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Wandel und Fortschritt in den Christdemokratien Europas

 | 21. Oktober 2014

Das Buch

Die christdemokratischen Parteien Westeuropas sahen sich zuletzt besonders stark mit gesellschaftlichem und politischem Wandel konfrontiert. Die Reaktionen dieser einst hyperstabilen christdemokratischen Parteien der bundesdeutschen CDU, der österreichischen ÖVP und des niederländischen CDA fielen daher umso mächtiger aus. Dabei kam es zu erstaunlichen Veränderungsprozessen: Andreas Wagner stellt dar, wie sich dieser Wandel trotz der einst gefestigten gesellschaftlichen Verhältnisse und der ganz besonderen innerparteilichen Beharrungskräfte immer wieder gegenüber den innerparteilichen Vetospielern behaupten konnte. Gerade in Oppositionszeiten zeigte sich über die Landesgrenzen hinweg, wie die Christdemokratien die Zeit nutzten, um als politische Großorganisationen zu lernen und sich zu verändern.

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Die Normalitätsfalle

Matthias Micus | 10. Oktober 2013

[analysiert]: Matthias Micus über das Krisenbewusstsein der österreichischen Volksparteien.

Die Österreicher haben einen neuen Nationalrat gewählt – und ganz fraglos ist das Resultat dieses Urnenganges verblüffend. Erstaunlich ist nicht, dass die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und die Österreichische Volkspartei (ÖVP), die beiden Partner der schon zuvor „gar nicht mehr so großen Großen Koalition“ (Anton Pelinka), abermals an Stimmen und Prozentanteilen verloren haben. Aufsehen erregend ist auch nicht das Abschneiden der rechtspopulistischen FPÖ, wenngleich sie sich mit einem Stimmenplus von drei Prozentpunkten und einem Gesamtergebnis von 20,6 Prozent langsam wieder ihrem Rekordergebnis aus dem Jahr 1999 annähert. Bemerkenswert ist schon eher der Einzug zweier neuer Parteien in das österreichische Bundesparlament: das auf seinen Gründer personenfixierte Team Frank Stronach und das liberale Bündnisprojekt NEOS, wobei ersteres durch Überläufer von anderen Parteien bereits vor der Wahl im Parlament vertreten war.

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