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Frankreich vor den Kommunalwahlen

Teresa Nentwig | 3. März 2020

[analysiert]: Teresa Nentwig über die französischen Parteien vor den Kommunalwahlen am 15. und 22. März 2020

Mit Spannung werden in Frankreich die Kommunalwahlen am 15. und 22. März 2020 erwartet. Obwohl es sich „nur“ um lokale Wahlen handelt – in den knapp 30.000 Kommunen werden die Bürgermeister*innen sowie die Stadt- und Gemeinderät*innen gewählt –, werden die nationalen Parteiführungen die Ergebnisse mit Argusaugen verfolgen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron © Attribution-NonCommercial 2.0 Generic (CC BY-NC 2.0)

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AfD: Mit gestutztem Flügel

Alexander Hensel | 26. Februar 2020

[analysiert]: Alexander Hensel über den Landesparteitag der AfD Baden-Württemberg in Böblingen

AfD-Landesvorsitzende Alice Weidel © Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 DE (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)

An politischer Spannung mangelt es AfD-Parteitagen selten. Dies gilt auch für die AfD Baden-Württemberg, auf deren Sonderparteitag am 15./16. Februar 2020 in Böblingen eine Schicksalsschlacht zwischen pragmatischen und radikalen Kräften erwartet worden war. Infolge des bundespolitischen Bebens, das die thüringer AfD-Abgeordneten mit ihrem Abstimmungsverhalten bei der Wahl des Ministerpräsidenten im Erfurter Landtag ausgelöst hatten, lag auch im Ländle eine innerorganisatorische Landnahme des Netzwerks „Der Flügel“ in der Luft. Jedoch, es kam ganz anders: In den Vorstandswahlen wurden die prominenten Radikalen der Südwest-AfD allesamt düpiert. Zur neuen Vorsitzenden wurde die Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion Alice Weidel gewählt. In der AfD Baden-Württemberg zeigen sich damit für die Phase der Parlamentarisierung typische Entwicklungen – die indes weiteren innerparteilichen Zündstoff bereithalten.

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Der zensierte Bär

Sebastian Belitz | 8. November 2019

[analysiert]: Sebastian Belitz über Chinas Einfluss auf die westliche Popkultur

Kein Visum für den Bären. Quelle: Loren Javier Meeting Winnie the Puuh, by CC BY-NC-ND 2.0

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‚Ausländer‘ raus – aus dem deutschen Sprachgebrauch!

Lino Klevesath | 23. Oktober 2019

[analysiert]: Lino Klevesath über den problematischen Gebrauch exkludierender Begriffe

© Eigene Darstellung

Nach dem Terroranschlag von Halle, der von einem deutschstämmigen überzeugten Neonazi begangen wurde, waren wieder einmal die Appelle zu lesen: Die deutsche Gesellschaft müsse sich gegen „Fremdenfeindlichkeit“ engagieren. So erklärte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Angriffs auf die Synagoge in Sachsen-Anhalt, es dürfe „keinen Platz für Fremdenfeindlichkeit“ geben.[1] Doch wer sind die „Fremden“, denen die Fremdenfeindlichkeit gilt?

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Von Wölfen, Windrädern und Weltuntergang – oder?

Amelie Neumann | 20. Oktober 2019

[analysiert]: Amelie Neumann über die gesellschaftliche Spaltung, die sich in den klimapolitischen Auseinandersetzungen zeigt

 

Vor etwa vier Wochen, am 20. September, fanden in über 500 deutschen Städten von Fridays for Future organisierte Großdemonstrationen für den Klimaschutz statt. In Anbetracht der durch die Klimaproteste in Politik und Gesellschaft angestoßenen Diskussionen, die bis hin zu Mordfantasien an der Klimaaktivistin Greta Thunberg reichen, ist jedoch offensichtlich, dass es mehr als nur Fragen zur konkreten Ausgestaltung der Klimapolitik sind, welche die Gemüter erhitzen. Der zugrunde liegende Konflikt umfasst komplexe gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen.

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Das Leben und Wirken des Kilez More

Stefan Eisen | 21. Juli 2019

[analysiert]: Stefan Eisen über Verschwörungstheorien beim Wiener Rapper Kilez More

Auch Pyramiden treiben manche VerschwörungstheoretikerInnen um.

Verschwörungstheorien haben in den letzten Jahren ihr Nischendasein im Internet hinter sich gelassen und treten nun mehr im öffentlichen Diskurs zu Tage. Nicht zuletzt auf Protesterscheinungen wie den Mahnwachen für Frieden um 2014 oder auf PEGIDA-Demonstrationen wurden und werden unterschiedliche Verschwörungserzählungen verhandelt.[1]

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Krieg und Fliegen. Hundert Jahre nach Versailles

Katharina Trittel | 7. Juli 2019

[analysiert]: Die Versailler Restriktionen und der Symbolwert des Fliegens in der Weimarer Republik. Von Katharina Trittel

1919 war, so lässt sich noch hundert Jahre später konstatieren, ein Schicksalsjahr – auch für die Deutschen. Die „Schmach von Versailles“ – unter dieser Chiffre wurde die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages im Juni des Jahres fortan zum Ausgangs- und Kristallisationspunkt nicht nur politischer Bestrebungen, sondern auch zum Movens, bestimmte Mythen zu aktualisieren mit dem Ziel, als „deutsches Volk“ zurück zu Selbstbewusstsein und Weltgeltung zu gelangen, mithin: das eigene nationale Selbstverständnis wieder mit Potenz zu füllen.[1]

Als Kämpfer für eine „nationale Utopie“ boten sich die Flieger besonders an, da sie gleich mehrere Komponenten zu einem Gefühl verdichteten, das der Historiker Peter Fritzsche treffend als „airmindedness“[2] beschrieben hat: ein Habitus, der Potenz, Fortschritt, das Streben nach Entgrenzung und einen Hauch von Mythos birgt; eine Melange, die sich ganz wesentlich in der auch von Ernst Jünger fantasierten Gestalt eines „neuen Menschen“ wiederfindet. Dieser „neue Mensch“ – kaltblütig, kämpferisch, heroisch und deshalb in der Lage, die „Fesseln von Versailles“ zu sprengen –  kann als „Obsession des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet werden.[3]

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Weniger über das Klima besorgt?

Klaudia Hanisch | 7. Juni 2019

[analysiert]: Klaudia Hanisch über polnische Jugendliche bei den Europawahlen im Kontext des europäischen Ost-West-Gefälles

Foto: Michał Maciąg/Greenpeace

 

Noch ist unklar, wie stark die durch Rezo mobilisierte Kraft von mehr als neunzig YouTubern die Jugend tatsächlich zu den Wahlurnen bewegen konnte. Doch spricht vieles dafür, dass die starke Konjunktur des Themas Umwelt erst kurz vor der Europawahl das Pendel umschlagen ließ und so zusätzlich WählerInnen mobilisieren konnte. Erst die Erfahrungen der Demonstrationen von Fridays for Future vom Frühjahr, die in vielen Mittelschicht-Familien breit besprochen wurden, sowie das Phänomen des besagten YouTube-Videos haben das Gesamtergebnis der Grünen von 20,5 Prozent, vor allem jedoch die erreichten 31 Prozent in der Altersgruppe von 19–29 Jahren, möglich gemacht.[1] Auch in Osteutschland konnten die Grünen bei der Jugend, die sich an der Wahl beteiligt hat, das beste Ergebnis aller Parteien einfahren – wenn auch ein im Vergleich schwächeres als in den alten Bundesländern und dicht gefolgt von der AfD. Die Jugendlichen im Osten Deutschlands haben weniger häufig rechts gewählt als die älteren Jahrgänge, auch wenn sich ebenfalls bei der jüngsten Wählergruppe im starken Abschneiden der AfD ein gewisses Ost-West-Gefälle widerspiegelt.

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Lesben sind (nicht) unsichtbar – sie werden dazu gemacht

[analysiert]: Pauline Höhlich und Annemieke Munderloh über lesbische (Un-)Sichtbarkeit in Deutschland

Lesbische Pride Flag

 

„Sitzen zwei Homosexuelle im Flugzeug. Sagt die eine zur anderen: «Bestimmt haben sich jetzt alle zwei Schwule vorgestellt».”[1]

Na, haben Sie auch an zwei Männer* gedacht?

Dieser (Anti)Witz macht ein Problem deutlich, mit dem sich homosexuelle Frauen* tagtäglich konfrontiert sehen. Denn die von ihnen erfahrene Diskriminierung nimmt andere Formen an als die, unter der homosexuelle Männer* nach wie vor leiden: Während letztere zwar in der öffentlichen Wahrnehmung vermeintlich stets sichtbarer waren – mit all den negativen, aber auch positiven Folgen, die daraus entstehen –, schaute man über homosexuelle Frauen* lange Zeit schlicht hinweg.

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Feminismus und Empowerment in der Mode. Bemächtigung statt Ermächtigung.

Pauline Höhlich | 31. März 2019

[analysiert]: Pauline Höhlich über feministische Statements auf Modeartikeln

Was vor noch gar nicht allzu langer Zeit undenkbar gewesen wäre, ist seit wenigen Jahren tatsächlich Realität: Feminismus ist wortwörtlich in Mode. Feministische Statements sind nun auch irgendwie modische Statements – oder umgekehrt – und lassen sich ganz einfach und für jedermann bzw. -frau sichtbar miteinander kombinieren. So lautete die Kampagne von Dior bereits im Frühling-Sommer 2017 „We Should All Be Feminists“. Teil dieser Kollektion ist ein schlichtes weißes T-Shirt mit ebendieser Aufschrift. Es ist an den Titel des populären Essays der nigerianischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie[1] aus dem Jahr 2014 angelehnt, deren Überzeugungen die verantwortliche Designerin Maria Grazia Chiuri laut Modelabel teilt. Die gesamte Kollektion sei für engagierte Frauen entworfen.[2] In diesem Sinne wird der bedruckte Baumwollstoff, wie es in der Modebranche nun einmal üblich ist, von überaus jungen und mageren Models präsentiert und von der Luxusmarke für 550 Euro verkauft.[3]

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