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Volkswirtschaftslehre rss facebook Twitter

Jenseits des Monotheismus?

Robert Pausch | 21. November 2014

[kommentiert]: Robert Pausch zur aktuellen Grundsatzdiskussion in der Volkswirtschaftslehre

Zwei Semester benötigt man also, um sich die Weltsicht eines Ökonomen anzueignen, denn: „Wirtschaftswissenschaften sind ein Fach, in dem ein sehr geringes Wissen sehr weit reicht“. So schreibt es zumindest Gregory Mankiw, Professor für Makroökonomie in Harvard und ehemaliger wirtschaftspolitischer Berater von George W. Bush in seinem Standardwerk zur Einführung in die Volkswirtschaftslehre. Weder müsse man Theorien gegeneinander abwägen, noch komplexe methodische Überlegungen anstellen, sondern schlicht die ökonomische, die „eine einzige Sicht auf die Welt“ verinnerlichen.[1] Paul Samuelson, Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, dessen Lehrbuch „Economics“ in vierzig Sprachen übersetzt wurde und allein in der englischsprachigen Ausgabe in einer geschätzten Gesamtauflage von über 4 Millionen vorliegt,[2] wischt die mühsam erkämpfte Grundüberzeugung, dass Wissenschaften keine Wahrheiten formulieren können und Theorien nur so lange angenommen werden sollten, bis sie falsifiziert werden, nonchalant beiseite und erklärt die Lehrsätze der Neoklassik, die effizienten Märkte und nutzenmaximierenden Individuen, zu unumstößlichen „core truths of economics“.[3]

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