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Was beinhaltet die Selbstbezeichnung als Europäer?

Wiebke Weissinger | 28. September 2016

[analysiert]: Wiebke Weissinger mit einem Blick auf empirische Befunde zur „europäischen Identität“.

Bereits seit über vierzig Jahren ist die „europäische Identität“ immer wieder Ausgangs- und Zielpunkt ebenso zahlreicher wie aufreibender Debatten und politischer Agenden.[1] Allen voran setz(t)en EU-Politiker und -Theoretiker große Hoffnungen und Bemühungen in die Herausbildung einer solchen Identität.[2] Sie wird als Triebfeder und Bewahrerin der europäischen Integration und als Voraussetzung für dauernden Frieden in Europa gehandelt.[3] Gleichzeitig mischen sich seit Kurzem in den Chor der nach europäischer Identität Rufenden verstärkt Stimmen, die sich aus Angst vor multikulturellem Zusammenleben für eine Abkehr von der EU aussprechen.[4] So heißt es etwa in einem Werbeclip der Identitären Bewegung Deutschland: „Wir wollen unser Europa und nicht eure Union.“[5] Was lässt sich über die gegenwärtige Existenz europäischer Identität sagen und wie hängt diese mit der EU-Freundlichkeit unter EU-Bürgern zusammen?

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