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Partizipation von Kindern und Jugendlichen

Yvonne Blöcker | 24. November 2016

[gastbeitrag]: Yvonne Blöcker mit einem Blick auf den gesetzlichen Rahmen der Beteiligung von Kindern.

Seit einigen Jahren ist die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Gesellschaft und Politik immer wieder ein Thema – z.B. wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche in der Schule oder bei der Gestaltung eines Spielplatzes zu beteiligen, damit sie an politische und demokratische Prozesse herangeführt werden. Kinder und Jugendliche werden somit als handlungsfähige Subjekte verstanden, die ihre Lebenswelt mitgestalten können. Der gesetzliche Rahmen für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen müsste daher eigentlich vergleichsweise umfassend ausfallen. Doch dem ist nicht so; bereits 2009 stellte das Kinderhilfswerk fest, dass hier Handlungsbedarf bestehe.[1] Deshalb soll in diesem Beitrag ein Blick auf das Kinder- und Jugendhilfegesetz sowie auf die Niedersächsische Gemeindeordnung geworfen werden: Wie ist Partizipation von Kindern und Jugendlichen gesetzlich geregelt?

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Bedingungen gelungener Partizipation in der Schule

Birgit Redlich | 20. September 2016

[analysiert]: Birgit Redlich über Voraussetzungen einer teilhabefreundlichen Schulkultur.

Partizipation ist in aller Munde – ist in. Und das ist aus Sicht der Verfechter der Umsetzung von Kinderrechten auch gut so, denn Artikel 12 der UN-Kinderrechte-Charta gewinnt dadurch an Bedeutung. Er besagt, dass Kinder und Jugendliche ein Recht auf Teilhabe an ihrer Lebenswelt haben: Sie dürfen mitbestimmen und mitentscheiden, was mit ihnen passiert.[1] Dies beruht auf der Grundannahme, dass Kinder selbst am besten wissen, was sie brauchen. Warum – so die anschließende Frage – sollen also Andere (Erwachsene) für sie entscheiden? Ein wichtiger Lernort für eine solche Partizipation ist die Schule. Doch wieso gelingen dort manche Partizipationsprojekte, während andere scheitern? Was sind die Bedingungen funktionierender Partizipation?

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Kinderdemokratie: Was denken Kinder über den Bürgermeister?

Yvonne Blöcker | 29. Juni 2016

[analysiert]: Yvonne Blöcker über das Politikbild von Kindern am Beispiel von Benjamin Blümchen.

Unterschiedliche Publikationen haben gezeigt, dass Kinder politische und demokratische Inhalte wie auch Institutionen wahrnehmen.[1] Hierbei spielen Sozialisationsinstanzen wie z.B. die Medien eine Rolle. So hat etwa Gerhard Strohmeier festgestellt, dass auch Hörspielsendungen wie „Benjamin Blümchen“ oder „Bibi Blocksberg“ politische Inhalte vermitteln.[2] Gerade der Neustädter Bürgermeister personifiziert die Politikseite in diesen Sendungen – wobei ihm negative Attribute zuzuschreiben sind: So tritt er immer wieder korrupt, verantwortungslos, unorganisiert und egoistisch auf, umgeht demokratische Instanzen und trifft seine Entscheidungen autokratisch. Dieser Umstand veranlasste das Forschungsprojekt „Göttinger Kinderdemokratie“ (2011–2014), einen Blick darauf zu werfen, wie Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter den Ausschnitt einer Hörspielfolge von „Benjamin Blümchen“ reflektieren, in der v.a. der Bürgermeister gemäß obiger Beschreibung auftritt.

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Schule als Ort der Demokratie

Birgit Redlich | 9. Februar 2016

Banner: Orte der Demokratie

[kommentiert]: Birgit Redlich über über die Vermittlung demokratischer Leitgedanken in Grundschulen.

Inklusion, Schule für alle, Partizipation, mehr Mitspracherecht für Kinder – so lauten aktuelle Schlagwörter im Bildungssystem. Lehr- und Betreuungskräfte wollen bzw. sollen alle Kinder stärker in den Schulalltag einbeziehen. Auch Eltern und Gesellschaft wünschen das offenbar. Doch beziehen sich diese Forderungen auch auf Grundschulkinder oder gelten hier noch „alte“ Regeln? Können Kinder in den ersten Klassen überhaupt teilhaben; sind Lehrerinnen und Lehrer bereit, sich darauf einzulassen? Inwiefern ist die Grundschule also ein Ort der Demokratie?

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Freundschaft als Ort der Demokratie

Yvonne Blöcker | 26. November 2015

Banner: Orte der Demokratie

[analysiert]: Yvonne Blöcker analysiert einer Kinderzeichnung zum Thema „Miteinander leben“.

Seit einiger Zeit beschäftigt sich die Politikwissenschaft zunehmend mit Fragen, ob und wie Kinder Demokratie wahrnehmen und erleben.[1] Gerade in diesem Themenfeld bietet sich eine kreative Herangehensweise an, um Erfahrungen, Deutungsmuster und Assoziationen von Kindern zu Demokratie herauszuarbeiten – auch wenn sie den Begriff unter Umständen (noch) nicht kennen. In einer Fokusgruppe mit Kindern wurden diese gebeten, ein Bild zu malen, wie sie sich das menschliche Zusammenleben vorstellen. Der Begriff „Demokratie“ wurde dabei zwar nicht genannt, doch sollte diese Aufgabenstellung erfahrbar machen, wie Kinder das Zusammenleben in der Demokratie wahrnehmen. So stellt sich die Frage, welchen Aspekt des Zusammenlebens in der Demokratie sie besonders hervorheben. Nachfolgend wird im ersten Schritt beispielhaft eine Kinderzeichnung anhand der dokumentarischen Methode analysiert[2] und im zweiten Schritt ein Bezug zu Demokratie hergestellt.[3]

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„Demokratie – das ist ein Computerspiel“

Yvonne Blöcker | 17. März 2015

[debattiert]: Yvonne Blöcker über die Parallelen von Spiel und Demokratie.

Als im Rahmen des Forschungsprojekts „Göttinger Kinderdemokratie“ (2011-2014) Grundschulkinder befragt wurden, ob sie schon einmal den Begriff Demokratie gehört hatten, antwortete beispielsweise ein Junge, dass es sich hierbei doch wohl um ein Computerspiel handeln müsse. Diese Assoziation mag zwar zunächst kindlich naiv wirken, dennoch lassen sich Parallelen feststellen: Beiden, Demokratie und dem (Computer-)Spiel, wohnt eine bestimmte Komplexität inne, weshalb sie gewisser (Spiel-)Regeln bedürfen.

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Kinder und Demokratie – Zwischen Theorie und Praxis

 | 4. Juli 2014

Das Buch

Welche Vorstellungen von Demokratie haben Grundschulkinder? Die Frage, inwieweit Demokratiebildung mit Kindern erfolgen kann und soll, ist in den letzten Jahren vor allem in den Erziehungswissenschaften und der Politikdidaktik intensiv diskutiert worden. Im Zentrum dieser Debatte stehen sowohl theoretische Überlegungen zu möglichen inhaltlichen Zielen und der thematischen Schwerpunktsetzung der Demokratiebildung als auch daran anknüpfend Fragen der praktischen Umsetzung im pädagogischen Alltag. Dieser Sammelband bringt diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen zusammen und erweitert zudem den Blick auf das Thema Kinder und Demokratie um eine explizit politikwissenschaftliche Perspektive. Denn: Demokratische Werte und Prozesse werden nicht erst im Jugend- oder Erwachsenenalter erfahren, sondern bereits in der Kindheit.

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Der Streit um den Teddybären

Johanna Klatt | 27. Februar 2012

[kommentiert]: Johanna Klatt über die politikwissenschaftliche Beschäftigung mit „Kinderkram“.

Jeder, der schon einmal versucht hat, zwei um einen Teddy miteinander ringende Kinder zu trennen, weiß, dass es einen Unterschied zwischen gleichen und gemeinsamen Interessen geben kann. Beide Kinder wollen den Teddy, darin gleicht sich das kindliche Anliegen. Es gibt jedoch, möchte man dem Bären keinen Schaden zufügen, keine wirklich gemeinsame Lösung für das Problem.[1] Zugegeben, wäre das Objekt der Begierde kein bäriger Teddy, sondern ein Schokoladenriegel, fände sich eine gemeinsame Lösung. Das Problem ließe sich mit dem Brotmesser lösen und beide streitenden Parteien mit je einem halben Riegel schnell zufriedenstellen.

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„Vermittlung demokratischer Spielregeln“

Jens Gmeiner, Bastian Brandau | 19. Mai 2011

[präsentiert]: Johanna Klatt über das Projekt „Kinderdemokratie“

Johanna Klatt erklärt Hintergründe und Ziele des Projekts „Kinderdemokratie“, das am 21.05.2011, am Tag der Offenen Tür des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, anläuft. Kindern sollen dabei die wichtigsten Spielregeln der Demokratie erklärt werden.

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