Logo Göttinger Institut für Demokratieforschung

Aktuelles

Stellenausschreibung: Beschäftigte/r im Verwaltungsdienst
10. August 2017

Am Institut für Demokratieforschung an der Universität Göttingen ist zum 01.11.2017 die Stelle einer/eines Beschäftigten im Verwaltungsdienst mit 75 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 29,85 Stunden/Woche) befristet zur Vertretung (Mutterschutz sowie ggf. anschließende Elternzeit) voraussichtlich bis April 2019 zu besetzen.

Alle weiteren Informationen gibt es zum Download: Ausschreibung.

weiter lesen

Mitteilung des Instituts bezüglich Medienberichterstattung vom 27.07.2017
27. Juli 2017
  1. Die Distanzierung der Ostbeauftragten hat uns überrascht. Wir wissen von dem Brief erst aus den Medien. In unserem Institut ist ein solches postalisches Schreiben nicht angekommen.
  2. Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Studie des „Instituts für Demokratieforschung“ von seinen zuständigen Personen nach Abgabe aufmerksam lesen können und hat sie bis unmittelbar nach der Pressekonferenz durchweg gelobt.
  3. Der Vorwurf methodischer Fehler wg. Anonymisierung von Interviewpartnern war stets unsinnig. Eine solche Anonymisierung ist in den Sozialwissenschaften aus guten Gründen Usus. Noch am 4. Juni wurde aus dem Ministerium die Kritik an der Studie als „haltlos“ bezeichnet und sich dafür bedankt, „wertvolle Erkenntnisse geliefert“ zu haben, „die wir bei unserer Arbeit berücksichtigen werden“. Einen Monat später gilt dann: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?
  4. Die eine Änderung, die nun vorgenommen wurde und zur Erklärung der Ostbeauftragten geführt hat, enthält lediglich eine weitere Anonymisierung, diesmal von einer Person, die in einem Interview kritisch genannt wurde. Auf diese Anonymisierung wurde sich geeinigt. Das Ministerium ist über diesen Vorgang stets informiert, das Ergebnis ist ihm explizit und unverzüglich vorgelegt worden. Das Ministerium weiß ebenfalls, wer die (keineswegs unprominente) Quelle des kritischen Zitats ist. Eine solche Interviewpassage – die in der Schärfe der Wortwahl und Interpretation Wesentliches aussagt über die parteipolitisch aufgeheizte Atmosphäre im dort bestehenden Konflikt – schlicht gar nicht zu bringen, wäre aus wissenschaftlicher Perspektive höchst problematisch gewesen. Wir sehen uns nicht befugt, Interviewaussagen zu zensieren. Im März des vergangenen Jahres hat bereits das Bundesverfassungsgericht festgestellt: „Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ist als subjektive Freiheit des unmittelbaren Ausdrucks der menschlichen Persönlichkeit ein grundlegendes Menschenrecht. Sie umfasst nicht zuletzt die Freiheit, die persönliche Wahrnehmung von Ungerechtigkeiten in subjektiver Emotionalität in die Welt zu tragen.“ Und diesen öffentlichen Meinungskampf hat die Studie über viele Seiten dokumentiert. Die Wissenschaft darf nun wirklich nicht hinter das Bundesverfassungsgericht zurückfallen. Hin und wieder muss das auch mal Politikern gesagt werden.
  5. Wenn man sich mit wissenschaftlichen Studien auf ein solches Terrain wie den Rechtsextremismus begibt, wird bekanntermaßen hart gekeilt, wie es auch bereits jetzt in den einschlägigen Foren als Reaktion auf die Berichterstattung über den Brief geschieht. Dass das Ministerium sich dabei überstürzt davonmacht – ohne mit uns zuvor darüber auch nur ein Wort geredet zu haben –, ist bedrückend. Offenkundig scheint ein solches Verhalten in Wahlkampfzeiten für opportun gehalten zu werden. Aber ob man damit wirklich etwas gewinnt?

Institut für Demokratieforschung, 27.07.2017

weiter lesen

Neue INDES-Ausgabe: Europa ohne Identität?
25. Juli 2017

Was macht „Europa“ aus? Gibt es gemeinsame Traditionen, Werte, Erzählungen, auf die sich in Krisen zum Zwecke der Stabilisierung inneren Zusammenhaltes berufen werden kann? Gibt es eine europäische Idee und mithin: eine europäische Identität? Wie entstehen überhaupt Identifikationen mit Räumen und politischen Gebietseinheiten? Wieso also fühlen sich zahlreiche Menschen als Franzosen, Deutsche, Italiener? Damit zusammenhängend soll desgleichen erörtert werden, woran es Europa mangelt, wo seine Defizite liegen – und ob und inwiefern sich diese korrigieren lassen.

 

weiter lesen

AfD-Studie: Vom Protest zur parlamentarischen Opposition
17. Juli 2017

Die Parteientwicklung der Alternative für Deutschland (AfD) ist fraglos hochdynamisch. Die erst 2013 gegründete Partei ist bereits in 13 Landesparlamenten vertreten und setzt aktuell zum Sprung in den Bundestag an. Doch wie hat sich AfD im Zuge ihrer politischen Erfolge gewandelt? Und wie nutzt die AfD ihre neu erworbenen parlamentarischen Potenziale? Die in Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung durchgeführte Studie „Die AfD vor der Bundestagswahl 2017. Vom Protest zur parlamentarischen Opposition“ skizziert einerseits aktuelle programmatische, personelle und organisatorische Entwicklungen der AfD sowie den Wandel der politischen Rahmenbedingungen. Andererseits untersucht die Studie die Entwicklung der AfD als parlamentarischer Opposition. Für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt werden jeweils Profil, interne Entwicklung, parlamentarische Aktivitäten, Strategien sowie Oppositionsverständnis der neuen AfD-Fraktionen detailliert analysiert und verglichen. Die Ergebnisse der Studie sind als Arbeitsheft der Otto-Brenner-Stiftung als Print- oder Online-Version verfügbar.

weiter lesen

Stellenausschreibung: pädagogische Mitarbeiterin / pädagogischer Mitarbeiter
6. Juli 2017

Das Institut für Demokratieforschung an der Universität Göttingen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine pädagogische Mitarbeiterin / einen pädagogischen Mitarbeiter für die Tätigkeit an der „Bundesfachstelle Linke Militanz“. Die Stelle wird mit TV-L 11 (100%) vergütet und ist zunächst bis zum 31.12.2017 befristet (Bewilligungszeitraum), mit Option auf Verlängerung bis Ende 2019 (Projektlaufzeit).

Alle weiteren Informationen finden sich in der Ausschreibung (Download als PDF-Datei).

weiter lesen

Neue Website: Kinderdemokratie
5. Juli 2017

Das Projekt „Demokratie lernen – Grundschulen als Schlüsseleinrichtungen der Demokratiebildung“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Demokratiebildung an den Grundschulen auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen. Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ)

Die neue Website präsentiert das Projekt, informiert über Fortbildungen für Lehrkräfte und Ganztagsbetreuungskräfte und stellt Arbeitsmaterialien zum Download zur Verfügung: sämtliche Hefte der Reihe „Arbeitsblätter zur Demokratieerziehung in der Grundschule“ sowie Filme und Zusatzmaterialien — z.B. digitale Arbeitsblätter, die ganz unkompliziert mit Schülerinnen und Schülern am Computer bearbeitet werden können.

Zur Website

weiter lesen

Besuch von griechischen Jugendlichen
3. Juli 2017

Letzte Woche haben uns 12 Jugendliche aus Griechenland im Zuge ihrer Klassenfahrt nach Deutschland in unserem Institut besucht, um aus aktuellem Anlass über Populismus zu sprechen. Nach einem Vortrag unserer Kollegin Klaudia Hanisch wurden Wahlplakate analysiert und über das Thema auf deutsch diskutiert. Dabei waren insbesondere die beiden nationalen Perspektiven spannend zu vergleichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weiter lesen

Neues Buch: Lokale Konflikte um Zuwanderung aus Südosteuropa
26. Juni 2017

Der Begriff „Roma“ ist in der deutschen Gesellschaft ein Reizwort: Er steht für die Gefährdung des Wohlfahrtsstaates durch Armutsmigration und repräsentiert die Unsicherheit, die in den situierten europäischen Norden einzudringen sucht. Dementsprechend hat die Chiffre „Roma“ in lokalen Konflikten um Armutsmigration eine spezifische Funktion.

Die AutorInnen des Bandes haben im Rahmen einer lokalpolitischen Feldstudie soziale Konflikte um Migration aus Südosteuropa und ihre Dynamiken untersucht – damit eröffnen sie eine neue Perspektive auf die Situation von Roma in der bundesdeutschen Gesellschaft.

Das Buch ist soeben bei transcript erschienen.

weiter lesen

Lesung mit anschließendem Sommerfest
16. Juni 2017

Franz Walter gab am 15.06.17 eine Lesung zu seinem neuen Buch „Rebellen, Propheten und Tabubrecher“. In der Bibliothek unseres Instituts bekamen wir davon einen interessanten Einblick.

Im Anschluss fand unser alljährliches Sommerfest mit Grill, Musik und guter Stimmung statt, welche trotz Regen nicht getrübt werden konnte. Hier ein paar Impressionen:

               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weiter lesen

Neuerscheinung: Rebellen, Propheten und Tabubrecher
14. Juni 2017

Rebellische Jugendbewegungen, politische Ideen und Persönlichkeiten der Zeitgeschichte: In kritischen Analysen blickt Franz Walter zurück auf die lange Geschichte sozialer Bewegungen, politischer Ideologien, parlamentarischer Parteien und ihrer charismatischen Anführer. Der Autor fragt nach programmatischen Tabubrüchen der Linken wie nach dem Politikverständnis der Konservativen und zeichnet den Aufstieg, aber auch die inneren Widersprüche und die Krisen der Sozialdemokratie von ihren Anfängen bis zur Agenda 2010 nach: fast 100 Jahre deutscher Politikgeschichte als eine Geschichte permanenten Wandels zwischen Aufbruch und Ernüchterung.
Das Buch ist soeben bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen.

weiter lesen