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Das narrative Loch nach dem Ende von Keynes und Hayek

Franz Walter | 7. Februar 2012 | 1 Leserbrief

[analysiert]: Franz Walter über den ideologischen Wandel in Wirtschaftswissenschaften und -politik.

Das große wirtschaftspolitische Narrativ nach dem Debakel der weltwirtschaftlichen Depression in den späten 1920er, frühen 1930er Jahren war der Keynesianismus. Für Deutschland galt das noch am wenigsten, zumindest für die Jahre nach 1945 und für die neuen demokratischen Parteien. Keynesianisch war weder die Sozialdemokratie zum Ende der Weimarer Republik noch die Partei Schumachers und Ollenhauers während der Adenauer-Jahre. Auch die Universitätsökonomie der Bundesrepublik blieb vergleichsweise reserviert. Keynes war aus ihrer Sicht bestenfalls etwas für stagnative Perioden, für Zeiten hoher Arbeitslosigkeit. Doch davon konnte in Westdeutschland seinerzeit keine Rede sein. Also gab es auch keinen Bedarf für eine offensive Ausgabenpolitik der öffentlichen Hände.

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