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Rechtsterrorismus: Versäumnisse der Wissenschaft?

Alex Hensel | 20. Januar 2012

[präsentiert]: Gideon Botsch über Fehlwahrnehmungen und Defizite der Extremismusforschung

Warum hat die Politikwissenschaft die Anschläge der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nicht kommen sehen? Gideon Botsch über die fatale Wirkung von Wahrnehmungsfiltern der Forschung und Defizite des Extremismusbegriffes.

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„Es war unser Ding…“

Felix M. Steiner | 11. Januar 2012

[präsentiert]: Interview mit dem Rapper Kutlu Yurtseven über Subkultur, Musik und Rechtsterrorismus

Subkulturen sind eine Artikulationsform gerade junger Menschen. Durch eigene Kleidungsstile, Musik oder Kunstformen äußern Jugendliche oftmals Protest, politische Haltung und Abgrenzung von der Mehrheitsgesellschaft. Eine nach wie vor präsente Subkultur ist Hip Hop. Dieser war besonders in seinen Anfängen in Deutschland stark von jungen Deutschen mit Migrationshintergrund geprägt. So beschäftigten sich Hip Hop-Bands wie Advanced Chemistry oder Microphone Mafia vor dem Hintergrund rassistischer Ausschreitungen Anfang der 1990er Jahre intensiv mit Rassismus und den Erfahrung von MigrantInnen in Deutschland. Felix M. Steiner spricht im Interview mit dem Musiker Kutlu Yurtseven über die Bedeutung von Subkultur für die eigene Identität und die Auflehnung gegen rechtsextreme Gewalt.

1. Zur Gründung von Microphone Mafia

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2. Politik als Bestandteil von Musik

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3. Multikulti als Marke?

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4. Schnittmengen von Esther Bejarano und Microphone Mafia

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5. Reaktion auf den den Rechtsterror in Köln

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Der vergessene Terrorismus

Ulf Meyer-Rewerts, B. Mayer | 24. November 2011

[analysiert]: Benjamin Mayer und Ulf Meyer-Rewerts über die lange Historie des deutschen Rechtsterrorismus

Die Morde der drei Neonazis aus Zwickau erschüttern die Republik. Unentdeckt verübten sie seit 13 Jahren ihre Anschläge. Schon ist die Rede von einer „Braunen Armee Fraktion“, wie der Spiegel jüngst titelte. Auf der Suche nach einer Vergleichsgröße werden Parallelen zum Terror der RAF gezogen. Dabei schreibt rechter Terror in der Bundesrepublik schon seit den siebziger Jahren seine eigene Geschichte. Dass vor allem in den achtziger Jahren zum Teil schwere Anschläge von rechter Seite verübt wurden, gerät dagegen immer wieder in Vergessenheit – obwohl der Rechtsterrorismus durchaus eigene Charakteristika ausgebildet hat, die sich über die Jahre erhalten haben.

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Neuer NPD-Vorsitzender gewählt

Benjamin Mayer | 15. November 2011

[analysiert]: Benjamin Mayer über den Wechsel an der Spitze der NPD.

Am Wochenende fand im brandenburgischen Neuruppin der Personalparteitag der rechtsextremen NPD statt. Holger Apfel, Vorsitzender der sächsischen Landtagsfraktion der NPD, wurde zum neuen Vorsitzenden der Partei gewählt. Apfel löst damit nach 15 Jahren Amtszeit seinen politischen Ziehvater Udo Voigt an der Spitze der Partei ab.

Dem Parteitag der NPD ging in den einschlägigen Szenepublikationen eine heftige Diskussion über die anstehenden Personalentscheidungen voraus. Umso näher der Parteitag rückte, desto deutlicher trat der sich anbahnende Machtkampf über die Führung der Partei zutage. Am Ende war die Diskussion alles andere als kameradschaftlich. Man bezeichnete sich gegenseitig als „Speichellecker“ und legte in Onlineforen sogar intimste Beziehungen zwischen Parteimitgliedern offen. Die Partei war tief gespalten und die angegriffene Führungsriege der NPD reagierte teilweise mit wilden Beißreflexen.

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Von der Tragödie zur Farce

Benjamin Mayer | 9. November 2011

[analysiert]: Benjamin Mayer über den Machtkampf innerhalb der NPD kurz vor dem  bevorstehenden Bundesparteitag

„Der 29jährige Verlagskaufmann Holger Apfel hat in seinen jungen Jahren eine steile Karriere als JN- und NPD-Führungskraft hinter sich und zählt heute zu den wichtigen Schlüsselpersonen des Parteivorstandes.“ Dies schrieb Udo Voigt noch 1999 in einem Kurzporträt über seinen politischen Ziehsohn. Zehn Jahre später sollte Apfel das erste Mal einen Versuch unterstützen, den seit 1996 amtierenden Parteivorsitzenden zu stürzen. Bereits 2009 hatte eine Fraktion um Holger Apfel und Udo Pastörs versucht, Voigt als Parteivorsitzenden der NPD abzulösen. Zunächst hatte man hierzu Andreas Molau ins Rennen geschickt, welcher allerdings nie zur Wahl antreten sollte, sondern seine Kandidatur wieder zurückzog. Stattdessen versuchte 2009 Pastörs, Vorsitzender der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, mit Unterstützung von Apfel an die Spitze der Partei zu gelangen. Auch dies misslang. Rund zwei Jahre später tritt Holger Apfel nun selbst gegen Voigt an, um durch einen Wechsel an der Spitze der Partei „endlich wirkungsvoll die deutsche Politik [zu] beeinflussen“.

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Angriff von Rechtsaußen

Christoph Hoeft | 7. November 2011

[präsentiert]: Ronny Blaschke über Fußball und Rechtsradikalismus

Vergangene Woche war der Sportjournalist und Autor Ronny Blaschke zu Gast am Göttinger Institut für Demokratieforschung. In einer gut besuchten Veranstaltung präsentierte er die Ergebnisse seiner Recherche über die rechtsradikale Unterwanderung der deutschen Fußballkultur. Im Interview stellt Blaschke seine zentralen Erkenntnisse vor.

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„Fußball hat schon lange seine Unschuld verloren“

Frauke Schulz | 31. Oktober 2011

[nachgefragt]: Interview mit Ronny Blaschke über Fußball und Rechtsradikalismus

Ronny Blascke, Autor des Buches „Angriff von Rechtsaußen. Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“, stellt am Donnerstag, 3. November, um 18.30 Uhr im Göttinger ZHG 003 sein Buch vor. Frauke Schulz hatte vorher die Möglichkeit, mit ihm zu sprechen.

Frauke Schulz: Für die meisten Menschen gehört Sport in die Freizeit, hat etwas mit Ausgleich und Abschalten zu tun. Sie aber erheben Sport in Ihrer Arbeit zum Politikum. Warum eigentlich?

Ronny Blaschke: Nicht ich erhebe den Sport zum Politikum. Ich versuche zu beschreiben, wie und warum andere den Sport politisch nutzen, vor allem Rechtsextreme. Außerdem gibt es kein Feld der Gesellschaft, das gänzlich unpolitisch ist. Sportfunktionäre wollen das nicht wahrhaben, weil sie den Politik-Begriff auf Parteien und Parlamente verengen – dabei reicht das Politische im Sport viel weiter, es steht auch für Wertevermittlung und Demokratie-Lehre. Medien bringen Politik und Sport nur zusammen, wenn während der Fußball-WM Angela Merkel oder Christian Wulff im Stadion sitzen. Das aber ist nur die erste Ebene, die am leichtesten zu beobachten ist.

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Über echte Verlierer und faktische Gewinner

Johannes Melchert | 6. September 2011

[kommentiert]: Johannes Melchert über die Ursachen des Wahlergebnisses in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Sieger der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern standen schon zu Beginn des Wahlkampfes fest: der sympathische Ministerpräsident Erwin Sellering und seine SPD. Mit einem heimatverbundenen Wahlkampf legten sie einen klaren Start-Ziel-Sieg hin. Anders jedoch die CDU. Noch nie hat sie ein so schlechtes Ergebnis eingefahren; die FDP fliegt sogar aus dem Landtag. Sie konnte nur etwa halb so viele Wähler von ihrer Politik überzeugen wie die NPD. Was aber haben CDU und FDP falsch gemacht und wieso gelang es der NPD, erneut in den Landtag zu kommen?

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Jenseits des Verfassungsbogens

Sebastian Kohlmann | 28. April 2011

[nachgefragt]: Frank Decker über Populismus, Links- und Rechtsextremismus

Worin unterscheiden sich Links- und Rechtsextremismus, wo verläuft die Grenze zwischen Extremismus und Populismus und welche Chancen haben derzeit populistische Parteien? – Hierauf antwortet Politikwissenschaftler Prof. Dr. Frank Decker im Interview mit „Unter der Lupe“, dem Radiomagazin des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

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„Organisierte Verwirrung“

Benjamin Mayer | 20. April 2011

[nachgefragt]: Professor Wolfgang Gessenharter über das politische Spektrum der Neuen Rechten

Das politische Spektrum der Neuen Rechten findet sich im Zwischenraum von Konservatismus und Rechtsextremismus. Prof. Wolfgang Gessenharter über die Entstehung, die ideologischen Ziele und den politischen Einfluss der Neuen Rechten.

1. Was ist und woher kommt die Neue Rechte?

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