 23 Jahren.

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Ein schwieriges Verhältnis

Sebastian Kohlmann | 30. August 2012

Sport und Politik (3): Politische Instrumentalisierung

[nachgefragt]: Peter Lösche im Interview zur Beziehung von Sport und Politik

Zwischen Sport und Politik herrschte schon immer ein enges und oft auch schwieriges Verhältnis. Sport wurde und wird von der Politik instrumentalisiert und ist ebenso Teil der Innenpolitik. Über den Wandel dieses Verhältnisse spricht der Politikwissenschaftler Prof. Peter Lösche in der neuen Ausgabe von „Unter der Lupe„.

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