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Partei der kleinen Leute?

David Bebnowski | 9. Februar 2015

[kommentiert]: David Bebnowski über die Wählerpotenziale der AfD

In Großbritannien ist es auch passiert. Die Partei der früher gleichsam natürlich linken Wähler, der Arbeiter, der sogenannten „kleinen Leute“, das ist mittlerweile eine rechtspopulistische – die UKIP (United Kingdom Independence Party). Die Politikwissenschaftler Matthew Goodwin und Robert Ford fanden heraus, dass die UKIP die am stärksten von der working-class dominierte Partei seit über dreißig Jahren ist.[1] Nun könnte man annehmen, die Briten auf ihrer Insel, wie immer die Ausnahme. Aber das stimmt eben nicht. Auch in der unmittelbaren Nachbarschaft ist es nicht anders. Die FPÖ in Österreich, die Freiheit in den Niederlanden und auch der erstarkende Front National Marine Le Pens sind bei einem Blick auf ihre Wähler vor allem eines: Arbeiterparteien. Und in Deutschland?

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Die Mitte in Deutschland

Robert Mueller-Stahl | 18. Dezember 2014

[präsentiert]: Stine Marg zur Vermessung und Bedeutung einer gesellschaftlichen Standortbestimmung.

Die „Mitte“ als Begriff für eine soziale und politische Standortbestimmung hat ist ebenso zentral wie populär. Dennoch bleibt oftmals im Vagen, wer und was mit der gesellschaftlichen Mitte eigentlich gemeint ist. Stine Marg diskutiert im Interview den Begriff der Mitte als gesellschaftliche Selbstverortung als auch die damit verbundenen Denk- und Deutungsmuster. Sie präsentiert dabei zentrale Ergebnisse ihrer Studie „Mitte in Deutschland. Zur Vermessung eines politischen Ortes“, die jüngst bei Transcript ersschienen ist.

Redaktion & Technik: Hanna Feesche und David Osterkorn

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Sarrazin, AfD, HoGeSa, Pegida

Felix M. Steiner | 16. Dezember 2014

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[gastbeitrag]: Felix M. Steiner über die Pegida-Proteste in Dresden und ihre Ursachen.

„Wir sind das Volk“ schallt es seit mehreren Wochen jeden Montag durch Dresden. Die Parole der alten Proteste dient nun – nicht nur in Dresden – als Konstruktion einer vermeintlich demokratischen Bewegung. Rund 15.000 Menschen zog es in der sächsischen Landeshauptstadt am vergangenen Montag bereits auf die Straße, es war die neunte Veranstaltung in Folge Unter dem sperrigen Namen „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren die Menschen wohl gegen vieles, doch die „Islamisierung des Abendlandes“ dürfte kaum der Kern ihres Protestes sein. So neu wie einige Medien diese neue Protestbewegung einordnen, ist sie indes nicht. Anders ist lediglich, dass sich Ressentiments und Rassismus in Deutschland wieder in einem derartigen Ausmaß auf der Straße verdichten und dies jenseits der organisierten extremen Rechten.

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Die Sozialdemokraten und der Fortschritt

Franz Walter | 4. Februar 2011

[analysiert]: Franz Walter analysiert Fortschrittsangst und -glauben.

Und wieder verschreiben sich die Sozialdemokraten dem Fortschritt, wenngleich in diesen Tagen dem „neuen“ Fortschritt. Dabei: Neu ist der Slogan nicht. 1987 kreierte und propagierte ihn bereits Ulrich Maurer, damals Vorsitzender der SPD in Baden-Württemberg heute Bundestagsabgeordneter der Linken. Maurer war seinerzeit noch ein „Modernisierer“ und argumentierte ganz ähnlich wie heute seine Pendants in der neuen SPD. Für die Wahlniederlagen der SPD in jenen Jahren machte er das Negativ-Image der SPD als „Neinsager-Partei“ verantwortlich.

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Neue Dimensionen des Protests

AG Demokratietheorie | 19. November 2010

Stuttgart 21

[präsentiert]: Download der Studie über den Protest gegen Stuttgart 21

Die Proteste gegen Stuttgart 21: Wer sind die Protestierenden? Was sind ihre Motive und in welchen gesellschaftlichen Hintergrund sind die Ereignisse in Stuttgart einzuordnen? Antworten auf diese Frage liefert unsere Studie „Neue Dimensionen des Protests“.

Weitere Artikel über den Protest gegen Stuttgart 21:

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Die Mitte am Rand?

Ulf Meyer-Rewerts, Benjamin Mayer | 5. November 2010

[kommentiert]: Benjamin Mayer und Ulf Meyer-Rewerts kommentieren die aktuelle Debatte zum Extremismus der Mitte.

„Demokratie ist kein Sockel, der – einmal erreicht – langfristig stabil bleibt.“ Diese Schlussfolgerung ist auch Leitmotiv der gerade veröffentlichten Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES): Die Mitte in der Krise.

Wenn in Deutschland über die Gefahren für die parlamentarische Demokratie diskutiert wird, verweist man meist auf die politischen Ränder, welche  die eigentlichen Gegner des bestehenden demokratischen Systems seien. Der Grund hierfür ist nicht zuletzt in der dafür meist bemühten Extremismustheorie zu suchen, die in ihrer Gleichsetzung von „Rechtsextremismus“ und „Linksextremismus“ ein unterkomplexes Bild der Gesellschaft skizziert, welches eine Mitte als frei von Extremen kennzeichnet und somit für die wissenschaftliche Analyse eher Barrikaden errichtet statt einen klaren Zugang zu ermöglichen. Besonders in den letzten Monaten wurde immer wieder deutlich – nicht zuletzt durch die Sarrazin-Debatte –, dass Gefahren für die Demokratie, insbesondere den Gleichheitsgedanken betreffend, auch jenseits der politischen Ränder vorhanden sind. Entsprechend groß war das mediale Echo auf die Veröffentlichung der aktuellen FES-Studie.

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Was bewegt die Mitte?

Alex Hensel | 11. Oktober 2010

[präsentiert]: Felix Butzlaff über die Politikwahrnehmung der Mittelschicht

Was denkt die Mitte der Gesellschaft über Politik, Politiker und Demokratie? Felix Butzlaff präsentiert die Ergebnisse der Studie „Politikwahrnehmung der Mittelschicht in NRW“, die das Göttinger Institut für Demokratieforschung zusammen mit der Agentur Q durchgeführt hat.

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Das Stockholmsyndrom der schwedischen Sozialdemokratie

Jens Gmeiner | 19. Juli 2010

[analysiert]: Jens Gmeiner beschreibt, wie die SAP von ihrer Hauptstadt politisch gefangen genommen wird

Blättert man vor der schwedischen Reichstagswahl durch die politischen Kommentare und Analysen der schwedischen Zeitungen, so könnte man beinahe annehmen, Schweden bestünde nur noch aus der Hauptstadt Stockholm. Wer hier gewinne, so der mediale Tenor, werde auch die Wahl gewinnen. Wer die Wahl gewinnen will, muss Stockholm gewinnen. So ganz von der Hand zu weisen, ist diese Beobachtung nicht, wenn man Statistiken und die politikwissenschaftliche Theorie zu Hilfe nimmt.

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Bürger oder Genossen?

Alex Hensel | 30. Juni 2010

[nachgefragt]: Stine Harm über Sozialdemokraten bürgerlicher Herkunft.

Du hast eine biografische Arbeit über  Carlo Schmid und Hedwig Wachenheim geschrieben. Wer sind die beiden?

Hedwig Wachenheim engagierte sich schon als junge Frau in der Berliner Sozialdemokratie und baute dort in den 1920er Jahren maßgeblich die Arbeiterwohlfahrt mit auf. Carlo Schmid wechselte erst  nach einer erfolgreichen juristischen Laufbahn nach 1945 zur Sozialdemokratie. Er agierte dort sehr erfolgreich als Mitglied im Parteivorstand und war viele Jahre Bundestagsvizepräsident. Beide Politiker kamen ursprünglich aus dem großbürgerlichen Milieu und setzen sich dennoch für die Interessen und die Partei der Arbeiterschaft ein.

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Politikwahrnehmung der Mittelschicht

Stine Harm | 17. Juni 2010

[analysiert:] Unsere Mitarbeiter haben gemeinsam mit der Agentur Q erforscht, was die Menschen in der Mitte bewegt. Stine Harm fasst exklusiv für den Blog erste Ergebnisse zusammen:

Mütter, die sich zwischen Halbtagsjob und Kinderbetreuung aufreiben, Männer, die den ganzen Tag arbeiten, damit es für das Eigenheim, den Familienvan und den Jahresurlaub reicht, langverdiente Arbeitnehmer, die sich um ihre berufliche Zukunft und um ihre Rente sorgen oder junge Berufseinsteiger, die mit ihrem Einkommen nicht an Familienplanung denken wollen – das ist die deutsche Mitte.

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