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Brexit: Tories und Labour im Spagat

Michael Freckmann | 21. Juni 2016

[analysiert]: Michael Freckmann über die Situation der britischen Parteien zum EU-Referendum

Großbritannien stimmt am 23. Juni über seinen Verbleib in der Europäischen Union ab. Generell gilt: Die Beziehungen zwischen dem Vereinigtem Königreich und den europäischen Institutionen sind seit jeher kompliziert, die Skepsis vieler Briten gegenüber der EU ist historisch tief verwurzelt. Die aktuelle Debatte über den Brexit reißt alte, komplexe Konfliktlinien auf und offenbart einen tiefen Riss durch das Land, der zwischen den gesellschaftlichen Schichten sowie quer durch die Parteien verläuft. Besonders letztere stehen zunehmend unter Druck.

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„Jez we did!“

Danny Michelsen | 15. September 2015

[kommentiert]: Danny Michelsen über den (sozial-)demokratischen Aufbruch in Großbritannien und den Wahlerfolg von Jeremy Corbyn

Am Ende hat alles nichts geholfen: Die üblichen Angstkampagnen der Murdoch-Medien und die bissigen Angriffe von Labours ungeliebtem Godfather Tony Blair („Wenn euer Herz für Corbyn schlägt, besorgt euch ein Transplantat!“) konnten den Erdrutschsieg des anfänglichen Außenseiter-Kandidaten Jeremy Corbyn bei der Wahl zum neuen Labour-Vorsitzenden und Oppositionsführer am vergangenen Samstag nicht verhindern. Corbyn setzte sich in der ersten Auszählungsrunde mit einer Mehrheit von 59 Prozent gegen drei Gegenkandidaten durch – also mit einem höheren Stimmenanteil als Tony Blair im Jahr 1994, der damals 57 Prozent bei zwei Gegenkandidaten erhielt. In Deutschland wäre solch ein „demotischer Moment“[1] schon allein nicht denkbar, weil bei Vorsitzwahlen in den großen Volksparteien meist überhaupt nur ein Kandidat zur Auswahl steht, auf den sich die höchsten Parteigremien im Vorhinein geeinigt haben.

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