Logo Göttinger Institut für Demokratieforschung
Happenings rss facebook Twitter

Werkeln an der Gesellschaft

Julia Kiegeland | 24. Juni 2014

1964. Das Jahr, mit dem „68“ begann

[analysiert]: Julia Kiegeland über Joseph Beuys und die 68er.

Joseph Beuys gehört wohl zu der Art Künstler, die einem hartnäckig in Erinnerung bleibt. Sein hageres Gesicht, sein Filzhut und seine mit Vorliebe verwendeten Kunstmaterialien Fett, Filz und Honig muten auch heute noch ungewöhnlich und eigenwillig an. Statt klassischer Skulpturen oder aufwändiger Gemälde überdauern Fettecken, langsam wachsende Eichen und zahlreiche Video- und Bildaufnahmen die Zeit und zeugen still von der ihnen innewohnenden Kreativität und dem revolutionären Drang des Joseph Beuys. Sie alle sind gleichermaßen Beiwerk und Träger seiner revolutionären Absichten, die mit Rekurs auf den erweiterten Kunstbegriff und in phantasievoller Umsetzung im Konzept der sozialen Plastik münden. Auf Grundlage dieses Verständnisses begann Beuys zu protestieren, Widerstand zu leisten und Missstände öffentlich zu kritisieren.

weiter lesen