Heide Simonis war es lange Zeit, nun ist Hannelore Kraft die zweite sozialdemokratische „Landesmutter” Deutschlands geworden. – Ministerpräsidentin eines Bundeslandes zu werden, ist jedoch alles andere als einfach. Die ehemalige Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der hessischen SPD Andrea Ypsilanti, ehemalige Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der hessischen SPD ist 2009 daran spektakulär gescheitert. Dasselbe hatte zuvor auch Ute Vogt versucht. Die damalige SPD-Landeschefin in Baden-Württemberg war 2001 und 2006 als Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin ins Rennen gegangen, verlor jedoch in beiden Anläufen. Ebenso vergeblich waren in den Jahren 1994 und 1998 die Versuche von Renate Schmidt in Bayern. Die zweite Ministerpräsidentin Deutschlands wurde im Oktober 2009 Christiane Lieberknecht, nachdem Dieter Althaus zurückgetreten war und dadurch eine Große Koalition in Thüringen ermöglichte. Allerdings musste der Landtag dreimal abstimmen, um die Christdemokratin schlussendlich zur Regierungschefin zu wählen.
→ weiter lesen[nachgefragt]: Dr. Matthias Micus vom Göttinger Institut für Demokratieforschung über politische Führung und den Regierungsstil der Kanzlerin
Zum Thema: Matthias Miucs: Tribunen, Solisten, Visionäre. Politische Führung in der Bundesrepublik, V&R unipress, Göttingen 2010. [Link]
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