Logo Göttinger Institut für Demokratieforschung
Blog rss facebook Twitter

Kinderdemokratie: Was denken Kinder über den Bürgermeister?

Yvonne Blöcker | 29. Juni 2016

[analysiert]: Yvonne Blöcker über das Politikbild von Kindern am Beispiel von Benjamin Blümchen.

Unterschiedliche Publikationen haben gezeigt, dass Kinder politische und demokratische Inhalte wie auch Institutionen wahrnehmen.[1] Hierbei spielen Sozialisationsinstanzen wie z.B. die Medien eine Rolle. So hat etwa Gerhard Strohmeier festgestellt, dass auch Hörspielsendungen wie „Benjamin Blümchen“ oder „Bibi Blocksberg“ politische Inhalte vermitteln.[2] Gerade der Neustädter Bürgermeister personifiziert die Politikseite in diesen Sendungen – wobei ihm negative Attribute zuzuschreiben sind: So tritt er immer wieder korrupt, verantwortungslos, unorganisiert und egoistisch auf, umgeht demokratische Instanzen und trifft seine Entscheidungen autokratisch. Dieser Umstand veranlasste das Forschungsprojekt „Göttinger Kinderdemokratie“ (2011–2014), einen Blick darauf zu werfen, wie Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter den Ausschnitt einer Hörspielfolge von „Benjamin Blümchen“ reflektieren, in der v.a. der Bürgermeister gemäß obiger Beschreibung auftritt.

weiter lesen

Die longue durée des Osteraufstands

Insa Rohmeier | 27. Juni 2016

[analysiert]: Insa Rohmeier über die Ergebnisse der Irish General Election 2016

Nun ist sie also da. Fast drei Monate lang ist in Irland, im Anschluss an die Wahlen im Februar 2016, über eine Regierung verhandelt worden. Vordergründig hat sich wenig verändert, auch weiterhin regiert Enda Kenny als Ministerpräsident. Und doch hat sich Vieles verschoben seit dessen Amtsantritt im März 2011. Denn es sind ausgerechnet zwei unnachgiebige Gegner, die sich nach langer Zeit gegenseitiger Ablehnung politisch angenähert haben und nun die Regierung stützen.

weiter lesen

US-Wahl2016: Aufstieg der Außenseiter

Alex Hensel | 24. Juni 2016

Banner 04-2016 USA-Reihe[präsentiert]: Chris Cooper über die Dominanz von politischen Außenseitern im US-Wahlkampf

Der aktuelle US-Wahlkampf überraschte durch den unerwarteten Aufstieg politsicher Außenseiter: Bernie Sanders und Donald Trump gelang es jeweils, beachtliche Erfolge gegen das politsche Establishment ihrer eigenen Parteien zu feiern. Chris Cooper, Wahlkampfstratege von Bernie Sanders, analysiert im Video die Ursachen für den Erfolg populistischer Politik in den USA und berichtet aus seinen praktischen Erfahrungen aus dem Wahlkampf. Cooper hat gestern den vorerst letzten Vortrag in unserer Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2016 gehalten.

Video: Robert Müller-Stahl, Christoph Hoeft und Alex Hensel

weiter lesen

Brexit: Tories und Labour im Spagat

Michael Freckmann | 21. Juni 2016

[analysiert]: Michael Freckmann über die Situation der britischen Parteien zum EU-Referendum

Großbritannien stimmt am 23. Juni über seinen Verbleib in der Europäischen Union ab. Generell gilt: Die Beziehungen zwischen dem Vereinigtem Königreich und den europäischen Institutionen sind seit jeher kompliziert, die Skepsis vieler Briten gegenüber der EU ist historisch tief verwurzelt. Die aktuelle Debatte über den Brexit reißt alte, komplexe Konfliktlinien auf und offenbart einen tiefen Riss durch das Land, der zwischen den gesellschaftlichen Schichten sowie quer durch die Parteien verläuft. Besonders letztere stehen zunehmend unter Druck.

weiter lesen

House of Cards: „Amerika, ich fange gerade erst an!“

Uwe Oehm | 17. Juni 2016

Banner_Blog_Politikserien

[Gastbeitrag]: Uwe Oehm entdeckt das „postdemokratische Paradoxon“ und die produktive Scheinwelt des Frank Underwood in „House of Cards“

Es ist bereits die fünfte TV-Präsidentschaftsdebatte der US-Republikaner. Offiziell stehen sich bei dem erneuten Schlagabtausch nur noch neun Kandidaten der Grand Old Party auf der Fernsehbühne gegenüber. Doch ein weiterer Kandidat hat seinen Auftritt bereits im Vorfeld über den Kurznachrichtendienst Twitter ankündigen lassen und drängt nun während der Werbepause in die große Wahlkampfinszenierung: „Amerika, ich fange gerade erst an!“ Vor der ikonischen Kulisse des Oval Office spricht der fiktive US-Politiker Frank Underwood, alias Kevin Spacey. In vertrauter Wahlwerbespot-Ästhetik kündigt die Streaming-Plattform Netflix mit jenem halbminütigen Teaser die Premiere der vierten Staffel ihrer Erfolgsserie „House of Cards“ an.[1]

weiter lesen

Rechtskonservatismus: Heimweh nach dem Vergangenen

Florian Finkbeiner | 13. Juni 2016

[analysiert] Florian Finkbeiner über die historischen Wurzeln des Rechtskonservatismus und dessen aktuelle Relevanz

Die Verwunderung über den Aufstieg der AfD hält an. Politiker verschiedener Parteien blicken ratlos auf die eklatanten Erfolge der Rechtspopulisten, Parteistrategen analysieren angestrengt Motive und Antriebe der AfD-Wähler und suchen händeringend nach politischen Antworten auf den aktuellen Erfolg des Rechtskonservatismus. Um zu verstehen, womit wir es aktuell zu tun haben, bedarf es jedoch zunächst eines Blicks in die Geschichte – speziell in die wandlungsreiche Entwicklung des politischen Konservatismus. Dieser hat seit seiner Krise in den 1970er Jahren eine Entwicklung eingeschlagen, welche nun, rund fünfzig Jahre später, an politischer Motivationskraft gewinnt.

weiter lesen

US-Wahl16: Die Zukunft der transatlantischen Beziehungen

Alex Hensel | 10. Juni 2016

Banner 04-2016 USA-Reihe

[präsentiert]: Interview mit Jackson Janes über die Bedeutung der US-Wahlen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen.

Der Aufstieg von Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner lässt viele Europäer ratlos zurück. Dabei spielen sich aus amerikanischer Sicht ganz ähnliche Entwicklungen in Europa ab. Jackson Janes, Präsident des American Institut for Contemporary German Studies der Johns Hopkins University in Washington D.C., skizziert im Interview den amerikanischen Blick auf Deutschland und Europa und die Bedeutung der US-Wahlen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Janes hat am 08.06.2016 den vierten Vortrag in unserer Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2016 gehalten.


Video: Robert Mueller-Stahl und Alex Hensel

weiter lesen

1979: Die Opposition übernimmt die Villa Hammerschmidt

Franz Walter | 9. Juni 2016

[analysiert]: Franz Walter über den Kampf um das Bundespräsidentenamt im Ausgang der sozial-liberalen Koalition

Im Jahr 1979 bereitete es den Sozialdemokraten, die mit Helmut Schmidt seinerzeit den Bundeskanzler stellten, einigen Kummer, dass in eben diesem Jahr die Weichen für einen Machtwechsel nach rechts, in Richtung des dezidiert konservativen Flügels der Christlichen Union umgelegt werden könnten. Schließlich ernannten CDU und CSU Franz Josef Strauß zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten. Und für das Amt des Bundespräsidenten nominierten die beiden C-Parteien Karl Carstens. Nun wäre die Übernahme des Bundespräsidentenamtes ein Jahr vor den Bundestagswahlen, erstmals in der Geschichte der Republik aus der Opposition heraus, fürwahr ein symbolischer Markstein der machtpolitischen Verschiebung gewesen.

weiter lesen

Fußballstadien: Ambivalenz der Masse

Alexander Voss | 8. Juni 2016

Banner: Orte der Demokratie

[analysiert]: Alexander Voß über das Stadion als Ort der Demokratie.

Denkt man an einen „Ort der Demokratie“, fällt so manchem die Wiese vor dem Reichstagsgebäude ein. Vieles, was man sonst nur im Fernsehprogramm sieht – die Politik, die Regierung, die Macht –, liegt hier frei und offen vor dem Bürger. Der Himmel ist blau, das Gras grün, die Kuppel glänzt in der Sonne und wehende Deutschland- und Europa-Flaggen runden die Szenerie ab. Kurzum: Alles sehr bunt und schön hier.

weiter lesen

US-Wahl2016: Gesellschaftliche Polarisierung

Alex Hensel | 2. Juni 2016

Banner 04-2016 USA-Reihe

[präsentiert]: Interview mit Lilliana Mason über gesellschaftliche Polarisierung in den USA und den Präsidentschaftswahlkampf 2016

Die gesellschaftliche Polarisierung in den USA nimmt zu. Politisch trennen Demokraten und Republikaner oftmals Welten, doch auch sozialkulturell treiben die Lager auseinander: Republikaner wohnen in anderen Vierteln, interessieren sich für andere Sportarten und kaufen andere Autos und Limonaden als Demokraten. Dies verändert nicht nur die sozialen Identitäten in den jeweilgen Lagern, sondern verschiebt auch die Bedingungen für Wahlen und Politik. Lilliana Mason, Professorin an der University of Maryland, erklärt im Interview mit Dr. Torben Lütjen die Entwicklung und Ursachen dieser Entwicklung und die Folgen für den laufenden US-Wahlkampf. Mason hat am 02.06.2016 den dritten Vortrag in unserer  Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2016 gehalten, im Video fasst sie ihre Forschungsergebnisse knapp zusammen.

Video: Robert Müller-Stahl, Christoph Hoeft und Alex Hensel

weiter lesen

Ältere Einträge