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(Meinungs-)Klima auf Twitter

Mira Boler | 29. November 2019

[gastbeitrag]: Mira Boler analysiert die Polarisierung der Twitterdebatte während des Klimastreiks 2019

Plakat beim globalen Klimastreik, 20.9.2019 in Berlin, Foto: Pauline Höhlich

Durch ihre wöchentlichen Demonstrationen und starke Präsenz der Fridays for Future-Bewegung in den Medien erzeugte das Thema Klimawandel in diesem Jahr viel Echo – darunter Zustimmung und Gegenwind.

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„Da flog die Kuh“ – wenn auch nicht sehr weit.

Anna Carola König | 27. November 2019

[kommentiert]: Anna König mit einigen Nachgedanken zur Tagung Linke Militanz – Phänomen, Grundlagen, pädagogische Praxis

Der Tagungsort Bamberg.

Im pittoresken Städtchen Bamberg fand vom 13.–14. November die Tagung „Linke Militanz –Phänomen, Grundlagen, pädagogische Praxis“ statt, veranstaltet von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Kooperation mit der Bundesfachstelle Linke Militanz. Sie stellte den Versuch dar, sich dem Phänomen aus verschiedenen Perspektiven zu nähern.

In den zwei Veranstaltungstagen trafen verschiedene Akteure aufeinander, die jeweils aus verschiedenen Perspektiven auf das Phänomen Linker Militanz blickten und dabei durchaus auch unterschiedliche Motive verfolgten.

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Die Liebe im Herbst

Pauline Höhlich | 14. November 2019

[crosspost]: Pauline Höhlich war für Litlog bei der Literaturherbst-Veranstaltung von Eva Illouz und hat darüber berichtet

In Göttingen wurde nicht nur der diesjährige Literaturherbst zum insgesamt 28. Mal eingeläutet – wie sich bereits am Titel des Literaturfestivals ablesen lässt, findet es traditionellerweise zu Beginn des Herbstes statt. Das Fest der aktuellen Gegenwartsliteratur ist schon wieder vorbei, nicht jedoch die dunkle Jahreszeit. Mit den sanft herunterfallenden bunten Blättern und dem nassen, kalten, oftmals ungemütlichen Wetter hat die sogenannte Cuffing Season gerade erst begonnen.

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Der zensierte Bär

Sebastian Belitz | 8. November 2019

[analysiert]: Sebastian Belitz über Chinas Einfluss auf die westliche Popkultur

Kein Visum für den Bären. Quelle: Loren Javier Meeting Winnie the Puuh, by CC BY-NC-ND 2.0

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Nach der Volkspartei ist vor der Volkspartei – Diskussionsrunde mit Thomas de Maizière

Anne-Kathrin Meinhardt; Mareike Misselhorn | 28. Oktober 2019

[kommentiert]: Anne-Kathrin Meinhardt und Mareike Misselhorn über Thomas de Maizières Innenansichten der Politik

Thomas de Maizière (links) mit dem Göttinger Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (beide CDU).

Sind Volksparteien noch zeitgemäß? Arbeiten die deutschen Volksparteien zu rückschrittlich? Wie können sie sich wandeln, um wieder mehrheitsfähig zu werden? Um diese Fragen zu diskutieren, kam Thomas de Maizière (CDU) am 21.10.2019 ins Institut für Demokratieforschung.

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‚Ausländer‘ raus – aus dem deutschen Sprachgebrauch!

Lino Klevesath | 23. Oktober 2019

[analysiert]: Lino Klevesath über den problematischen Gebrauch exkludierender Begriffe

© Eigene Darstellung

Nach dem Terroranschlag von Halle, der von einem deutschstämmigen überzeugten Neonazi begangen wurde, waren wieder einmal die Appelle zu lesen: Die deutsche Gesellschaft müsse sich gegen „Fremdenfeindlichkeit“ engagieren. So erklärte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Angriffs auf die Synagoge in Sachsen-Anhalt, es dürfe „keinen Platz für Fremdenfeindlichkeit“ geben.[1] Doch wer sind die „Fremden“, denen die Fremdenfeindlichkeit gilt?

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Von Wölfen, Windrädern und Weltuntergang – oder?

Amelie Neumann | 20. Oktober 2019

[analysiert]: Amelie Neumann über die gesellschaftliche Spaltung, die sich in den klimapolitischen Auseinandersetzungen zeigt

 

Vor etwa vier Wochen, am 20. September, fanden in über 500 deutschen Städten von Fridays for Future organisierte Großdemonstrationen für den Klimaschutz statt. In Anbetracht der durch die Klimaproteste in Politik und Gesellschaft angestoßenen Diskussionen, die bis hin zu Mordfantasien an der Klimaaktivistin Greta Thunberg reichen, ist jedoch offensichtlich, dass es mehr als nur Fragen zur konkreten Ausgestaltung der Klimapolitik sind, welche die Gemüter erhitzen. Der zugrunde liegende Konflikt umfasst komplexe gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen.

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Populismus und Extremismus in Theorie und Praxis

Teresa Nentwig | 1. Oktober 2019

[präsentiert]: Teresa Nentwig über die Tagung „Populismus und Extremismus“ vom 24. bis zum 26. September 2019 im Kloster Banz

Der Tagungsort, das Kloster Banz im fränkischen Bad Staffelstein

Tag für Tag tauchen die Begriffe „Populismus“ und „Extremismus“ in den Medien auf. Sie prägen derzeit auch die wissenschaftliche Debatte in der Politikwissenschaft. Sowohl um die Terminologie als auch um die Praxis ging es Ende September 2019 bei der Expertentagung „Populismus und Extremismus“, die die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung in Zusammenarbeit mit Eckhard Jesse und Tom Mannewitz veranstaltet hat.

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Halbherzige Universitätsideale

Julian Schenke | 24. September 2019

[kommentiert]: Julian Schenke über das verdruckste Standesinteresse akademischer Traditionsnostalgie

Bologna Skyline

Die Universität Göttingen steckt in der Krise. Nicht nur muss sie weiterhin das „Cluster-Debakel“[1] von 2017/18 verarbeiten, auch war nach dem gescheiterten Besetzungsverfahren des designierten Universitätspräsidenten Sascha Spoun die Führungsebene der Georgia Augusta deutlich beschädigt. Kurz nach Spouns Rückzug aus einem heftig kritisierten Besetzungsverfahren[2] gab der Stiftungsratsvorsitzende Wilhelm Krull den Rücktrittsforderungen von 49 Professoren[3] und fünf Senatoren nach.[4]

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INDES 1-2019: 1989

Michael Lühmann & Matthias Micus | 2. September 2019

[präsentiert]: Heft 1-2019 von INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft zum Thema 1989.

Als am 9. Oktober 1989 auf den Straßen Leipzigs der Ruf »Wir sind das Volk« erschallte, konnte kaum jemand ahnen, dass damit eine Zäsur von weltpolitischer Bedeutung einen ihrer Ausgänge nahm. Was als Selbstermächtigung der DDR-Bürger gegenüber der Staatsmacht begann, endete im Zusammenbruch der Blockkonfrontation, die so fest gefügte Nachkriegsordnung implodierte, teils wurde sogar schon – wenngleich, wie sich zeigen sollte, vorschnell – das Ende der Geschichte ausgerufen.

Heute, dreißig Jahre später, scheint zwar noch immer sicher, dass sich in 1989 das Ereignis und die Wahrnehmung eines tiefen Einschnitts in der Geschichte in Deckung bringen lassen. Gleichwohl weisen nicht wenige der vorliegenden Beiträge in der aktuellen Ausgabe der INDES darauf hin, dass auch drei Dekaden nach 1989 noch unterhalb des Bruchs Kontinuitäten fortwirken, die eine Befragung des Zäsurcharakters von 1989 notwendig erscheinen lassen.

Zunächst: Der Glaube an einen unwiderruflichen Schritt voran in der Menschheitsgeschichte, die Hoffnungen, die mit dem Ende der Blockkonfrontation einhergingen, sie haben sich weltweit längst deutlich abgekühlt. Ein neu-alter Kalter Krieg wird gleichermaßen proklamiert wie die Rückkehr des Autoritarismus. Erst recht hat sich kein Zeitalter von Frieden, Humanismus und allgegenwärtiger Demokratie in der Nachfolge einer Epoche von Krieg, Konflikt und Unfreiheit segensreich entfaltet. Beinahe im Gegenteil – zeigte sich doch nun, dass der Außendruck der weltumspannenden Systemgegnerschaft innerhalb der jeweiligen Blöcke spannungsmindernd gewirkt hatte, wohingegen der Wegfall der kommunistischen Herrschaftsalternative separatistische Bestrebungen begünstigte und in zahlreichen Nationalitätenkonflikten resultierte.

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