Logo Göttinger Institut für Demokratieforschung
Tabus rss facebook Twitter

Tabus und Tabubrecher

Redaktion | 17. Juli 2014

[präsentiert]: Matthias Micus über die neue Ausgabe von INDES zum Thema Tabus.

Periodisch wie notorisch tauchen sie in der öffentlichen Debatte auf: Tabus. Dabei sind es vor allem professionelle Tabubrecher, wie Thilo Sarrazin, Akif Pirinçci oder jüngst die AfD, welche – je nach Ansicht: echte oder vermeintliche – Tabus plakativ bennen und zu brechen versuchen. Was Tabus eigentlich sind, wo sie heute noch existieren und welche Bedeutung sie in der politischen Kommunikation haben, behandelt die neue Ausgabe von INDES, welche Matthias Micus vorstellt.

Video: Hanna Feesche, David Osterkorn & Alex Hensel

weiter lesen

Tabus, Tabubrüche und Politische Korrektheit

Alexander Hensel | 15. Oktober 2010

Themenschwerpunkt „Populismus“

[debattiert]: Alexander Hensel über die mediale Strategie des Pseudotabubruchs und die Täuschung der Öffentlichkeit. Ein Erklärungsansatz.

Die mittlerweile abgekühlte Debatte um Thilo Sarrazins populistische Thesen ähnelte vielfach vergangenen Großdiskussionen um die Political Correctness (PC), wie Philipp Kufferath (Link) auf diesem Blog analysierte. Wieder nutzten Publizisten und Politiker das Feindbild PC für eine mediale Strategie, wieder jubelte das Publikum vom Stammtisch bis zum Feuilleton. Um die anhaltende Popularität und Attraktivität der Strategie von Anti-PC– und politisch inkorrekten Positionen besser zu verstehen, lohnt eine Analyse der zentralen Begriffe dieser Konstruktion: die des Tabus und des Tabubruchs.

weiter lesen

Politische Korrekturen

Philipp Kufferath | 20. September 2010

Themenschwerpunkt „Populismus“

[debattiert]: Philipp Kufferath über die aktuelle Wiederkehr der Kritik der Politischen Korrektheit

Die jüngste Debatte um Thilo Sarrazin läuft ab nach einem altbekannten Muster: Kaum waren nach dem platzergreifenden Vorabdruck des sarrazinischen Machwerks mehrheitlich eindeutige Widersprüche angemeldet und ablehnende Reaktionen erfolgt, ergriffen seine Fürsprecher das Wort. Häufig stieß man dabei in den Kommentaren und Internet-Foren auf ein Argumentationsmuster, das sich schon seit längerer Zeit großer Beliebtheit erfreut: Die Kritik an Sarrazin wurde als Reaktion von „Gutmenschen“ und „Tugendwächtern“ bezeichnet, die „Denkverbote“ aussprächen, während Sarrazin selbst als mutiger „Volksheld“ und „Tabubrecher“ „Klartext“ rede und „Stimme des Volkes“ sei. Zusammengefasst wurden die Vorwürfe häufig mit dem Begriff der „Political Correctness“ (kurz PC), die über „Sprachverbote“ und „Gesinnungsjournalismus“ die Meinungsfreiheit einschränke.

weiter lesen