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Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland

 | 18. Mai 2017

Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sind ernste Bedrohungen für unsere Gesellschaft. Das Göttinger Institut für Demokratieforschung hat sich daher mit diesen brisanten Phänomenen im Rahmen einer Studie befasst. Diese versucht, mögliche Ursachen aufzudecken und offenzulegen, um zu verstehen, was derzeit in Ostdeutschland geschieht. Die Studie betrachtet insbesondere die Zusammenhänge auf regionaler Ebene, die bislang noch nicht hinreichend untersucht worden sind. Ein Schwerpunkt der Untersuchung lag deshalb auf der Analyse regionaler Prozesse und Besonderheiten in Ostdeutschland, wodurch Kontextfaktoren für die Ausbildung rechtsextremer Einstellungsmuster identifiziert werden konnten.

Download der Studie

Klarstellung zur Auswahl der bzw. zum Umgang mit den InterviewpartnerInnen

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Pegida: Wieder mal die Rettung des Abendlandes

Florian Finkbeiner | 12. März 2015

Analysen der Pegida-Bewegung

[analysiert] Florian Finkbeiner über die historische Karriere des Begriffs des Abendlandes

Auch wenn es mit Pegida nun vorbei scheint, ist die Analyse des Phänomens noch lange nicht abgeschlossen.[1] Ein prominenter Bezugspunkt der Bewegung vor allem in Dresden war der Begriff des Abendlandes, welcher in der deutschen Geschichte über eine lange Tradition verfügt. Der Begriff „Abendland“ als Baustein zur Konstruktion (politischer) Identität vor allem konservativer Gruppen existierte schon Ende des 18. Jahrhunderts und richtete sich ursprünglich vor allem gegen die Ideen der Französischen Revolution. Seine Blütezeit erhielt der Begriff aber durch Oswald Spenglers folgenreiches Buch „Der Untergang des Abendlandes“ von 1918.

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Pegida: Die schmutzige Seite der Zivilgesellschaft?

Alex Hensel | 10. März 2015

Analysen der Pegida-Bewegung[präsentiert]: Lars Geiges und Julia Kopp über die Ergebnisse der Pegida-Studie

Die Demonstrationen von Pegida bewegten 2014/15 ganz Deutschland. Medien und Politik rätselten: Was ist Pegida? Woher kommt die Bewegung? Was macht sie aus und was treibt ihre Aktiven an? Das Göttinger Institut für Demokratieforschung hat hierzu eine empirische Studie durchgeführt, Demonstrationen in verschiedenen Städten beobachtet, Onlineumfragen, Interviews und Gruppendiskussionen durchgeführt. So konnte ein tiefer Einblick in die Einstellungen und Überzeugungen der Pegida-Anhängerschaft als auch in die politischen Herausforderungen und gesellschaftlichen Probleme in der BRD im Jahr 2015 gewonnen werden. Lars Geiges und Julia Kopp stellen die Ergebniss der Studie vor, die jetzt im Transcript-Verlag erschienen ist.

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Pegida in den Trümmern des einst „roten Sachsen“

Franz Walter | 5. Februar 2015

Analysen der Pegida-Bewegung

[analysiert]: Franz Walter mit einer historischen Erklärung des Pegida-Phänomens.

Wenige Tage vor Weihnachten 2014 erschien die Sächsische Zeitung mit einer großen Reportage zu „Pegida – wie alles begann“. Das Stück war illustriert mit einem Foto des Pegida-Gründers Lutz Bachmann, der darauf zusammen mit seiner Ehefrau und einer befreundeten Stadträtin für eine neue Textilkollektion warb. „Don’t worry, be Freital“ stand auf dem T-Shirt der parteilosen Stadträtin. Das Sweatshirt von Bachmann trug nur die lakonische Aufschrift „Freital“. Denn in Freital wurden die Textilen vertrieben, in einem Friseurladen an der Dresdener Straße des Orts, der unmittelbar an die sächsische Landeshauptstadt grenzt.

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Studie zu NoPegida

Franz Walter | 26. Januar 2015

Analysen der Pegida-Bewegung

[analysiert]: Franz Walter über die soziale Zusammensetzung der Gegenbewegung zu Pegida

Wo Pegida zusammenkommt, formiert sich Gegenprotest. Von Ost bis West, von Nord bis Süd waren etliche Kundgebungen zu beobachten, die in der Summe weit mehr Bürger auf die Beine brachten als Pegida und ihre Ableger selbst. Allerdings, NoPegida ist bisher unerforscht, während ihr Gegenüber nicht nur medial höchste Beachtung erfährt, sondern auch vonseiten der Sozialwissenschaft. Was wissen wir über die Teilnehmer dieser Anti-Pegida-Veranstaltungen? Wie sehen sie Politik und Gesellschaft? Was ist ihnen – im Gegensatz zu den Pediga-Demonstranten – besonders wichtig? Was treibt sie an?

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Der Sound des Erfolgs?

Alex Hensel | 28. August 2014

[präsentiert]: David Bebnowski über die Chancen der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen

Bei den kommenden Landtagswahlen in Sachsen hat die Alternative für Deutschland (AfD) Umfragen zufolge gute Chancen, erstmals in ein Landesparlament einzuziehen. Doch wie präsentiert und positioniert sich die eurokritische Partei eigentlich auf Landesebene? Und wie passt sich die AfD an die politische Kultur in den ostdeutschen Bundesländern an? Antworten darauf gibt David Bebnowski im Interview.

Video: David Osterkorn & Robert Mueller-Stahl

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Vom „roten Königreich“ zur „CDU-Hochburg“

Verena Hambauer | 27. August 2014

[analysiert]: Verena Hambauer über Sachsens Wahl-Historie seit der „Wende“.

Am 14. Oktober 1990 fanden in Sachsen die ersten freien Wahlen nach über vierzig Jahren statt.[1] Klarer Gewinner der ersten Landtagswahl waren die Christdemokraten: Mit 53,8 Prozent der Zweitstimmen erreichte die CDU seinerzeit die absolute Mehrheit. Dieser Wahlerfolg ging vor allem darauf zurück, dass sie als Partei der zügigen Wiedervereinigung und der schnellen Eingliederung in die Bundesrepublik wahrgenommen wurde. Darüber hinaus profitierte die CDU auch von Kurt Biedenkopf: 56 Prozent favorisierten den CDU-Spitzenkandidaten, nur 33 Prozent die SPD-Spitzenkandidatin Anke Fuchs.

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