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Zum demokratischen Umgang mit Unterschieden und Konflikten in der Grundschule

Birgit Redlich | 4. August 2017

[nachgefragt]: Birgit Redlich im Gespräch über die neue Ausgabe der Arbeitsblätter für die Grundschule 01/2017.

„Du und Ich – Vom demokratischen Umgang mit Unterschieden und Konflikten“ lautet der Titel der neuen „Arbeitsblätter zur Demokratieerziehung in der Grundschule“. Worum geht es Euch dabei?

Generell sind heutzutage alle Grundschulen im Bundesgebiet mit Anforderungen konfrontiert, die aus der Globalisierung, speziell den gegenwärtigen Migrationsbewegungen und den damit verbundenen Transformationsprozessen, resultieren. So ergeben sich z.B. ethnisch, kulturell und sozial sehr vielfältige Klassengemeinschaften, welche die Schulen im Allgemeinen, die Lehrkräfte und Kinder im Besonderen auf vielfältige Art herausfordern. Dies ist aus Sicht der Demokratiebildung an der Grundschule relevant; denn Normalität und Abweichung spielen in der kindlichen Lebenswelt eine essenzielle Rolle. Daher müssen bereits Kinder im Primarbereich ihre Kompetenzen erweitern. Vor allem die interkulturelle Kompetenz vermag Kinder in Prozessen des sozialen Lernens zu unterstützen. Ausgehend von der Erkenntnis, dass schon im Grundschulalter Stereotype sowie Vorurteile übernommen und angewendet werden, arbeitet dieses Heft unter dem Titel „Du und Ich – Vom demokratischen Umgang mit Unterschieden und Konflikten“ handlungsorientiert an der Prävention von Vorurteilen, Res­sen­ti­ments, Ausgrenzungsprozessen und Fremdenfeindlichkeit.

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Schule als Ort der Demokratie

Birgit Redlich | 9. Februar 2016

Banner: Orte der Demokratie

[kommentiert]: Birgit Redlich über über die Vermittlung demokratischer Leitgedanken in Grundschulen.

Inklusion, Schule für alle, Partizipation, mehr Mitspracherecht für Kinder – so lauten aktuelle Schlagwörter im Bildungssystem. Lehr- und Betreuungskräfte wollen bzw. sollen alle Kinder stärker in den Schulalltag einbeziehen. Auch Eltern und Gesellschaft wünschen das offenbar. Doch beziehen sich diese Forderungen auch auf Grundschulkinder oder gelten hier noch „alte“ Regeln? Können Kinder in den ersten Klassen überhaupt teilhaben; sind Lehrerinnen und Lehrer bereit, sich darauf einzulassen? Inwiefern ist die Grundschule also ein Ort der Demokratie?

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