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Aufbruch in eine demokratische Zukunft?

Ernst Wawra | 24. März 2015

Ernst Wawra über Andersdenkende in der Sowjetunion nach 1989

„1989“ ist eine Chiffre für das Ende der sowjetischen Vorherrschaft in Ostmitteleuropa und die damit verbundene Loslösung der Satellitenstaaten aus dem Machtbereich des „großen Bruders“ in Moskau, die schließlich 1991 in der Auflösung der Sowjetunion gipfelte, weiterhin für die Öffnung des Eisernen Vorhanges und den Fall der Berliner Mauer sowie die (im Jahr darauf stattfindende) Wiedervereinigung Deutschlands. In diesem Beitrag wird jedoch nicht nach den großen außenpolitischen Konstellationen gefragt, stattdessen wird einer Gruppe von Menschen nachgespürt, die sich unter den Bedingungen von Zensur und rigider politischer Verfolgung für die Einhaltung von Bürger- und Menschenrechten in der Sowjetunion eingesetzt hatte. Es wird ihr Aufbruch in eine demokratische Zukunft, deren Verfassungsrealität allerdings spätestens seit Vladimir Putins zweiter Amtsperiode besser mit „gelenkter“ oder „autoritärer Demokratie“[1] beschrieben werden muss, verfolgt.

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