Die Wahl ist vorüber, der Sieger heißt Rot-Grün. Doch steht damit auch auf Bundesebene eine solche Konstellation bevor? Inwieweit ist der Parlamentseinzug der FDP wichtig? Und was ist eigentlich das Problematische am Politikstil von Hannelore Kraft, aber auch Angela Merkel? Darüber Franz Walter in Interviews und Kommentaren:
„Minderheitsregierungen – Chance oder Gefahr für den Parlamentarismus?“ fragt die Radiosendung „Unter der Lupe“ in ihrer Mai-Ausgabe. Unter anderem analysiert darin Dr. Stephan Klecha, warum Minderheitsregierungen teilweise auch als Sprungbrett sowohl für Parteien als auch für den Politiker selbst angesehen werden können. Reinhard Höppner weiß hingegen aus eigener Erfahrung, welche Kniffe bei einer Minderheitsregierung zu beachten sind, und lässt seine Zeit als Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt Revue passieren. In der „lokalen Perspektive“ wird diesmal außerdem ein Blick nach Paderborn geworfen, wo gerade, wie im gesamten Nordrhein-Westfalen, Wahlkampf ist. Während Hannelore Krafts Minderheitsregierung erst nach zwei Jahren gescheitert ist, hat Andrea Ypsilanti ihre angestrebte Minderheitsregierung in Hessen vor drei Jahren nie in die Tat umsetzen können. Was sie heute macht? Wir haben sie „wiederentdeckt“. Schlussendlich wird in „frisch geforscht“ erklärt, warum Minderheitsregierungen in Schweden weit akzeptierter sind als in Deutschland. Die Sendetermine:
Die Universitätsstadt Göttingen wirkte wie ein Magnet auf die großen Köpfe des 20. Jahrhunderts. In diesem Band erzählen gute zwei Dutzend biographische Essays lebendig und anschaulich über all jene Historiker, Naturwissenschaftler, Philosophen, Juristen, Politiker und Aktivisten, die im vergangenen Jahrhundert mit Göttingen verbunden waren und die über ihre genuine wissenschaftliche Leistung hinaus Einfluss auf die politische Kultur unseres Landes nahmen.
Am Montag, 7. Mai, findet um 19 Uhr eine Lesung von Olaf Sundermeyer aus seinem Buch “Tor zum Osten” statt. Zum zweiten Mal kooperiert das Institut für Demokratieforschung dabei mit dem Göttinger Werkstatt Verlag. Der Autor wird einige Stellen aus seinem Buch vortragen und zudem von seiner Reise durch die EM-Länder dieses Jahres berichten. Im Anschluss besteht Raum für Fragen und Diskussionen. Die Veranstaltung wird von Lars Geiges moderiert. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
07.05.2012, 19 Uhr im ZHG 101, Platz der Göttinger Sieben
Vor der EM 2012 in Polen und der Ukraine begibt sich Autor Olaf Sundermeyer auf eine Reise durch das Tor zum Osten nach Polen und Russland sowie in die Ukraine. Über die Fußballkultur dieser Länder ist bei uns außer Vorurteilen bisher nur wenig bekannt. Sundermeyer berichtet von seinen Reisen in unterhaltsamen Episoden: In Polen interviewt er Hooligans, trifft käufliche Trainer und angetrunkene Verbandsfunktionäre, aber auch den Politiker Donald Tusk, der sich gegen Klüngel und Gewalt im Fußball stellt.
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In diesen Tagen erscheint die neue, die zweite Ausgabe von INDES – Zeitschrift für Politik und Gesellschaft. Nachdem wir im Herbst 2011 das erste Heft unseres neuen Periodikums präsentieren konnten, stehen dieses Mal „Parteien und Bürgerwut“ im Zentrum der Analyse. Das Jahr 2011 gilt weithin als das Jahr eines revitalisierten gesellschaftlichen Protests. Was daran ist neu? Welche Substanz besitzt die Zuschreibung vom „Wutbürger“? Haben wir es bei den Kundgebungen und Demonstrationen mit allein temporären Events oder doch mit einem langfristig andauernden Bürgereigensinn zu tun? Und wie verträgt sich das partizipatorische Postulat mit der Idee von Repräsentanz? Lässt sich die Vertrauens- und Zustimmungskrise repräsentativer Institutionen direktdemokratisch auflösen?
Weitere Informationen zur aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Blog und auf der Homepage von INDES. Hier können Sie einzelne Texte vorablesen und sich einen Überblick über die neue Ausgabe verschaffen. Natürlich steht die erste Ausgabe nach wie vor auch zum Download bereit.
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Am 12. April um 19 Uhr findet in der Bibliothek des Instituts für Demokratieforschung eine Lesung von Dr. Robert Lorenz aus seiner preisgekrönten Dissertation “Protest der Physiker. Die >>Göttinger Erklärung<< von 1957” statt. Im Anschluss an die Lesung steht der Autor für Fragen und zur Diskussion bereit.
In unserem Blog gibt er einen Vorgeschmack auf das Thema: Gefährliche Experten – die Göttinger Achtzehn.
Im Frühjahr 1957 bedienten sich 18 Kernphysiker einer uralten Methode, Politik zu machen. Sie verfassten ein politisches Manifest: die »Göttinger Erklärung«, mit der sie zu Ikonen der friedensbewegten Anti-Atomwaffenproteste avancierten.
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Was können die etablierten Parteien aus dem Erfolg der Piratenpartei lernen? Was hat das Internet überhaupt für eine Bedeutung für die Parteien, für die Bürger und politische Ereignisse wie den Arabischen Frühling? ”Politik und Internet” ist das Thema der aktuellen Sendung von “Unter der Lupe”, in der Prof. Christoph Bieber unter anderem auf den Wandel des Wahlkampfes durch das Internets eingehen wird und der Chaos-Computer-Club seine Arbeit Revue passieren lässt. “Wiederentdeckt” wird zudem Otto Schily, der einst gegen den Cyberkrieg mobilmachte. Im wohl größten Dorf im Internet, dem sozialen Netzwerk Facebook, sind wir in der “lokalen Perspektive” zu Gast, während in “Wissen in vier Minuten” die Gruppierung Anonymous erklärt wird. Zu guter Letzt wird in “Frisch geforscht” ein interessantes Forschungsprojekt über das Thema der Zeit – die Piratenpartei – vorgestellt. Die Sendetermine:Am vergangenen Wochenende ist die Piratenpartei mit 7,4 Prozent in den saarländischen Landtag gewählt worden. Die Piraten scheinen damit ihren Etablierungskurs weiter fortzusetzen und sich zunehmend zum parlamentarischen Akteur zu entwickeln. Um diese Frage sowie um die organisatorische und programmatische Entwicklung der Piratenpartei geht es in dem von der Otto-Brenner-Stiftung geförderten Projekt “Die Piratenpartei. Eintagsfliege oder strukturelle Erweiterung des Parteienspektrums?”. Die Projektmitarbeiter Dr. Stephan Klecha und Alexander Hensel haben den aktuellen Erfolg der Piratenpartei in verschiedenen Medien kommentiert:
“Der Bundespräsident – Geschichte und Wirkung des höchsten Amtes in der Bundesrepublik” – unter diesem Titel steht die neue Ausgabe unserer Radiosendung Unter der Lupe. Neben einer Analyse mit Franz Walter über die Stärken der bisherigen Bundespräsidenten sprechen wir im Interview mit Lukrezia Jochimsen, der einstigen Präsidentschaftskandidatin der Linken, über das Zustandekommen ihrer eigenen Kandidatur im Jahr 2010. Während in Wiederentdeckt der Blick auf vier der fünf noch lebenden ehemaligen Staatsoberhäupter gelenkt wird, begeben wir uns in der lokalen Perspektive nach Bad Krozingen, wo Altbundespräsident Walter Scheel seit 2009 wohnt. Zu guter Letzt wird in Frisch geforscht die neue Ausgabe von INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft vorgestellt, die sich mit dem Thema Parteien und Bürgerwut beschäftigt.
Die Sendetermine (jeweils in den Lokalradios):
Von 21. Bis 23. Februar fand in der Grundschule Himbergen das Kinderdemokratieplanspiel des Göttinger Instituts für Demokratieforschung statt. Im Rahmen des von der Friede Springer Stiftung geförderten Projektes spielte eine Klasse ein kommunalpolitisches Planspiel rund um das Thema “Eine neue Straße für Felddorf?” (Infos zum Szenario). Die 15 Mädchen und Jungen suchten in ihrer Rolle als Felddorfer Politiker und Politikerinnen zwei Tage lang nach einer Lösung und präsentierten diese am Ende den “echten” lokalen Politikerinnen und Politikern und ihren Eltern. Für ihr Engagement wurden sie mit einem Demokratie-Diplom ausgezeichnet.
Eindrücke und Informationen zur Veranstaltung in Himbergen finden Sie hier, das Projekt wird hier genauer erklärt. Zudem erläutert Johanna Klatt in unserem Blog die wichtige Rolle früher demokratiepädagogischer Bildung.
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