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Wie BürgerInnen in Frankreich den öffentlichen Raum zurückerobern

Sophia Dolinga | 13. Oktober 2016

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[analysiert]: Sophie Dolinga zieht eine Zwischenbilanz des Protest-Phänomens „Nuit Debout“

Frankreichs politisches Klima ist angespannt. Rund ein Viertel der unter 25-Jährigen sind arbeitslos, der rechtspopulistische Front National gewinnt zunehmend Wählerstimmen und der monatelange Ausnahmezustand, der im Rahmen der Anschläge im November 2015 ausgerufen worden ist, dauert nach mehreren Verlängerungen noch immer an. In dieser Dynamik entstand am Abend des 31. März 2016 auf dem symbolträchtigen Place de la République, im Herzen von Paris, das Protest-Phänomen „Nuit Debout“ (dt. Übersetzung in etwa: „Wach/Aufrecht durch die Nacht“). Wie ließe sich Nuit Debout aus sozialwissenschaftlicher Sicht einordnen, was charakterisiert die Bewegung und wie hat sie sich entwickelt – rund ein halbes Jahr nach ihrem Aufkommen ist es Zeit für eine Zwischenbilanz.

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