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Fußball – mehr als ein Spiel?

Lars Geiges | 30. Mai 2011 | Keine Leserbriefe

[präsentiert]: Lars Geiges hat ein Buch über die Entwicklung des Arbeiterfußballs verfasst. Hier fasst er seine zentralen Ergebnisse zusammen.

Kann man dieses Spiel noch Fußball nennen? Ein Spiel, bei dem nicht ausschließlich die Anzahl geschossener Tore zählt. Bei dem Schimpfen und Schreien mit Punktabzügen geahndet werden. Bei dem der gelungene Abspiel, filigrane Ballstafetten und fixe Doppelpässe, kurz: das schöne Spiel mehr zählen als der schnöde Treffer in des Gegners Tor?

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Die langen Schatten des Börsen-Booms

David Bebnowski und Michael Lühmann | 13. Mai 2011 | Keine Leserbriefe

[analysiert]: Michael Lühmann und David Bebnowski über die Generation der „Börsen-Boomer“ vor dem Hintergrund des Westerwelle-Liberalismus

Eigentlich war schon alles vorbei, als Guido Westerwelle in den Parteivorsitz der FDP gelangte. An einem unscheinbaren Tag im März 2001, zwei Monate bevor Westerwelle FDP-Vorsitzender wurde, erreicht der Börsenindex Nemax (Neuer-Markt-Index) seinen historischen Höchststand. Die dotcom-Blase, die den überdrehten Marktliberalismus zuvor befeuert hatte, implodierte und riss in den folgenden 31 Monaten etliche Anleger aus ihren Träumen von hohen Spekulationsgewinnen. Sechsundneunzig Prozent seines Wertes – weit über 200 Milliarden Euro – gingen im Neuen Markt verloren. Der Glaube an das große Glück an den Finanzmärkten wurde tief erschüttert.

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Entbehrliche der Bürgergesellschaft?

Alex Hensel | 2. Mai 2011 | 1 Leserbrief

[präsentiert]: Johanna Klatt und Franz Walter über das Engagement sozial Benachteiligter

Wann und warum entstand die “Neue Unterschicht”, wie beteiligen sich sozial Benachteiligte an der Bürgergesellschaft heute und was bedeutet deren geringe Teilnahme an modernen Formen des Engagements für die Demokratie? – Johanna Klatt und Franz Walter über ihr neues Buch “Entbehrliche der Bürgergesellschaft?”

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Die Gerechtigkeit, die sie meinen

Michael Lühmann | 18. April 2011 | 1 Leserbrief

[analysiert]: Michael Lühmann u.a. über die neuen grünen Wähler*

Revolution, Erdbeben, Zeitenwende – die Einschätzungen der Wahlen im Südwesten der Republik übertreffen sich gegenseitig. Und in der Tat, was in Baden-Württemberg passiert ist, verlangt nach Einordnung. Abgesehen von den Folgen für Land und Bund – die personellen Veränderungen in der FDP scheinen da nur der Anfang –, stellen sich zwei Fragen: Wie nachhaltig ist der Erfolg der Grünen? Schließlich erzielen die Grünen nun schon fast seit einem Jahr Zustimmungswerte in vorher unbekannten Höhen. Und welche Ursachen liegen dem Wählerzuwachs zu Grunde? Handelt es sich um einen kurzfristigen Zeitgeisteffekt – Fukushima, und, inzwischen abgeschwächt, die Katastrophe im Golf von Mexiko, scheinen hier allgegenwärtig – oder verbirgt sich hinter dem Zuwachs der Bündnisgrünen eine grundlegendere Verschiebung in den bundesrepublikanischen Mentalitätsströmen?

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Unkalkulierbar wie nie

Alexander Hensel | 24. März 2011 | Keine Leserbriefe

[analysiert]: Ulrich Eith über die Lage in Baden-Württemberg vor der Wahl

Wie sind die Parteien in Baden-Württemberg aufgestellt und wie beeinflusst “Stuttgart 21″ die kommende Landtagswahl? – Hierauf antwortete der Freiburger Parteienforscher Prof. Dr. Ulrich Eith Anfang März unserem Radiomagazin „Unter der Lupe“. Nach der Katastrophe in Japan hat Eith seine Einschätzung der politischen Lage in Baden-Württemberg aktualisert. Er meint, bei den anstehenden Wahlen sei nun alles möglich:

Die Entwicklung der politischen Stimmungslage vor den Ereignissen in Japan war berechenbar. Das Thema „Stuttgart 21“ hatte nur noch regionale Bedeutung. Die Regierungsparteien konnten in den Umfragen schrittweise Boden gutmachen und lagen auf Erfolgskurs. Zu erwarten war also, dass CDU und FDP aufgrund ihrer strukturellen Vorteile in Baden-Württemberg  die Wahl knapp, aber immerhin gewinnen würden. Mit den Ereignissen in Japan hat sich die Stimmungslage erneut gedreht.

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Studentischer Protest braucht Sonne – und Gegner

Franz Walter | 11. März 2011 | Keine Leserbriefe

[kommentiert]: Franz Walter kommentiert die Studentenproteste der letzten zwei Jahrzehnte.

Vor einigen Tagen kam ein Aktivist des Allgemeinen Studentenausschusses zu mir und fragte, was denn die Summe meiner Eindrücke von den studentischen Aktionen der letzen 20 Jahre sei. Ich habe ziemlich herumgestammelt, fahrige Allgemeinheiten über Generationen, Zyklen, den Wechsel von Emanzipation und Ruhepausen zum Besten gegeben. Aber meinem engagierten Studenten konnte ich mit dergleichen Phrasen nicht imponieren. „Wenn Ihnen etwas einfällt, bringen Sie’s zu Papier“, rief er mir im Abgang aufmunternd zu.

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Die Sozialdemokraten und der Fortschritt

Franz Walter | 4. Februar 2011 | Keine Leserbriefe

[analysiert]: Franz Walter analysiert Fortschrittsangst und -glauben.

Und wieder verschreiben sich die Sozialdemokraten dem Fortschritt, wenngleich in diesen Tagen dem „neuen“ Fortschritt. Dabei: Neu ist der Slogan nicht. 1987 kreierte und propagierte ihn bereits Ulrich Maurer, damals Vorsitzender der SPD in Baden-Württemberg heute Bundestagsabgeordneter der Linken. Maurer war seinerzeit noch ein „Modernisierer“ und argumentierte ganz ähnlich wie heute seine Pendants in der neuen SPD. Für die Wahlniederlagen der SPD in jenen Jahren machte er das Negativ-Image der SPD als „Neinsager-Partei“ verantwortlich.

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Die unbürgerlichen Bürgerlichen

Daniela Kallinich | 2. Februar 2011 | 1 Leserbrief

[analysiert]: Daniela Kallinich analysiert die gesellschaftliche Gruppe der “Bobos” in Frankreich.

Bio boomt auch in Frankreich. Hemden sollten aus „Organic Cotton“ hergestellt sein und Schuhe auf dem europäischen Festland. In den Supermärkten wachsen die „Fair-Trade“-Regale und in jeder größeren Stadt gibt es Leihfahrradsysteme nach Beispiel des Pariser „Vélib‘“. Woher kommen diese gesellschaftlichen Veränderungen, von welchen gesellschaftlichen Gruppen wurden sie angestoßen und von wem werden sie getragen?

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Die FDP und die Chance der rechten Mitte

Franz Walter | 30. Dezember 2010 | 1 Leserbrief

[analysiert]: Franz Walter analysiert die Lage der FDP zum Jahreswechsel. Er diskutiert dabei, ob ihre Zukunft im rechten Lager des Parteienspektrums liegt.

Das Jahr 2010 geht allmählich zu Ende. Für den parteipolitischen Liberalismus in Deutschland war das ein denkbar freudloses Jahr. Doch zuweilen stößt man auf die kritische Anfrage, ob die FDP denn überhaupt als eine liberale Partei zu charakterisieren sei? Denn: Stehen die Freien Demokraten nicht vielmehr für all das, was veritablen Freigeistern zutiefst verpönt ist: für Machtpolitik um jeden Preis, für rüden Industrielobbyismus und kalte Verächtlichkeiten gegenüber dem unteren Drittel der Gesellschaft? Was in aller Welt, so hört man nicht selten die Kritiker der Westerwelle-Partei mit bissigem Spott fragen, hat diese Partei besserverdienender Schnösel noch mit den großen Traditionen des Liberalismus zu tun, mit eigensinnigen Diskursen, widerborstiger Zivilgesellschaftlichkeit und couragierter Aufklärung?

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Politisch unreif und naiv

Alex Hensel | 22. Dezember 2010 | Keine Leserbriefe

[kommentiert]: Franz Walter über die Enttäuschung des liberalen Bürgertums

Sind die Anhänger der FDP politisch zu naiv? Im Video kommentiert Franz Walter die historische Wiederkehr von liberaler Euphorie und Enttäuschung.

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