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Island: Schwul-lesbische Zufriedenheit und feministisches Utopia?

Julia Tiemann | 10. September 2015

Das politische Geschlecht[kommentiert]: Julia Tiemann über den isländischen Umgang mit Gender-Fragen:

Reykjavík, Mitte August 2015: Eine Stadt sieht Regenbogen. Aufwendig dekorierte Umzugswagen schillern um die Wette mit den fantasievoll geschminkten und gekleideten Teilnehmenden und Zuschauenden der „Reykjavík Pride Parade“. Angeführt wird der Umzug durch Stadtratsabgeordnete aller Parteien, die zusammen ein buntes Reykjavík-Banner durch die Straßen tragen. Dahinter geht Dagur B. Eggertsson, amtierender Bürgermeister, eine riesige Regenbogen-Flagge schwenkend. In den letzten Jahren sorgte sein Vorgänger Jón Gnarr durch Auftritte in Drag für Begeisterung. Jahr für Jahr ist die Parade Höhepunkt des einwöchigen Festivals der LBTIQ+[1]-Gemeinschaft und zeigt, wie weit Island in den letzten Jahrzehnten augenscheinlich gekommen ist, was die Anerkennung von Geschlechtergerechtigkeitsthemen angeht.

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Heute Cannabis, morgen Soma?

Christopher Schmitz | 21. August 2014

[analysiert]: Christopher Schmitz kommentiert die Debatte um die Legalisierung von Cannabis.

Die Feuilletons und Kommentarspalten diverser Medien[1] waren im Frühjahr 2014 gefüllt mit Diskussionen über die Legalisierung von Cannabis. Von der Berichterstattung über die vom Kölner Verwaltungsgericht erteilten Ausnahmegenehmigungen beim Anbau für austherapierte Schmerzpatienten einmal abgesehen, positionieren sich die meisten Beiträge in der Frage, ob der Anbau, Verkauf und Konsum von Cannabis in Deutschland erlaubt werden sollte, auf einer Linie. Argumentiert wird vornehmlich aus der Perspektive der Nützlichkeit, die Kosten-Nutzen-Rechnung ist das Gebot der Stunde: Weniger Geld für die Strafverfolgung ermögliche mehr Mittel für die Prävention, weniger Umsätze für den Schwarzmarkt bedeuteten mehr Steuergelder für den Staat.

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