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Augustus: Virtuose der Macht

Robert Lorenz | 12. August 2014

[analysiert]: Robert Lorenz über die politische Führungskunst des ersten römischen Kaisers.

Augustus (63 v.Chr.–14 n.Chr.), dessen Todestag nun 2000 Jahre zurückliegt, war nicht nur der erste Kaiser des Imperium Romanum, sondern mit einer Regierungszeit von über vierzig Jahren auch einer der beständigsten Herrscher der Weltgeschichte. Deshalb ist er häufiges Motiv althistorischer Forschung – Biografien und Darstellungen seiner Zeit füllen inzwischen ein ganzes Bücherregal. Aber Augustus war auch Politiker, ein Staatsmann, der ein Weltreich regierte und eine Herrschaftsordnung begründete, die mehrere Jahrhunderte Bestand hatte – das macht ihn auch für Politologen zu einem interessanten Forschungsgegenstand. An Augustus lassen sich zahlreiche Techniken des Machterwerbs und der Machterhaltung studieren, Qualifikationen, von denen manche für Politiker eines jeden politischen Systems bedeutsam sind, gleich ob in Diktaturen, Monarchien oder Demokratien. Die Antike sollte für die moderne Politikwissenschaft entdeckt werden, sie enthält einen reichhaltigen Fundus politologisch aufschlussreicher Aspekte.

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