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Demokratie 4.0 – interessant, aber auch verfassungsmäßig?

Karl-Felix Oppermann | 11. Juli 2013

[analysiert]: Karl Felix Oppermann über direkte Bürgerbeteiligung an Parlamentsentscheidungen aus rechtlicher Sicht.

Aus der brodelnden spanischen Movimiento 15-M-Stimmung ist der Entwurf einer neuen Art der Demokratieumsetzung entstanden: das Konzept Democracia 4.0. Es sieht eine direkte Mitabstimmungsmöglichkeit jedes Wahlberechtigten an jeder Parlamentsentscheidung vor und treibt damit die nun auch dort in Mode gekommene Bürgerpartizipationsdiskussion[1] auf die Spitze. Die finale und direkte Demokratieausübung ist nämlich in den Verfassungen Europas bisher lediglich in der Schweiz vorgesehen – und auch dort heftig umstritten. Welchen juristischen Problemen eine derartige Veränderung der Entscheidungsmodalitäten in Deutschland und Spanien gegenüberstehen würde, soll hier dargestellt werden.

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Monster, Krisen, Kapitalismus

Alex Hensel | 22. April 2013

[debattiert]: Jöran Klatt und Christian von Eichborn über Schirrmachers „Ego“

Frank Schirrmachers Buch „Ego“ hat quer durch die politischen Lager für Furore gesorgt. Jöran Klatt und Christian von Eichborn disktuieren über Schirrmachers Brückenschlag vom Konservatismus zur Postwachstumsökonomie, Monster im Kapitalismus und kaputte Fernseher.

Video: Severin Caspari und Alex Hensel

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Von den Piraten lernen?

Wolfgang Gründinger | 27. März 2013

[debattiert]: Wolfgang Gründinger antwortet auf die Rezension von Stephan Klecha

In seiner Rezension meines Buches „Meine kleine Volkspartei – Von einem Sozi, der absichtlich Pirat wurde“, die in diesem Blog erschien, kritisiert Stephan Klecha, ich verfalle „einer überaus populären, aber nicht gerade ungefährlichen Kritik moderner Demokratien“. Dem ist zu widersprechen: Die Piraten sind angetreten, Selbstverständlichkeiten unseres parlamentarischen Betriebssystems zu hinterfragen – und dürfen nicht als Feind der Demokratie diskreditiert werden. Wir müssen uns vielmehr streiten, ob unsere Demokratie immer genauso bleiben muss, wie sie heute ist.

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Piratenbräute und Genossen auf Kaperfahrt

Stephan Klecha | 21. März 2013

[debattiert]: Stephan Klecha über Erlebnisberichte aus der Piratenpartei

Anfang der 2000er Jahre schrieb der Schriftsteller Nicol Ljubić eine Art Erlebnisbericht, wie er in die SPD eintrat und welche Erfahrungen er mit der damaligen Kanzlerpartei gesammelt hat. Eine Dekade später legen unabhängig voneinander zwei Mitglieder der Piratenpartei nun dar, wie sie es ein knappes Jahr in der Partei ausgehalten haben und welche Schlüsse sie daraus ziehen. Die Erfahrungsberichte beschreiben dabei überaus bunt und umfangreich sowohl die Stärken als auch die Schwächen der Piratenpartei.

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Die Töchter des Ü-Eis

Jöran Klatt | 26. September 2012

[debattiert]: Jöran Klatt über die konservative Kritik an Genderlogiken

„Ist es für meine Tochter gefährlich oder schränkt es sie in irgendeiner Hinsicht in ihrer persönlichen Zukunft ein, wenn sie pinkfarbene Überraschungseier konsumiert?“ – Diese Frage treibt gegenwärtig nicht nur Eltern um, sie birgt auch allgemein Streitpotenzial. Das Unternehmen Ferrero vertreibt seit kurzem eine „Mädchen“-Variante ihres Traditionsproduktes, ein lila-farbiges Überraschungs-Ei, das zu heftigen Gender- bzw. Anti-Gender-Debatten im Netz und in überregionalen Printmedien gesorgt hat (Maskulisten vs. FeministInnen / FeministInnen vs. Post-FeministInnen oder Anti-FeministInnen, usw.). Dabei wird deutlich: In Fragen der geschlechts(un)spezifischen Erziehung wird nicht nur gerne aneinander vorbeigeredet, sondern es offenbaren sich auch bemerkenswerte konservative Tendenzen. Einen  exemplarischen Beitrag hierfür lieferte vor einer Zeit The European.

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Warum ich lieber Don Draper wäre…

Katharina Rahlf | 21. September 2012

[debattiert]: Katharina Rahlf über die Serie „Mad Men“ und jede Menge Vorurteile.

New York, Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, eine Werbeagentur in der Madison Avenue. Wer in dieser Kreativbranche tätig war, gehörte zu den – (selbst)ironisch so titulierten – „Mad Men“. Die gleichnamige TV-Serie über Ihre Arbeit und, fast mindestens ebenso wichtig, ihr Privatleben gehört gegenwärtig zu den meistgesehenen, meistausgezeichneten und höchstgelobten Fernseherzeugnissen, jede neue Staffel der amerikanischen Serie lässt auch hierzulande das Feuilleton jubeln.

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Der Piratenhype: Was bleibt übrig?

das Podcast-Team | 18. September 2012

[debattiert]: Ein Jahr Piraten im Parlament – was bleibt über?

Lieber Leserinnen und Leser,

das Podcastteam unseres Instituts wagt sich in neue Gefilde: Morgen drehen wir mit unseren Mitarbeitern Alexander Hensel und Stephan Klecha einen Podcast zum Thema Piratenpartei. Der thematische Aufhänger ist:

Nach einem Jahr im Parlament: Was bleibt übrig vom Piratenhype?

Wir möchten Sie und Euch dazu auffordern, uns Fragen, Thesen und Meinungen zu senden, auf die unsere Piratenforscher im Podcast reagieren können. Alle Antworten bitte bis morgen (19.09.2012) früh um 10 Uhr als Kommentar hier im Blog, auf Facebook, Twitter oder an homepage@demokratie-goettingen.de

Mit besten Grüßen,

Das Podcast-Team

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Utopien des Privaten

Tobias Neef | 9. Juli 2012

[debattiert]: Tobias Neef über die Generation der Achtziger und das Ende der Utopien. Eine Replik auf David Bebwnoski.

David Bebnowski beschreibt in seinem Blogartikel vom 3. April 2012 treffend die in den achtziger Jahren geborene Generation als eine postpolitische Generation, die im Klima der Utopielosigkeit aufgewachsen sei. Seine Ausführungen lassen sich indes noch durch eine weitere Erkenntnis ergänzen: Mit dem „Ende der Utopien“ bestellten die Achtziger zugleich das Feld für völlig neue Formen (post-)politischer Aktivität.

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Politikwissenschaft als Ausbildung für Politiker?

Frauke Schulz | 4. Juni 2012

[debattiert]: Frauke Schulz antwortet auf den Kommentar von Julian Kirchherr vom 24.05.2012 auf Zeit online mit dem Titel „Politikwissenschaft ist Mist„.

Lieber Julian,

ganz offensichtlich hast Du das falsche Fach studiert oder genauer: Du hast Dein Studium mit völlig falschen Erwartungen begonnen.

Ich gebe zu, auch ich habe mich in meinem Politikstudium manchmal gefragt, wofür das, was Dozenten mir zu lesen gaben, nützlich sein sollte. Viele Texte sind sperrig formuliert und wirken durch ihre randständigen, kleinteiligen Themen wenig relevant. Das ist ein Problem, das von viel mehr PolitikwissenschaftlerInnen überwunden werden muss. (Vgl. hierzu Lawrence Mead: Reformiert die Politikwissenschaft, in: INDES 0/2011, S. 126).

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Smartphone statt Strickpulli?

Alexander Hensel & Michael Lühmann | 2. November 2011

[debattiert]: Wer und warum sind die Piraten und vor allem: Sind sie die Grünen 2.0? Michael Lühmann und Alex Hensel diskutieren am Kiessee.

Wer die Piratenpartei beobachtet, musste lange geduldig sein. Nach ihrem ersten Hype im Sommer 2009, verschwand die Partei so schnell wie sie gekommen war wieder im parteipolitischen Niemandsland. Hier geben sich für gewöhnlich mediale Missachtung und elektoraler Misserfolg die Hand. Damit scheint seit dem Erfolg der Berliner Piratenpartei nun endlich Schluss, die politikwissenschaftlich bisher zumeist belächelte These einer parlamentarischen Etablierung der Piraten ist erstmals mehr als Seemansgarn. Denn die Piraten entwickeln sich zu einer Art „Grüne 2.0“. Oder? Ist auch das nur wieder Humbug? Denn im Gegensatz zu den Grünen mangelt es den Piraten an allem, was ein erfolgreicher Etablierungsprozess voraussetzen würde. Über dies und mehr diskutieren im Idyll des größten Göttinger Binnenmeers Alex Hensel und Michael Lühmann.

1. Technik ohne Werte?

Ein-Themen-Partei ohne Zukunft?

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