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„Radikale Negation“

 | 19. Januar 2017

zur "Satire"-Reihe[nachgefragt]: Leo Fischer im Interview über den Auftrag von Satire heute

Julian Schenke: Herr Fischer, auf Ihrer Facebook-Seite haben Sie kürzlich die mit Selbstporträts garnierten Statements des bekenntnisfreudigen Kapitän Schwandt karikiert. Womit hat er das verdient?

Leo Fischer: Wir von TITANIC versuchen, unseren Verkaufserfolg zu optimieren, indem wir erfolgreiche Konzepte konsequent nachahmen – nur etwas billiger, etwas schamloser. Kapitän Schwandt ist ein erfolgreiches Marketingprodukt, das sich bei einem bestimmten Typus urbaner Einfaltspinsel hervorragend verkauft. Diese Schicht wollen wir jetzt ebenfalls abmelken.

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Interview: Die Aktivierung der Nichtwähler durch die AfD

Torben Schwuchow | 16. September 2016

[nachgefragt]: Matthias Micus über den Zusammenhang zwischen steigender Wahlbeteiligung und dem Antritt der AfD.

Am kommenden Sonntag wählen die Berliner ihr Abgeordnetenhaus. 2011 lag dort die Wahlbeteiligung bei 60,2 Prozent. Das Aufkommen der AfD hat bislang zu einem Rückgang des Nichtwähleranteils geführt. Fraglich ist, ob sich dieser Trend in Berlin fortsetzt.

Torben Schwuchow: In der Vergangenheit ist vermehrt über das Problem niedriger Wahlbeteiligungen in Deutschland gesprochen worden. Nun ist bei den diesjährigen Landtagswahlen die Zahl der Nichtwähler deutlich zurückgegangen. Ist die viel beschworene Zeit der Politik- bzw. Demokratieverdrossenheit damit beendet?

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Ver.di: Vorsichtiger Optimismus am 15. Geburtstag

Christoph Hoeft | 3. Mai 2016

[nachgefragt]: Patrick von Brandt über den Geburtstag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vor 15 Jahren und die aktuellen Herausforderungen.

Vor 15 Jahren schlossen sich fünf Einzelgewerkschaften zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zusammen. Damals erhoffte man sich, durch die Fusion das  „Konkurrenzdenken unter Gewerkschaften“ im Dienstleistungssektor beenden zu können. Hat sich diese Hoffnung erfüllt?

Von Brandt: Ein Stück weit ja. Zumindest ist es den fünf sogenannten Quellgewerkschaften von ver.di gelungen, durch die Fusion Ressourcen zu bündeln und somit Konkurrenz, unnötige Doppelarbeit, Doppelstrukturen, doppelten Ressourcenverbrauch zu überwinden. Zum Beispiel gab es früher zwei konkurrierende Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, die Deutsche Angestelltengewerkschaft DAG und die ÖTV. Diese Spaltung ließ sich tatsächlich überwinden. Es gibt aber natürlich weiterhin Konkurrenz zwischen ver.di und anderen Verbänden. Und auch innerhalb des DGB wird weiter gerungen um die richtige Politik; da gibt es durchaus unterschiedliche Interessen und z.T. auch Konkurrenz. Die unterschiedlichen Interessen und politischen Forderungen sind auch Folge der unterschiedlichen ökonomischen Bedingungen der Branchen: So ist die Dienstleistungsbranche abhängig von der Binnennachfrage, ganz anders die exportorientierte Industrie …

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Das Allgemeinwohl ist kein Kompromiss

Felix Butzlaff | 16. Februar 2016

[nachgefragt]: Felix Butzlaff über die Demokratievorstellungen von Protest-Aktivisten

Du hast in Deiner Arbeit aktuelle Bürgerproteste in ganz Deutschland untersucht und dabei speziell die Organisatoren und die besonders engagierten Aktivisten in den Blick genommen. Worum ging es Dir dabei?

Ich habe mich in meiner Arbeit auf die Suche nach den gesellschaftlichen sowie individuellen Kerninhalten der Proteste gemacht. Es ging mir weniger um den konkreten Anlass als vielmehr um den roten Faden zwischen zeitgenössischen Protesten und der Frage, warum man sich für gerade diese Form des Engagements entscheidet. Da lag es nahe, sich die besonders engagierten Aktivisten anzuschauen, weil sich bei ihnen vieles von dem, was Proteste heute bedeuten, zuspitzt.

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Strategisches Scheingefecht?

David Bebnowski | 30. Januar 2015

[nachgefragt]: David Bebnowski über die AfD kurz vor ihrem Bremer Parteitag

Die AfD trifft sich am kommenden Wochenende zum Bundesparteitag in Bremen. In den letzten Wochen tobte in der Partei ein Flügelkampf zwischen einem „wirtschaftsliberalen“ und einem „national-konservativen“ Lager. Worum geht es dabei genau?

Zuerst einmal geht es der AfD um eine parteiliche Ausrichtung für die Zukunft. Entscheidend ist dabei aber nicht, wie wirtschaftsliberal oder nationalistisch und, wenn man es denn so nennen mag, islamophob die Partei wird, sondern vielmehr die Erschließung neuer Wählerschichten, speziell der Schicht, die man als „Arbeiterklasse“ bezeichnen könnte. In diesem Punkt sind andere rechtspopulistische Parteien im Ausland der AfD einen deutlichen Schritt voraus. Sie bedienen diese Wählerschichten bereits – und die zahlen es ihnen mit fester Loyalität zurück. So versucht z.B. Alexander Gauland, auch und vor allem im Kontext von Pegida, immer wieder, die „kleinen Leute“ zu umschmeicheln und sie gegenüber einer kritischen medialen Öffentlichkeit als „falsch verstanden“ und „nicht islamfeindlich“ zu verteidigen.

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„Die Schule muss mehr Demokratie vermitteln“

Robert Mueller-Stahl | 8. Oktober 2014

[nachgefragt]: Yvonne Blöcker (geb. Wypchol) und Nina Hölscher über die Demokratievorstellungen von Kindern.

Yvonne und Nina, ihr habt das Buch „Kinder und Demokratie. Zwischen Theorie und Praxis herausgegeben“, indem ihr die Demokratievorstellungen von Kindern untersucht.

Was macht die Forschung interessant?

Nina: Das Spannende rührt vor allem daher, dass Kinder in unserer Gesellschaft eine andere Stellung haben. Dadurch haben sie selbst auch eine neue Perspektive auf Themen wie Politik oder Demokratie. Sie nehmen die Gesellschaft anders wahr, weil sie von ihr anders behandelt werden. Gerade deshalb hat die Erforschung dieser kindlichen Perspektive etwas Neues und Erfrischendes.

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Politik und Satire

Alex Hensel | 12. Februar 2014

[präsentiert]: Interivew mit dem Satiriker Leo Fischer

Ex-Titanic-Chefredakteur Leo Fischer spricht im Interview über die Kunst und die „Schweineindustrie“ Satire, das ironische Potenzial von Eurokrise, großer Koalition und NSA-Affäre sowie den Erfolg seiner Kollegen von der Heute-Show.

Redaktion & Technik: Hanna Feesche & David Osterkorn

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„Fraglich ist, ob die CDU überhaupt noch eine Identität hat“

Daniela Kallinich | 11. Februar 2014

[nachgefragt]: Yvonne Blöcker (geb. Wypchol) und Sören Messinger über Veränderungen in der CDU.

Yvonne und Sören, ihr habt gemeinsam das Buch „Moderne CDU? Programmatischer Wandel in der Schul- und Familienpolitik“ herausgegeben. Darin beschäftigt ihr euch mit den Veränderungen der CDU in den Bereichen Schul- und Familienpolitik.

Wieso habt ihr euch konkret für diese Themen entschieden?

Yvonne: Für beide Politikfelder gilt, dass es einen signifikanten Wandel von traditionellen zu modernen Ansichten gab, die vorher kaum vorstellbar waren. Das Feld Familienpolitik, mit dem ich mich in meiner Abschlussarbeit beschäftigt habe, zeichnet sich dabei durch besonders radikale Veränderungen aus.

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»Nur wer brennt, kann schließlich auch ausbrennen?«

Redaktion | 31. März 2013

[nachgefragt]: Dr. Markus R. Pawelzik geht in der aktuellen INDES-Ausgabe den Abgründen der populären »Burnout«-Selbstdiagnose auf die Spur.

Herr Dr. Pawelzik, Sie sind bekennender »Burnout-Skeptiker«. Warum?

Glaubt man den medialen Botschaften der letzten Jahre, so leben wir in einer furchtbaren Gesellschaft: Wir arbeiten uns krank! Wir sind gehalten, immer größeren, immer dichteren und vor allem ständig gegenwärtigen Arbeitsanforderungen zu genügen. Folge dieser Situation ist, so wird sugge­riert, eine Epidemie arbeitsbedingter chronischer Erschöpfung, die man neu­erdings »Burnout« nennt.

Bei dem Versuch, diese Behauptungen nachzuvollziehen, stimmen mich unter anderem die folgenden Beobachtungen skeptisch: Erstens, wir arbeiten heute weniger als Vorläufergenerationen, haben mehr Freizeit und Urlaubs­anspruch, genießen mehr sozialstaatliche Unterstützung und leben nach­weislich immer länger.

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„Mit der FDP kann man keine Koalition machen“

Redaktion | 18. März 2013

[nachgefragt]: Interview mit Erhard Eppler über den Zustand der SPD

Erhard Eppler ist seit 1956 Mitglied der SPD und hat viele wichtige Entwicklungen der Partei selbst miterlebt. Im Interview mit unserer Radiosendung „Unter der Lupe“ spricht der 86jährige über die Folgen der Agenda 2010, das aktuelle Führungspersonal der SPD und die Hindernisse für eine sozialliberale Koalition.

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