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Vom Überleben der Dinosaurier

Robert Lorenz | 26. November 2013

[kommentiert]: Robert Lorenz über die Bedeutung des Personalwandels an den Gewerkschaftsspitzen.

Fünf von acht DGB-Gewerkschaften haben in diesem Jahr ihre Spitze gewechselt. Als vorerst letzte Gewerkschaft wählte gestern die IG Metall Detlef Wetzel zu ihrem neuen Chef. Diese Personalie ist besonders aufschlussreich: Denn Wetzel personifiziert den Wandel der letzten Jahre, im Gewerkschaftslager gilt er als der Reformer schlechthin. Doch nur 75,5 Prozent der Delegierten gaben ihm ihre Stimme, sein künftiger Stellvertreter Jörg Hofmann, ebenfalls dem Eindruck nach kein Gewerkschafter im Stile des Betonkopf-Klischees, erhielt 77,7 Prozent – beide Werte sind für Gewerkschaftstage eigentlich klare Zeichen des Misstrauens. Dennoch zeugen sie von einem angemessenen Kurswechsel.

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