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Frankreich: Spannung hoch drei

Teresa Nentwig | 17. März 2017

[analysiert:] Teresa Nentwig über den französischen Präsidentschaftswahlkampf.

Die Präsidentschaftswahlen waren in Frankreich schon häufig für Überraschungen gut. 1965 etwa verpasste Charles de Gaulle im ersten Wahlgang die sicher geglaubte absolute Mehrheit und musste sich deshalb noch einmal einem zweiten Wahlgang stellen. Oder 1981, als Valéry Giscard d’Estaing den entscheidenden Wahlgang überraschend gegen François Mitterrand verlor. Und auch dieses Mal versprechen die beiden Wahlgänge am 23. April und 7. Mai 2017 spannend zu werden. In mancher Augen droht die französische Parteiendemokratie zusammenzubrechen; aber es gibt auch eine optimistische Perspektive.

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AfD: Auflaufend Wähler

Alex Hensel; Michael Freckmann | 1. September 2016

Banner_LTW16[analysiert]: Alex Hensel und Michael Freckmann über das Wählerpotenzial der AfD in Mecklenburg-Vorpommern

Die Gezeiten sind an der Ostsee bekanntermaßen ja eher kümmerlich ausgeprägt. Politisch jedoch ist für Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende Hochwasser angekündigt. Nachdem die AfD bereits bei den Landtagswahlen im Frühjahr Rekorderfolge verbuchen konnte, prognostizieren zwei Umfrageinstitute kurz vor der anstehenden Landtagswahl im Nordosten 21 Prozent für die Partei.[1] Längst wird darüber spekuliert, ob die Rechtspopulisten im hohen Norden die CDU überrunden – oder gar noch vor der SPD zur stärksten Kraft avancieren. Zweifelsohne werfen derartige Prognosen drängende Fragen auf. Was motiviert die eindrückliche Zahl der AfD-Sympathisanten? Die aktuellen Umfragen geben darauf ebenfalls einige Hinweise.[2]

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US-Wahl2016: „With the exception of the 2016 election“

Dr. Torben Lütjen | 26. Juli 2016

Banner 04-2016 USA-Reihe[kommentiert]: Torben Lütjen über die Nominierung Donald Trumps und politikwissenschaftliche Prognosen zur US-Wahl 2016

Sie haben es getan. Sie haben es wirklich getan. Und egal, wie sehr man sich auch zwickt, man wacht trotzdem nicht auf: Die Republikanische Partei hat auf ihrem Parteitag in Cleveland Donald Trump zu ihrem Kandidaten gekürt. Es gibt viele Verlierer, aber der größte ist vielleicht die Kaste der Politik-Analysten. Kein einziger der Stars des politischen Journalismus hat Trumps Aufstieg vorausgesehen. Alle lachten nur, als er damals die Rolltreppe im Trump-Tower herunter(!)fuhr  und im Foyer seine Kandidatur ankündigte. Das Lachen ist manchem buchstäblich im Hals stecken geblieben:Dana Milbank, Kolumnist der Washington Post, verspeiste jüngst, tapfer, aber doch angewidert eine Portion kleingehäckselte Zeitung – und das war nur folgerichtig, schließlich hatte er vor nicht einmal einem Jahr geschrieben: „The day Trump clinches the nomination I will eat the page on which this column is printed”.

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US-Wahl2016: Aufstieg der Außenseiter

Alex Hensel | 24. Juni 2016

Banner 04-2016 USA-Reihe[präsentiert]: Chris Cooper über die Dominanz von politischen Außenseitern im US-Wahlkampf

Der aktuelle US-Wahlkampf überraschte durch den unerwarteten Aufstieg politsicher Außenseiter: Bernie Sanders und Donald Trump gelang es jeweils, beachtliche Erfolge gegen das politsche Establishment ihrer eigenen Parteien zu feiern. Chris Cooper, Wahlkampfstratege von Bernie Sanders, analysiert im Video die Ursachen für den Erfolg populistischer Politik in den USA und berichtet aus seinen praktischen Erfahrungen aus dem Wahlkampf. Cooper hat gestern den vorerst letzten Vortrag in unserer Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2016 gehalten.

Video: Robert Müller-Stahl, Christoph Hoeft und Alex Hensel

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US-Wahl2016: Gesellschaftliche Polarisierung

Alex Hensel | 2. Juni 2016

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[präsentiert]: Interview mit Lilliana Mason über gesellschaftliche Polarisierung in den USA und den Präsidentschaftswahlkampf 2016

Die gesellschaftliche Polarisierung in den USA nimmt zu. Politisch trennen Demokraten und Republikaner oftmals Welten, doch auch sozialkulturell treiben die Lager auseinander: Republikaner wohnen in anderen Vierteln, interessieren sich für andere Sportarten und kaufen andere Autos und Limonaden als Demokraten. Dies verändert nicht nur die sozialen Identitäten in den jeweilgen Lagern, sondern verschiebt auch die Bedingungen für Wahlen und Politik. Lilliana Mason, Professorin an der University of Maryland, erklärt im Interview mit Dr. Torben Lütjen die Entwicklung und Ursachen dieser Entwicklung und die Folgen für den laufenden US-Wahlkampf. Mason hat am 02.06.2016 den dritten Vortrag in unserer  Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2016 gehalten, im Video fasst sie ihre Forschungsergebnisse knapp zusammen.

Video: Robert Müller-Stahl, Christoph Hoeft und Alex Hensel

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AfD: Zwischen Schein und Sein

Robert Pausch; Alexander Hensel; | 10. März 2016

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[analysiert]: Alexander Hensel und Robert Pausch über den Wahlkampf der AfD im Ländle

Kurz vor den drei Landtagswahlen am kommenden Wochenende setzt die Alternative für Deutschland zu einem elektoralen Erfolgslauf an. Nicht nur im Osten, sondern auch im (Süd-)Westen der Republik und v.a. in Baden-Württemberg befindet sich die Partei auf einem demoskopischen Höhenflug: Jüngste Umfragen sehen die AfD hier, gleichauf mit der SPD, bei 13 Prozent – der höchste Wert, der für die AfD in einem westdeutschen Bundesland bislang überhaupt gemessen worden ist.[1] Dabei – auch das zeigen die Umfragen – sind die Bürger im Ländle insgesamt verhältnismäßig zufrieden mit ihrer politischen und wirtschaftlichen Situation. Die Exportindustrie brummt, es herrscht beinahe Vollbeschäftigung. Und dennoch: Die Bürger im Ländle prägt ein politisches Unbehagen, das derzeit von der AfD kanalisiert wird. Um den Erfolg der Partei im Südwesten zu verstehen, muss man auf ihr Programm und Sozialprofil blicken, die eine Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung jüngst untersucht hat.[2]

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Wahlen in Dänemark – Helle oder Løkke?

Clemens Wirries | 17. Juni 2015

[analysiert]: Clemens Wirries über die Ausgangslage in Dänemark von den Parlamentswahlen.

Der dänische Wahlkampf ist spannend wie lange nicht: Die Umfrageinstitute sehen mal den „roten“ Mitte-Links-Block, mal das rechte „blaue“ Lager knapp vorne.[1] Die amtierende Regierungschefin einer Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten und Linksliberalen (Radikale Venstre), die sozialdemokratische Staatsministerin Helle Thorning-Schmidt, muss für das Ziel des Machterhalts mindestens neunzig der 179 Abgeordneten im dänischen Parlament, dem Folketing, auf ihre Seite bringen. Gleiches gilt für ihren Herausforderer und Amtsvorgänger, den Rechtsliberalen Lars Løkke Rasmussen. Die politische Agenda ist vielfältig und es ist völlig unklar, wer derzeit die öffentliche Meinung mit seinen Botschaften wirklich dominiert. Die Rechtspopulisten der Dansk Folkeparti (DF) stehen ebenso vor Stimmengewinnen wie die neu gegründete ökologisch ausgerichtete „Alternative“, die erstmals die Zwei-Prozent-Sperrklausel für den Einzug ins Folketing überwinden dürfte.

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Liberal Democrats: Von der „Clegg-mania“ zur Identitätskrise

Michael Freckmann | 5. Mai 2015

[analysiert]: Michael Freckmann über die Liberal Democrats vor der britischen Parlamentswahl.

Das Vereinigte Königreich steht vor der nationalen Parlamentswahl – der General Election am 7. Mai. Und anders als in den vergangenen sieben Jahrzehnten stehen diesmal zwei Regierungsparteien zur Wahl: Die Konservativen unter David Cameron sowie die Liberal Democrats (Lib Dems) von Nick Clegg. Besonders für die Lib Dems ist dies eine ungewohnte Position. Seit dem Amtsantritt von Tony Blair 1997 mit der in die Mitte gerückten „New Labour Party“ konnten die Lib Dems ihre Sitzanteile von davor knapp über zwanzig auf dann durchgängig um die fünfzig Sitze steigern. Bei der letzten General Election 2010 erreichten sie 23 Prozent der Stimmen und damit 57 Parlamentssitze. So konnten sie, aufgrund fehlender absoluter Mehrheiten der großen Parteien, eine Koalition mit den Konservativen eingehen: die erste Mehrparteienregierung im Land seit Churchills „War Ministry“ von 1940-45. Waren die Lib Dems vor fünf Jahren aufgrund hoher Glaubwürdigkeitswerte gewählt worden und löste Parteiführer Nick Clegg eine regelrechte „Clegg-mania“ aus, folgte allerdings für den kleinen Koalitionspartner nach der Wahl bis 2011 ein Absturz in den Umfragen auf um die sieben Prozent.2 Seit dem ist im Wesentlichen keine Verbesserung in Sicht.

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Das deutsche Parteiensystem nach der Sachsen-Wahl

Dr. Stephan Klecha | 2. September 2014

[analysiert]: Stephan Klecha über ein Wahlergebnis, das Wellen nach sich zieht.

Wahrscheinlich sollte man die Wahl zum sächsischen Landtag in der Gesamtperspektive für die Bundesrepublik nicht überbewerten. Die Rahmendaten waren bekannt, am Erfolg der CDU gab es im Vorfeld ebenso wenig Zweifel wie an der Tatsache, dass das rechte Wählerpotential im Freistaat ebenfalls beachtlich ist. Demgegenüber war das Potential für die Sozialdemokraten eher als gering einzuschätzen. Und auch die niedrige Wahlbeteiligung als Folge eines Termins am Ende der Schulferien war nicht sonderlich überraschend. Doch löst man sich von all den bekannten Umständen, fällt auf, dass das Wahlergebnis bei einigen Parteien wahre Erdbeben auslösen beziehungsweise erhebliche bundespolitische Auswirkungen nach sich ziehen könnte.

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Der sächsische Biblebelt

Michael Lühmann | 29. August 2014

[kommentiert]: Michael Lühmann über die CDU und AfD in Sachsen.

Die Beschlusslage scheint eindeutig. Nach der Europawahl ließ Angela Merkel die Union in einer Selbstverpflichtung erklären, man werde nicht mit der AfD koalieren, auch nicht in irgendeiner Art und Weise kooperieren. Für die kommenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gilt indes schon wieder die Sprachregelung, dass jeder Landesverband selbst entscheiden möge, mit wem er sondiere, mit wem er Koalitionsgespräche führe und letztlich auch, mit wem er ein Regierungsbündnis für die kommenden Jahre eingehe.

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