Partizipation rss facebook Twitter

Zivilgesellschaft in Brasilien

Britta Baumgarten | 14. Juli 2014 | Keine Leserbriefe

[gastbeitrag]: Britta Baumgarten über den brasilianischen Staat und Zivilgesellschaft im Wandel.

Nun ist sie also vorbei, die Fußball-Weltmeisterschaft, die Brasilien diesen Sommer in den Fokus der deutschen Massenmedien rückte. Thema war aber nicht nur der Sport, berichtet wurde vielmehr auch wegen drohender Proteste. Massendemonstrationen sind während der WM allerdings weitestgehend ausgeblieben – nicht zuletzt aufgrund des gewaltsamen Vorgehens der Polizei gegen Demonstrierende zu Beginn des Turniers.

weiter lesen

Bildung und Beteiligung

Yvonne Blöcker | 19. Juni 2014 | Keine Leserbriefe

[analysiert]: Yvonne Blöcker über Lebenslagen von Kindern mit Migrationshintergrund.

Jedes dritte Kind in Deutschland unter 14 Jahren hat heutzutage einen Migrationshintergrund. Als im Jahr 2013 erstmals ein umfassender Kinder-Migrationsreport erschien, war eine solche Publikation daher längst überfällig.[1] Dieser Report zeigt: Auch wenn die Mehrheit aller Kinder mit Migrationshintergrund von Geburt an unter den gleichen institutionellen und strukturellen Bedingungen wie Kinder ohne Migrationshintergrund aufwächst, so gibt es doch Unterschiede in den Lebenslagen, z.B. im Bereich Bildung. Aber auch Beteiligung, wie eine bereits 2009 erschienene Studie konstatiert, fällt zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund unterschiedlich aus. Inwiefern kündigt sich hier ein Problem unserer zukünftigen Gesellschaft an und wie lässt sich Abhilfe schaffen?

weiter lesen

CfP: Zwischen Autonomie, Aufschrei und Überwachung

Alex Hensel | 15. Mai 2014 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Tagung “Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten” in Göttingen

Am 28./29.11.2014 findet in Göttingen die Tagung “Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten: Grassroots zwischen Autonomie, Aufschrei und Überwachung” statt. Auf der von unserem Institut mitausgerichteten Konferenz sollen theoretische und praktische Perspektiven auf neue und ältere Formen des politischen Handelns im Internet geworfen werden. In jedem Fall wird es spannend, sowohl erfahrene als auch nachwachsende WissenschaftlerInnen sind dazu aufgerufen, bis zum 20. Juni 2014 Abstracts einzureichen. Alle Informationen finden sich auf der Homepage der Tagung oder direkt hier im Call for Papers.

weiter lesen

World of Widerstand

Felix Butzlaff | 28. März 2014 | 1 Leserbrief

[kommentiert]: Felix Butzlaff über die Studie „World Protests 2006-2013

Bürgerproteste in Deutschland sowie in einigen europäischen Nachbarländern gehören zum Kern des wissenschaftlichen Erkenntnisinteresses des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. Weil politische Parteien bestimmte soziale Gruppen in der deutschen Gesellschaft kaum mehr erreichen und bestimmte Themenfelder kaum mehr glaubwürdig repräsentieren können, nehmen immer mehr  Menschen die Vertretung ihrer Anliegen mit Nachdruck selbst in die Hand. Auch international häufen sich recht differente Protestphänomene : Vom „Arabischen Frühling“ zwischen Tunesien und Syrien über die chilenischen Studenten, die erst für eine Ent-Privatisierung des Bildungssystems und dann für eine gerechtere Gesellschaft auf die Straße gegangen sind, bis hin zu Protesten gegen Lebensmittelpreise oder drückende Arbeitsbedingungen in Afrika oder Südostasien reichen die Ereignisse, die es in die Tagespresse geschafft haben. Ob dahinter tatsächlich ein weltweiter Trend zu erkennen ist, haben sich eine Arbeitsgruppe um Sara Burke vom New Yorker Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung und Kollegen von der Columbia University gefragt und zur Forschungsaufgabe gemacht.[1]

weiter lesen

Niedrige Wahlbeteiligung – alles halb so wild?

Franz Walter | 31. Mai 2013 | 1 Leserbrief

[analysiert]: Franz Walter über Wahlenthaltung und die wachsende Distanz zwischen Bürgern und Staat.

Es sind Wahlen. Und kaum noch jemand geht hin. Diese etwas abgegriffene Sentenz kann man vor allem nach Regional- und Gemeindewahlen häufig hören. So auch jetzt wieder, nachdem am Wochenende bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein nur 46,7 Prozent der Wahlberechtigten ein Votum abgeben haben. In der Landeshauptstadt Kiel gingen gar nur 37 Prozent an die Urnen. Am Tag darauf hört man die üblichen sorgenvollen Stimmen aus der Politik, die aber in der Regel einen weiteren Tag später schon wieder verstummen. Schließlich delegiert man die Verantwortung an andere. Der Landesvorsitzende der Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein nennt die Medien, welche durch ihre Negativberichterstattung das System der parlamentarischen Demokratie beschädigten. Der CDU-Landesgeschäftsführer in Kiel mahnt die Schulen, mehr didaktischen Einsatz für das parlamentarisch-demokratische Prozedere zu zeigen.

weiter lesen

Der unterschätzte Protest

Pepijn van Dijk | 13. März 2013 | Keine Leserbriefe

[kommentiert]: Pepijn van Dijk über die Front deutscher Äpfel und DIE PARTEI

Typen von Protestierenden gibt es viele und häufig eilt ihnen ein ganz unterschiedlicher Ruf voraus. Im Folgenden soll es aber nicht um schon bekannte Typen gehen, sondern um einen anderen, einen oft belächelten und nicht richtig ernstgenommenen Typus: den satirischen Aktivisten. Während andere Protestbewegungen ihre Forderungen offen propagieren oder einfach nur Stärke symbolisieren wollen, ist die Methode des satirischen Protestes subversiver: Seine Waffe ist der Spiegel, seine Methode zumeist die Ironie.  Er nimmt die Symbole des Gegners auf und verwendet sie gegen ihn. Anhand zweier Beispiele sollen hier die Funktionsweise des satirischen Protests und das Weltbild des satirischen Aktivisten  beleuchtet werden. Denn wie eine neue Studie des Instituts für Demokratieforschung über Bürgerproteste in Deutschland zeigt, hat auch der satirische Protest ein durchaus seriöses Anliegen.[1]

weiter lesen

Ein Rezept für zufriedene Bürger?

Stine Marg | 11. Februar 2013 | 1 Leserbrief

[kommentiert]: Stine Marg über den “Open Data Open Government Monitor 2013″

Von Stuttgart21 über die Widerstände gegen die Elbphilharmonie bis zu den Protesten gegen die Flugrouten in Berlin, Frankfurt und München: Die Bürger demonstrieren gegen Großprojekte, äußern lautstark ihren Unmut über Infrastrukturmaßnahmen, kritisieren öffentliche Großbaustellen. In unserer Studie „Die neue Macht der Bürger“ werden derzeitige Protestphänomene umfassend untersucht. Die bundesdeutsche Demokratie, so eines der zentralen Ergebnisse, wird auch künftig mit wütenden Auseinandersetzungen über kleinere und größere Infrastrukturvorhaben zu tun haben. Vor diesem Hintergrund werden vor allem ein mehr an staatlicher Transparenz vor und während der Planung von Bauprojekten sowie eine Beteiligung der (betroffenen) Bürger angeraten. Zu dieser Forderung kommt auch eine vor kurzem vom Softwareentwickler SAS bei Forsa in Auftrag gegebene Untersuchung, deren zentralen Ergebnisse hier diskutiert werden sollen. 

weiter lesen

Über die eigene Arbeit und Geldgeber von Grundlagenforschung

Franz Walter, Felix Butzlaff, Lars Geiges, Stine Marg | 6. Februar 2013 | 6 Leserbriefe

[kommentiert]: Über unsere Studie „Bürgerproteste in Deutschland“

Vor einer Woche haben wir unsere neue Untersuchung über Bürgerproteste in Deutschland vorgestellt, die nun auch als Buch im Rowohlt Verlag vorliegt. Viele Medien haben über die BP-Gesellschaftsstudie berichtet, worüber wir uns sehr freuen.

Gerne hätten wir nun auch an dieser Stelle – bei uns im Blog – damit begonnen, Ergebnisse der Studie zu diskutieren, über Bürgerbeteiligung und Formen des Engagements zu schreiben sowie auch einmal grundsätzlich über die Frage nachzudenken, was das alles für die Verfasstheit unserer Demokratie bedeutet.

Diese Fragen müssen nun warten.

weiter lesen

„Antes da Dívida Temos Direitos!“*

Britta Baumgarten | 17. Oktober 2012 | Keine Leserbriefe

[kommentiert]: Britta Baumgarten über Proteste gegen prekäre Beschäftigung in Portugal.

Schon seit Längerem litt Portugal unter Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung. Mit der Schuldenkrise hat sich dieses Problem verschärft. Größere Proteste wie am 15. September 2012[1] blieben bislang allerdings die Ausnahme. Entgegen des weltweiten Trends regt sich ausgerechnet abseits von Massendemonstrationen politischer Widerstand gegen Kürzungsmaßnahmen und Deregulierung. Die portugiesischen Bürger reichten direkt einen Gesetzesentwurf zur Bekämpfung prekärer Beschäftigung im Parlament ein. In den kommenden Tagen wird über diese Gesetzesinitiative abgestimmt, für die verschiedene zivilgesellschaftliche Gruppen, begleitet von einer aufwändigen Kampagne, monatelang mehr als 35.000 Unterschriften sammelten.

weiter lesen

Überflieger und Bruchlandungen

Julian Rabe | 19. Juli 2012 | 1 Leserbrief

[kommentiert]: Julian Rabe kommentiert den Münchner Bürgerentscheid und die Bayern-Wahl 2013.

„In Bayern kann man einen Besenstiel schwarz anstreichen, und dieser würde gewählt werden.“ Mit dieser Binsenweisheit pflegte der Volksmund bayerische Landtagswahlen regelmäßig abzuqualifizieren – insbesondere in den 46 Jahren absoluter CSU-Mehrheit (von 1962 bis 2008). Doch das dortige Wählerverhalten ist – und war – keineswegs so festgefahren, wie es nördlich des Frankenwaldes und westlich des Allgäus wahrgenommen wird. Allerdings haben die Bayern bislang lediglich direkt vor den Haustüren Flexibilität gezeigt. Mit 69,9 Prozent im Landkreis Dingolfing-Landau, 76,3 Prozent im Kreis Roth und 80,1 Prozent in der Stadt Fürth gewannen sozialdemokratische Spitzenkandidaten die letzten Wahlen geradezu erdrutschartig. Die Sitzverteilung in den Parlamenten der zugehörigen Ebenen und ihre politische Historie zeigen jedoch, dass es sich bei diesen Gebieten keinesfalls um traditionelle SPD-Hochburgen handelt. Vielmehr konnten vor Ort jeweils geeignet erscheinende Kandidaten überzeugen.

weiter lesen

Ältere Einträge