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Aktuelles

Ausschreibung: Juniorprofessur für Demokratieforschung
29. März 2017

Am Göttinger Institut für Demokratieforschung ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Juniorprofessur für Demokratieforschung mit Schwerpunkten in der Parteien- und Politischen Kulturforschung (BesGr. W1 NBesO) für zunächst 3 Jahre (Verlängerung um weitere 3 Jahre möglich) zu besetzen.

Alle weiteren Informationen finden sich in der Ausschreibung (Download als PDF-Datei).

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Frisch gedruckt: Bürgerproteste in Zeiten der Energiewende
8. März 2017

Die Energiewende polarisiert: Einerseits gilt sie als nachhaltiges Prestigeprojekt, andererseits ist sie in höchstem Maße umkämpft. Insbesondere die lokale Umsetzung der Energiewende provoziert Konflikte und Widerspruch. Egal, ob es sich um den Ausbau des Stromnetzes oder die Errichtung von Windkraftanlagen handelt: Kaum eine Maßnahme kann ohne massive Proteste dagegen umgesetzt werden.

Anhand von vier lokalen Fallstudien versucht dieser Band, die Konflikte umfassender zu verstehen. Dabei werden nicht nur die protestierenden Bürgerinitiativen analysiert, sondern auch die Perspektiven der durchführenden Unternehmen und von Politik und Verwaltungen berücksichtigt. Ferner kommt die lokale Bevölkerung, die sich nicht an den Protesten beteiligt, zu Wort.

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Neue INDES-Ausgabe: 100 Jahre Links
24. Februar 2017

Im Frühjahr 1917 gründete sich die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD). Derlei Spaltungen innerhalb der Arbeiterbewegung beendeten den stetigen Wachstums- und Konzentrationsprozess der vorangegangenen Jahrzehnte. Die INDES nimmt dieses Ereignis und sein hundertjähriges Jubiläum zum Anlass, sich mit der Linken insgesamt zu befassen: mit ihrer Gegenwart und Geschichte, von der Endphase des Kaiserreiches über die Zwischenkriegszeit bis in unser frühes 21. Jahrhundert hinein – in Deutschland wie auch darüber hinaus.

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Druckfrisch: Steinmeier-Biografie
24. Januar 2017

Frank-Walter Steinmeier, heute der beliebteste deutsche Politiker, galt stets als hochseriöser, aber auch ein wenig farbloser Vertreter der politischen Klasse, als „graue Eminenz“, als Mann der Verwaltung. Plötzlich jedoch sehen nicht wenige in ihm einen Garanten demokratischer Stabilität: den Gegenspieler aller Populisten, eine moralisch-politische Orientierungsmarke in Zeiten des globalen Umbruchs.

Torben Lütjen und Lars Geiges haben nicht nur Frank-Walter Steinmeiers politischen Weg, sondern auch die gesellschaftlichen Umwälzungen der vergangenen Jahre beobachtet. Ihr Band zeichnet Steinmeiers ungewöhnliche Laufbahn nach. Kann seine unaufgeregte Art tatsächlich ein Gegengift sein für die populistische Welle, die derzeit durch die westlichen Demokratien rollt?

Das Buch über eine ungewöhnliche Biografie und über den Zustand unserer Republik ist soeben im Herder Verlag erschienen. Mehr zum Buch

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Neue Studie: Die Berliner Senatsverwaltung und die Pädosexualität
2. Dezember 2016

In einem von der Berliner Senatsverwaltung finanzierten Kurzprojekt haben wir uns mit einem Projekt beschäftigt, das Ende der 1960er bzw. zu Beginn der 1970er Jahre von dem Diplompsychologen Helmut Kentler durchgeführt worden war: Mit Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Familie, Jugend und Sport soll er bei mehreren Hausmeistern, die wegen sexueller Kontakte mit Minderjährigen vorbestraft waren, Pflegestellen eingerichtet und dort Jungen untergebracht haben. Zum anderen haben wir uns im Rahmen des Projekts mit der sogenannten Adressenliste zur schwulen, lesbischen & pädophilen Emanzipation auseinandergesetzt, die die Senatsverwaltung für Jugend und Familie noch im Jahr 1991 finanziell unterstützt hat. In diese Liste waren auch Gruppen aufgenommen worden, die sich für die Interessen von Pädosexuellen eingesetzt haben.

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Neue Forschungsstelle zur Demokratiefeindlichkeit
1. Dezember 2016

Das Göttinger Institut für Demokratieforschung an der Georg-August-Universität ist mit der wissenschaftlichen Umsetzung der „Dokumentations- und Forschungsstelle zur Analyse und Bewertung von Demokratiefeindlichkeit und politischer Gewaltbereitschaft in Niedersachsen“ beauftragt worden. Ab November 2016 beschäftigt sich das Institut unter der Leitung von Prof. Franz Walter in diesem Rahmen mit der wissenschaftlichen Erforschung, der Lehre, der Vermittlung und der politischen Bildung hinsichtlich demokratiefeindlicher Gesellschaftsphänomene. Hervorzuheben ist die völlige formale Eigenständigkeit der Forschungsstelle und die uneingeschränkte Geltung des Prinzips der Forschungsfreiheit. Zur wissenschaftlichen Analyse und Bewertung wird der Forschungsstelle offen zugängliches Material (Zeitschriften, Medienaufzeichnungen, Publikationen und weitere Quellen) verfassungsfeindlicher Organisationen und Parteien aus den Bereichen Rechtsextremismus, Islamismus/Salafismus und Linksextremismus vom niedersächsischen Verfassungsschutz bereitgestellt. Das wissenschaftliche Archiv ist an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) angesiedelt, da diese bereits verwandte Infrastrukturen und informationstechnische Expertise besitzt. Darüber hinaus ist es dem Institut für Demokratieforschung ein Anliegen, neue Quellen, Ansätze, Begrifflichkeiten in Theorie und Praxis zu ermitteln und zur Diskussion zu stellen.  Dabei wird auch die Rolle des Verfassungsschutzes im Forschungsprozess kritisch-reflexiv betrachtet. Die Arbeit der Forschungsstelle am Institut für Demokratieforschung wird in den nächsten Jahren ergänzt durch die Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen.

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Neue INDES-Ausgabe: Nonkonformismus
1. November 2016

Nonkonformismus war einst der Schrecken der bürgerlichen Gesellschaft, doch mittlerweile gilt er als positives Gut. Dabei wird Unangepasstheit vielfach mit Individualismus gleichgesetzt.

Wie steht es also gegenwärtig um Nonkonformismus als (politische) Kraft? Sind Aussagen wie jene, dass es ihn mal mehr und mal weniger gibt, zu halten? Oder ist er eine Konstante in Politik, Wirtschaft, Kultur? Schenkt die spektakelsüchtige Mediengesellschaft Künstlerinnen und Künstlern, die Tabubrüche wagen, ihre Aufmerksamkeit in besonders hohem, ja überhöhtem Maße? Damit befasst sich der Schwerpunkt der neuen Ausgabe von INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft.

 

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Neuerscheinung zur US-Wahl: Partei der Extreme
31. Oktober 2016

partei-der-extreme-luetjen-cover-grossVon den Kreuzzügen des George W. Bush über die schrillen Attacken der »Tea Party« bis hin zur populistischen Mobilisierung Donald Trumps: Amerikas Konservative halten die USA in Atem. Für viele Europäer handelt es sich um ein verstörendes Phänomen, da die Kombination aus radikalem Individualismus, tiefer Religiosität und Hyperpatriotismus hierzulande in dieser Form kaum existiert. Das Buch zeichnet die Formierung einer politischen Bewegung nach, die in den letzten Jahrzehnten vom Rande des politischen Geschehens in das Zentrum der amerikanischen Politik gelangt ist – und fragt schließlich nach der Zukunft einer Partei, die den Vormarsch des Außenseiters Donald Trump nicht zu stoppen vermochte.

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Neue Studie: Pegida im Jahr 2016
11. Oktober 2016

In einem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanzierten Kurzprojekt konnten wir im November 2015 erneut mithilfe eines schriftlichen Fragebogens 610 PEGIDA-Demonstranten befragen, um aktualisierte Aufschlüsse über die Zusammensetzung und Motive der Teilnehmer zu erhalten. Dies knüpft an unsere bisherige Forschung zum Phänomen PEGIDA an. Darüber hinaus haben wir eine quantitative Analyse der Facebook-Seite der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ vorgenommen und diese durch eine exemplarische Untersuchung des Gewaltdiskurses bei PEGIDA ergänzt. Die neue Studie „Die Büchse der Pandora? PEGIDA im Jahr 2016 und die Profanisierung rechtspopulistischer Positionen“ liefert somit Hinweise auf den Zusammenhang zwischen PEGIDAS virtueller Plattform und den Straßenprotesten, analysiert beispielhaft (Hate-Speech-)Debatten in ihrer inhaltlichen und sprachlichen Form und diskutiert systematisch, wie sich PEGIDA seit ihrer Gründung verändert hat.

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Druckfrisch zum US-Wahlkampf: Die Politik der Echokammer
5. Oktober 2016

Zwei politischer Lager stehen sich in den USA geradezu feindselig gegenüber: Demokraten und Republikaner, Liberale und Konservative. Was erklärt den tiefen ideologischen Graben, der das Land durchzieht? Mit dieser Frage befasst sich Torben Lütjen in seinem jüngst erschienenen Buch. Er zeigt, wie die USA in ein Land politischer Echokammern zerfielen, in virtuelle und soziale Räume, die vor allem von Gleichgesinnten bevölkert werden und sich durch das Fehlen von Widerspruch ideologisch radikalisiert haben. Lütjens Blick geht dabei vor allem nach Wisconsin, in den Mittleren Westen der USA, wo sich in zwei extremen Parteihochburgen von Demokraten und Republikanern der Konflikt paradigmatisch zeigt.

Das Buch ist soeben im transcript Verlag erschienen.

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