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Ideengeschichte rss facebook Twitter

Hannah Arendt: Wenn das „Ganze“ überhaupt in Frage zu stellen ist

Julia Kiegeland & Marika Przybilla | 4. Dezember 2015

[kommentiert]: Julia Kiegeland und Marika Przybilla zum 40. Todestag von Hannah Arendt

Immer öfter ist das Konterfei dieser elegant rauchenden Person auf Büchern oder Titelseiten von Zeitschriften zu sehen, immer öfter werden ihre Schriften und Aussagen zitiert und herangezogen, immer öfter schmückt ihr Name universitäre Vorlesungsverzeichnisse und immer mehr Menschen ist besagte Person ein Begriff. Wer hier nun an Helmut Schmidt denkt, dem sei dies nicht zu verübeln; aber dennoch liegt er falsch. Heute gedenken wir einer der scharfsinnigsten und komplexesten Denkerinnen Deutschlands: Hannah Arendt. Ihr 40. Todestag soll hier Anlass geben zu einem kurzen Einblick in ihr Denken.

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INDES: Konservatismus

Leona Koch, Danny Michelsen & Matthias Micus | 15. Oktober 2015

[präsentiert]: Die neue INDES über Konservatismus früher und heute.

Die Zeit der Ideologien ist vorbei, sie gehören im 21. Jahrhundert auch sym­bolisch der Vergangenheit an. Unter Geisteswissenschaftlern ist es üblich, das 20. Jahrhundert eine „Zeit der Ideologien“ (Karl Dietrich Bracher) zu nennen. Auch schon das 19. Jahrhundert, in dem sich der Liberalismus, Konservatis­mus sowie Sozialismus, desgleichen Nationalismus und Imperialismus zu­vor herausgebildet hatten, wird ganz ähnlich als „Zeitalter der Ideologien“ (Klaus von Beyme) bezeichnet.

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Multidisziplinäre Ideengeschichte

Felix Butzlaff | 16. Juli 2015

[kommentiert]: Felix Butzlaff über den Workshop „Zeitgenössisches politisches Denken in Deutschland seit 1989“ in Kiel

Seit einem guten Jahr ist an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein DFG-Projekt angesiedelt, in dessen Rahmen ein Team um die Ideengeschichtlerin Tine Stein mit ihren Mitarbeitern Tobias Bartels, Katarina Marcisch (u.a.) der Frage nachgeht, in welchen Bahnen und Formen sich das zeitgenössische politische Denken in Deutschland seit 1989 entwickelt hat. Inhaltlich und methodisch ist dies ein bemerkenswerter Versuch der Annäherung an ein durchaus unübersichtliches und amorphes Feld. Denn aufgrund der wenigen verstrichenen Zeit haben bis dato eine Kanonisierung und Einteilung in Gelungenes und zu Vernachlässigendes, in Strukturen und Interpretationslinien der einzelnen Denkschulen noch gar nicht erfolgen können. Das Projekt betritt also, in einer Art Sortierfunktion, wissenschaftliches Neuland. Nun, fünfzehn Monate nach dem Projektstart, wurden auf einem Workshop am 9./10. Juli 2015 in Kiel erste Ergebnisse diskutiert.

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