Frauke Schulz hat in ihrer Magisterarbeit die politische Karriere des Seiteneinsteigers Werner Maihofer untersucht. Ihre Studie erschien nun im Ibidem-Verlag unter dem Titel: Werner Maihofer. Im Zweifel für die Freiheit. Sie hatte bei ihrer Recherchen die Möglichkeit, Werner Maihofer wenige Monate vor seinem Tod zu interviewen.
→ weiter lesenWas sind die Stärken und Schwächen von politischen Manifesten? Sind sie als Medium der Elite überhaupt demokratisch? Johanna Klatt und Robert Lorenz im Interview.
Das Ende Oktober 2010 in Frankreich erschiene Buch „Indignez-Vous!“, das dort mittlerweile in mehr als zehn Auflagen erschienen ist, wurde inzwischen auch ins Deutsche übersetzt. Im Ullstein-Verlag erschien es in ähnlicher Aufmachung wie in Frankreich unter dem Titel „Empört euch!“. Im Interview erklärt Robert Lorenz, Mitherausgeber des Buches „Manifeste. Geschichte und Gegenwart des politischen Appells“, welche Charakteristika das Buch zu einem Manifest machen und wie sein Erfolg erklärbar ist. Auf die einleitende und wichtigste Frage des Gesprächs, ob es sich dabei um ein Manifest handele, antwortet er ohne Umschweife mit „ja“.
Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele berichtet über die Entstehung der Neuen Linken, seine Erfahrungen mit den Neuen Sozialen Bewegungen und den Wandel von politischem Protest in den letzten Jahrzehnten.
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Warum sind die Grünen so erfolgreich, welche politischen Koalitionen strebt die Partei an und welche Ziele verfolgt sie im Jahr 2011? Jürgen Trittin im Interview mit Unter der Lupe, der Radiosendung des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.
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→ weiter lesenJohanna Klatt untersucht im Projekt “Diesseits von Versäulung, Lagern und sozialmoralischen Milieus” den Bereich “Zivilgesellschaften”. Im Interview erklärt sie, was es damit auf sich hat.
In deinem Projektteil geht es um die Zivilgesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Niederlande. Was aber ist denn überhaupt „die Zivilgesellschaft“?
Zugegeben, Zivilgesellschaft ist zunächst ein schwammiger Begriff. Man kann sie sich als Inhalt eines Dreiecks vorstellen, in dem die drei Spitzen der Staat, die Wirtschaft und das Private sind. Zivilgesellschaft ist dann sozusagen der Rest, der räumliche Inhalt des Dreiecks, um im Bild zu bleiben – also das Nicht-Staatliche und Nicht-Wirtschaftliche und Öffentliche. Doch bereits diese Restdefinition – oder „Residualdefinition“, wie sie in der Forschung kompliziert genannt wird – ist problematisch.
Wer war Petra Kelly? Kannst du ihr Leben und ihre Bedeutung kurz nachzeichnen?
Petra Kelly gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grünen in Deutschland. Für die mediale Darstellung der Bewegungspartei wurde Kelly mit der Europawahl 1979 bedeutsam. Ihre Machtbasis war die Friedensbewegung, die sich zwischen 1980 und 1983 gegen den NATO-Doppelbeschluss formierte. Als selbst legitimierte Sprecherin dieser Bewegung konnte Kelly zu einer charismatischen Führungsfigur avancieren.
→ weiter lesenZur Einführung unserer neuen Serie zum Thema “Mitte” hier noch einmal das Interview in voller Länge:
FOCUS Online: Was hat diese viel zitierte Mitte, was der Rand nicht hat?
Stine Harm: Die Mitte ist erklärtermaßen frei von Extremen und hat die Deutungshoheit über das, was „normal”, sprich gesellschaftlich akzeptiert ist. Ihr werden systemstabilisierende Funktionen zugeschrieben. Sie verheißt Sicherheit, Ordnung und Ruhe.
→ weiter lesenDu hast in deiner Arbeit den Wahlkampf von Barack Obama untersucht. Was genau hat dich daran interessiert?
Sowohl die Person Barack Obama als auch der Erfolg seines Wahlkampfes haben nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland große Aufmerksamkeit gefunden. In den Medien wurde oft gefragt, warum es eine so charismatische Figur und eine breite Bewegung von politischen Unterstützern eigentlich nicht in Deutschland gibt. Das hat mich interessiert. Ich wollte wissen, ob das Konzept Obama auf Deutschland übertragbar ist.
Wie bist du dabei vorgegangen?
Mit einem Vergleich. Zum einen habe ich das politische und mediale System der USA mit dem der Bundesrepublik verglichen. So wollte ich herausfinden, welche Typen von Politikern in den jeweiligen Systemen Karriere machen und welchen Beschränkungen diese jeweils in Wahlkämpfen unterliegen. Zugleich habe ich mir die Voraussetzungen des “Change-Movements” in den USA angeschaut, um herauszufinden, warum Obama so große gesellschaftliche Unterstützung erfahren hat.
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