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Nachruf rss facebook Twitter

Vom Göttinger Studenten zum Staatsoberhaupt

Sebastian Kohlmann | 2. Februar 2015

[analysiert]: Sebastian Kohlmann mit einem Nachruf auf Richard von Weizsäcker

Mehrere Tage hat die Reise vom Bodensee gedauert, bevor Richard von Weizsäcker, 25, schließlich in Göttingen ankam.[1] Das Wintersemester stand vor der Tür – Göttingen war neben Heidelberg[2] die erste Stadt, die den Universitätsbetrieb wieder aufgenommen hatte. Es ist das Jahr 1945, der Krieg ist gerade vorbei. Die kommenden Jahre sollten für den jungen von Weizsäcker ein “einziges großes Studium generale”[3] werden, erinnert sich der spätere Bundespräsident. Mehr noch: Die Aufnahme an der Universität Göttingen sei ein “Lebensglücksfall” gewesen. Richard von Weizsäcker, am 31.01.2015 im Alter von 94 Jahren gestorben, war einer der ganz großen Intellektuellen in der Nachkriegsbundesrepublik. In Göttingen fand seine Karriere ihren Ursprung.

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