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Tagungsbericht: Überblick mit Leerstellen

Julia Kopp; Alex Hensel | 15. Dezember 2016

[kommentiert]: Julia Kopp und Alexander Hensel über die Tagung „Rechtspopulismus und die Zukunft der europäischen Integration“ in Göttingen

Eigentlich ist die Populismus-Debatte ein ziemlich alter Hut. Ursachen, Eigenschaften und Herausforderungen von Populismus werden auch hierzulande bereits seit vielen Jahren erforscht und debattiert.[1] Dennoch: Seit „PEGIDA“, dem „Brexit“ und den Wahlerfolgen der AfD im Jahr 2016 ist das Thema zweifellos wieder hochrelevant. So gelang den Veranstaltern der Tagung „Rechtspopulismus und die Zukunft der Europäischen Integration“ termin- und inhaltlich eine Punktlandung. Wenige Wochen nach dem Trump-Schock und nur einige Tage vor der Österreichischen Bundespräsidentenwahl diskutierten am 29. November 2016 europäische Expertinnen und Experten in Göttingen über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen des Rechtspopulismus.

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Kongress, Knatsch und Krise: der #dvpw2015

Julia Zilles; Alexander Hensel | 29. September 2015

[kommentiert]: Alex Hensel und Julia Zilles über den DVPW-Kongress 2015 in Duisburg

Große wissenschaftliche Kongresse können eine zähe Angelegenheit sein: Konzeptionell mühsam verschränkte Ober- und Subthemen verlieren sich allzu leicht in der Erratik hochritualisierter Fachdiskussionen und im Nebeneinander gegensätzlicher Ansätze. Anders war zweifellos der diesjährige Kongress der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DVPW), der unter dem Thema „Vorsicht Sicherheit! Legitimationsprobleme der Ordnung von Freiheit“ in der vergangenen Woche an der Universität Duisburg-Essen stattfand. Die Zusammenkunft von rund 850 PolitikwissenschaftlerInnen bot neben vielfältigen und interessanten Diskussionen einen harten verbandspolitischen Konflikt und spektakuläre Vorstandwahlen.

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Ein Dutzend INDES…

Alex Hensel | 26. November 2014

[präsentiert]: Die Redaktion unserer Zeitschrift INDES zieht Zwischenbilanz

Seit dem Herbst 2011 wird am Göttinger Institut für Demokratieforschung die Zeitschrift INDES produziert und herausgegeben. Deren Ziel ist es, politikwissenschaftliche Forschung verständlich und spannend zu vermitteln. Dabei versucht die Redaktion eine Brücke zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit zu bauen. Nach nunmehr 12 Heften zu Titelthemen wie „Vordenker„, „verlorene Generationen„, „Rausch und Rationalität“ oder „Die 1980er Jahre“ ziehen Herausgeber Franz Walter und die Mitglieder der Redaktion eine Zwischenbilanz der bisherigen Entwicklung. Das neuste Heft von INDES widmet sich dem Thema „wissenschaftliche Schulen„.

Video: David Osterkorn & Julia Kiegeland

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Bürgerprotest und Wissenschaft

Stephan Klecha | 15. April 2013

[kommentiert]: Stephan Klecha zur Lage der deutschen Protestforschung

Politischer Protest gehört zum Wesen der Demokratie, ja er ist in einer pluralistisch verfassten Gesellschaft notwendig. Er zeugt davon, dass politische Entscheidungen nicht pauschal gebilligt werden, dass sie hinterfragt werden, dass sie Kritik aushalten müssen. Zugleich mahnt er an, die Fähigkeit zum politischen Kompromiss zu nutzen und nicht berücksichtigte Interessen künftig einzubeziehen oder an anderer Stelle diese aufzugreifen. Insofern gehört die Forschung über Proteste eigentlich zum Wesen der Politikwissenschaft oder der Soziologie – sollte man zumindest meinen. Die Realität in der deutschen Forschungslandschaft sieht indes etwas anders aus.

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Politikwissenschaft als Ausbildung für Politiker?

Frauke Schulz | 4. Juni 2012

[debattiert]: Frauke Schulz antwortet auf den Kommentar von Julian Kirchherr vom 24.05.2012 auf Zeit online mit dem Titel „Politikwissenschaft ist Mist„.

Lieber Julian,

ganz offensichtlich hast Du das falsche Fach studiert oder genauer: Du hast Dein Studium mit völlig falschen Erwartungen begonnen.

Ich gebe zu, auch ich habe mich in meinem Politikstudium manchmal gefragt, wofür das, was Dozenten mir zu lesen gaben, nützlich sein sollte. Viele Texte sind sperrig formuliert und wirken durch ihre randständigen, kleinteiligen Themen wenig relevant. Das ist ein Problem, das von viel mehr PolitikwissenschaftlerInnen überwunden werden muss. (Vgl. hierzu Lawrence Mead: Reformiert die Politikwissenschaft, in: INDES 0/2011, S. 126).

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