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Noch lange nicht der “Goldstandard”

Alexander Hensel | 16. März 2012 | 2 Leserbriefe

[kommentiert]: Alex Hensel über aktuellle Entwicklungen der wissenschaftlichen Blogosphäre

Zuweilen wird unsere Blogredaktion von Fragen heimgesucht, deren abschließende Beantwortung bislang aussteht. Wohin kann sich unser Blog in Zukunft entwickeln? Welche Funktion erfüllt dieses Medium in der Wissenschaft überhaupt? Oder, etwas drastischer gefragt: Wozu zum Teufel machen wir das hier eigentlich? Vor diesem Hintergrund ist es beruhigend, dass wir mit solch wiederkehrenden Konfusionen offenbar nicht alleine stehen. Von genau diesen Fragen, d.h. der weitgehenden Offenheit der Formen und Funktionen, der Unklarheit von Sinn und Zweck sowie der Gegenwart und ungewissen Zukunft des wissenschaftlichen Bloggens handelte die Tagung „Weblogs in den Geisteswissenschaften. Oder: Vom Entstehen einer neuen Forschungskultur“, veranstaltet vom Deutsche Historischen Institut Paris (DHI) und dem Institut für Kunstgeschichte der LMU.

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Der Freiherr und die Exzellenz

David Bebnowski | 4. März 2011 | Keine Leserbriefe

[kommentiert]: David Bebnowski kritisiert das „Geistessterben“ in der „Bildungsrepublik“

“Möglicherweise aber halten Sie unseren Beitrag zur Gesellschaft schlicht für vernachlässigenswert. Dann möchten wir Sie aber bitten, in Zukunft nicht mehr von der von Ihnen selbst ausgerufenen „Bildungsrepublik Deutschland“ zu sprechen.” (Ende des offenen Briefs der Doktoranden an die Bundeskanzlerin)

Das „Möglicherweise“ kann man streichen. Dann, so muss man leider sagen, trifft dieses Zitat den Nagel auf den Kopf. Denn im Fall zu Guttenbergs wird etwas Offensichtliches deutlich, das in einer meritokratischen Gesellschaft nicht sein darf: Bildungstitel zählen nichts mehr. Der laxe Umgang mit wissenschaftlichen Standards seitens des Verteidigungsministers ist keinesfalls nur eine persönliche Verfehlung, sondern ebenso ein Symptom für den Wandel der Einstellungen gegenüber dem Geistesleben.

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