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Schicksalsjahre des Konservatismus

 | 13. Oktober 2017

Im Zuge der Erfolge von AfD und anderen Phänomenen rechts der Mitte sowie der Debatte um eine „Neue Rechte“ ist die Frage nach Wesen und Gehalt eines deutschen Konservatismus aktueller denn je. Was ist Konservatismus, und welche politische Bedeutung kommt ihm heute zu? Wie hat sich der Konservatismus in Deutschland entwickelt, und welche unterschiedlichen Ausdrucksformen sind ihm eigen?

Florian Finkbeiner zeichnet in seiner Studie über die Wandlungen des deutschen Konservatismus in den 1970er Jahren die Kontinuitätslinien und Brüche dieser politischen Ideenwelt nach. Am Beispiel der konservativen Intellektuellen Armin Mohler, Gerd-Klaus Kaltenbrunner, Caspar von Schrenck-Notzing und Günter Rohrmoser wird aufgezeigt, aus welchen Motiven und vor dem Hintergrund welcher gesamtgesellschaftlichen Prozesse sich der Konservatismus diversifiziert und in unterschiedliche Strömungen zerfällt.

Dabei zeigt sich: Im Zuge der Tendenzwende hatte damals der Konservatismus seine gesellschaftliche Steuerungskraft verloren. Deshalb sind die 1970er Jahre auch Schicksalsjahre des Konservatismus. In diesen Umbruchsjahren sind die Wandlungen des Konservatismus angelegt, deren Folgen sich heute eruptiv zeigen.

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Partei der Extreme: Die Republikaner

 | 21. Oktober 2016

Von den Kreuzzügen des George W. Bush über die schrillen Attacken der »Tea Party« bis hin zur populistischen Mobilisierung Donald Trumps: Amerikas Konservative halten die USA in Atem. Für viele Europäer handelt es sich um ein verstörendes Phänomen, da die Kombination aus radikalem Individualismus, tiefer Religiosität und Hyperpatriotismus hierzulande in dieser Form kaum existiert. Das Buch zeichnet die Formierung einer politischen Bewegung nach, die in den letzten Jahrzehnten vom Rande des politischen Geschehens in das Zentrum der amerikanischen Politik gelangt ist – und fragt schließlich nach der Zukunft einer Partei, die den Vormarsch des Außenseiters Donald Trump nicht zu stoppen vermochte.

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Rechtskonservatismus: Heimweh nach dem Vergangenen

Florian Finkbeiner | 13. Juni 2016

[analysiert] Florian Finkbeiner über die historischen Wurzeln des Rechtskonservatismus und dessen aktuelle Relevanz

Die Verwunderung über den Aufstieg der AfD hält an. Politiker verschiedener Parteien blicken ratlos auf die eklatanten Erfolge der Rechtspopulisten, Parteistrategen analysieren angestrengt Motive und Antriebe der AfD-Wähler und suchen händeringend nach politischen Antworten auf den aktuellen Erfolg des Rechtskonservatismus. Um zu verstehen, womit wir es aktuell zu tun haben, bedarf es jedoch zunächst eines Blicks in die Geschichte – speziell in die wandlungsreiche Entwicklung des politischen Konservatismus. Dieser hat seit seiner Krise in den 1970er Jahren eine Entwicklung eingeschlagen, welche nun, rund fünfzig Jahre später, an politischer Motivationskraft gewinnt.

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US-Wahl16: Donald Trump und der amerikanische Konservatismus

Alex Hensel | 19. Mai 2016

Banner 04-2016 USA-Reihe[präsentiert]: Interview mit David W. Farber über Donald Trump, die Tradition des amerikanischen Konservatismus und die republikanische Partei

Donald Trump steht für eine neue Art von Konservatismus, dennoch ist er ein Konservativer: Auf diese Weise ordnet David W. Farber, Professor für Geschichtswissenschaft an der Universität Kansas, das durchaus ungewöhnliche politische Profil des voraussichtlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten ein. Im Video-Interview skizziert er die längerfristigen Entwicklungen des amerikanischen Konservatismus und erklärt, wie Trump sich in diese Tradition einfügt. Farber hält heute (19.05.2016, 18 Uhr, Alte Mensa) den zweiten Vortrag in unserer Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2016 mit dem Titel „American Conservatism: Fear and Anger in the Making of the Modern Republican Party“.

Video: Robert Müller-Stahl, Christoph Hoeft, Alex Hensel

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Merkel-CDU (7): Ruck nach rechts?

Michael Freckmann | 19. Januar 2016

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[analysiert]: Michael Freckmann über den Konflikt in der Union über Merkels Asylpolitik

„Wir sind die Volkspartei der Mitte“, hörte man oft auf dem CDU-Parteitag im vergangenen Dezember 2015 – und das nicht ohne Grund. Fast jeder Zweite erkennt in den letzten fünf Jahren in der deutschen Gesellschaft eine Entwicklung nach „rechts“.[1] Kommentatoren meinen, es liege eine „Wirtshausschlägereistimmung“[2] über dem Land. Pegida und v.a. die AFD haben regen Zulauf, auch schon vor der starken Zunahme der Flüchtlingszahlen. Bisher hat es so ausgesehen, als würde die CDU als Volkspartei rechts der Mitte dieser Stimmung nicht nachgeben. Doch stellt sich nun die Frage, ob sie sich in der gegenwärtigen sich zuspitzenden gesellschaftlichen Lage nun doch davon beeindrucken lässt.

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INDES: Konservatismus

Leona Koch, Danny Michelsen & Matthias Micus | 15. Oktober 2015

[präsentiert]: Die neue INDES über Konservatismus früher und heute.

Die Zeit der Ideologien ist vorbei, sie gehören im 21. Jahrhundert auch sym­bolisch der Vergangenheit an. Unter Geisteswissenschaftlern ist es üblich, das 20. Jahrhundert eine „Zeit der Ideologien“ (Karl Dietrich Bracher) zu nennen. Auch schon das 19. Jahrhundert, in dem sich der Liberalismus, Konservatis­mus sowie Sozialismus, desgleichen Nationalismus und Imperialismus zu­vor herausgebildet hatten, wird ganz ähnlich als „Zeitalter der Ideologien“ (Klaus von Beyme) bezeichnet.

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Merkel-CDU (2): Die CDU und der Konservatismus

Florian Finkbeiner | 13. August 2015

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[analysiert]: Florian Finkbeiner über das schwierige Verhältnis der CDU zum Konservatismus

Unlängst ist die CDU siebzig Jahre alt geworden. Angesichts einer christdemokratischen Kanzlerin und eines konstanten Umfragehochs böte dies für die Partei eigentlich Anlass zum Feiern. Doch unter der Oberfläche gärt es. Verdeckt durch die Hybris des allgemeinen Erfolgs lauern Konflikte, die spätestens nach der Merkel-Ära zu Grundsatzproblemen führen dürften: Neben der schwierigen Lage auf Länder- und Kommunalebene, der unterhalb der Chefin äußerst dünnen Personaldecke, der Entmachtung von CDU/CSU im Bundesrat und der Frage nach dem Koalitionspartner wird sich die Partei dem Problem stellen müssen, wieder zu einem konsistenten politischen Profil zurückzufinden. Die Partei wird programmatisch klären müssen, wofür sie eigentlich steht und stehen will.[1]

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Vermeintliche Links-Abbieger

Robert Pausch | 16. Mai 2013

[analysiert]: Robert Pausch über die Tradition bürgerlicher Kapitalismuskritik

Die Wogen um Frank Schirrmachers Buch „Ego“ haben sich geglättet. Doch ob Verriss oder Lobeshymne, Rezensenten aller Couleur räsonieren über die Frage, wie der einstige Rechtsintellektuelle zum Kapitalismusgegner geworden ist, wie links dieser Schirrmacher denn mittlerweile wirklich sei. Der Focus meint, Zeuge einer Wandlung des besonnenen Bürgers zum Antikapitalisten und „Links-Abbieger“ zu sein, und Cornelius Tittel bemüht sich in der Welt sichtlich, Schirrmacher als grenzdebilen Verschwörungstheoretiker zu entlarven, dessen Thesen nur die „Betonfraktion der Linkspartei“ folgen könne. Dagegen freut sich Jakob Augstein über eben jene Missgunst, die diese „Linkswendung“ im konservativen Lager erzeuge, und beschließt, dass Schirrmacher „ohne Zweifel links“ sei. Und auch die Zeit schreibt über einen, der einst vor „linken Quälgeistern und Frankfurter Schülern“ warnte, um nun selbst zum Systemkritiker zu werden.

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„Organisierte Verwirrung“

Benjamin Mayer | 20. April 2011

[nachgefragt]: Professor Wolfgang Gessenharter über das politische Spektrum der Neuen Rechten

Das politische Spektrum der Neuen Rechten findet sich im Zwischenraum von Konservatismus und Rechtsextremismus. Prof. Wolfgang Gessenharter über die Entstehung, die ideologischen Ziele und den politischen Einfluss der Neuen Rechten.

1. Was ist und woher kommt die Neue Rechte?

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