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Terrorismus rss facebook Twitter

Der paternalistische Minister

Jöran Klatt | 20. November 2015

[kommentiert]: Jöran Klatt über Thomas de Maizières Blick auf Demos und Öffentlichkeit

Thomas de Maizières Satz, der infolge seiner Äußerung am 17. November 2015 in Reaktion auf die Absage des Länderspiels in Hannover wegen Terrorgefahr im Netz zirkulierte, war sicherlich nicht der durchdachteste in der politischen Karriere des Bundesinnenministers. Er sagte, er könne konkrete Angaben zu der Terrorgefahr in Hannover nicht machen, denn: „Ein Teil dieser Aussage würde die Bevölkerung verunsichern.“ Warum aber hat er es dann überhaupt gesagt? Die Äußerung mag zwar ein Ausrutscher gewesen sein, doch sie offenbart eine Problematik des Ministers im Umgang mit Terrorismus, die zu Recht kritisiert oder karikiert wird. Sein Bild von der Bevölkerung ist offenbar das von einer unreflektierten Masse, die kontrolliert und beruhigt werden muss. In seinem Satz schwingt sogar eine leichte Verachtung für den Demos mit.

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„Der Tag ist hell…“

Katharina Trittel | 1. Dezember 2014

[kommentiert]: Katharina Trittel zum 25-jährigen Todestag von Alfred Herrhausen.

Vor 25 Jahren, am 30. November 1989, starb Alfred Herrhausen im Wrack seines Autos. Eine panzerbrechende Hohlladungsmine hatte den Wagen zertrümmert, Herrhausen verblutete. Verantwortlich gemacht für das Attentat wurde die dritte Generation der RAF, doch unter diesem eiligst aufgeklebten Etikett brodelten alsbald Gerüchte, Verschwörungstheorien wurden gesponnen; die Frage lautete: cui bono?

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