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Putin- statt Systemkritik

Marcus Franke | 29. Juli 2013

[gastbeitrag]: Marcus Franke über Russlands Reaktion auf die Finanzkrise

Dass Wirtschaftskrisen politische Systeme destabilisieren und sinkender Wohlstand die Protestbereitschaft verstärkt, ist weitestgehend unumstritten. Die politischen Auswirkungen der Finanzkrise 2008 auf die Russische Föderation unterscheiden sich jedoch erheblich von denen auf die transatlantische Welt. Während die wirtschaftliche Verunsicherung in Europa und den USA systemkritische sowie populistische Bewegungen und Parteien hervorgebracht hat, erlebt Russland ein Déjà-vu: Die Krise entzündet sich dort abermals weniger am Wohlstandsverlust als am dahinter vermuteten Politikversagen. Russische Proteste richten sich daher nicht gegen das politische oder gar das ökonomische System, sondern gegen dessen zentralen Akteur: Wladimir Putin.

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