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Das Politische Geschlecht

Jöran Klatt | 2. Juni 2015

Das politische Geschlecht

[debattiert]: Jöran Klatt über die Herausforderung und Aktualität der Kategorie Gender

Seit nun bald zwei Jahren diskutiert Baden-Württemberg intensiv darüber, ob und in welcher Form der Sexualkundeunterricht verschiedene Entwürfe sexueller Präferenzen als Normalität darstellen darf. Pegida und auch das AfD-Grundsatzprogramm warnen vor einem Gender-Mainstreaming. Und nicht zu vergessen: die Frauenquote. Auch 2015 mangelt es offenbar nicht an sozialer Energie und Konfliktpotenzial, wenn es um Kategorien der Geschlechtlichkeit geht. Ein Blick auf das Politische Geschlecht bietet sich also an – auf die Rolle, die Gender als Kategorie von policy und politics hat. Das Institut für Demokratieforschung wird sich mit der hier beginnenden Reihe in den folgenden Wochen und Monaten dieser Thematik widmen. Die Perspektive Gender einzunehmen, bedeutet dabei nicht selten ein soziales Spannungsfeld zu betreten.

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Moloch und Minusmensch

Christopher Schmitz | 10. Juli 2014

[analysiert:] Christopher Schmitz über Black Metal als postmoderne Gegenwartsdiagnose

Was der industrialisierten Moderne des Vorkriegseuropas der Impressionismus war, ist dieser Tage vielleicht der Black Metal. Die Impressionisten des beginnenden 20. Jahrhunderts brachten ihre Skepsis gegenüber der Moderne mittels Musik und Malerei zum Ausdruck; die Metaller von heute mit Hilfe von melancholischen Texten, düsteren Tonwelten und schwarzdunkler Ästhetik. In beiden Epochen wird deutlich: Gesellschaftliche Veränderungsprozesse rufen neben verheißungsvollem Willkommensrufen oftmals auch Widerspruch und Angst hervor. Die Binsenweisheit, dass Kunst eine Interpretation des Kulturellen (und seiner Schattenseiten) darstellt, zeigt auch die Musik des Black Metal.

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