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Die Erste Große Koalition 1966

Otto-Eberhard Zander | 17. November 2016

[gastbeitrag]: Otto-Eberhard Zander über den Regierungsverlust der CDU.

„Den bringe ich noch auf Null“[1], soll Konrad Adenauer im Jahre 1963 in seinem Urlaubsort Cadenabbia am Comer See zu Besuchern gesagt haben, die den noch amtierenden Bundeskanzler darauf hingewiesen hatten, dass Ludwig Erhard in sämtlichen Umfragen zur Kanzlernachfolge noch immer an der Spitze liege. Zwar gelang Adenauer nicht, die Wahl des ungeliebten Nachfolgers im Amt des Bundeskanzlers zu verhindern; allerdings erlebte er im Herbst 1966, wenige Monate vor seinem Tod am 19. April 1967, noch das Ende der christlich-liberalen Regierung aus CDU und FDP unter ebenjenem Bundeskanzler Ludwig Erhard und die Bildung der ersten Großen Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Vizekanzler Willy Brandt.

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Dunkle Vorzeichen: Die CDU vor der Bundespräsidentenwahl 1969

Malte Lübke | 10. August 2016

[kommentiert]: Malte Lübke zur Ausgangslage der Großen Koalition vor der nächsten Bundespräsidentenwahl und historische Parallelen.

Die Bundesversammlung liegt nur wenige Monate vor der Bundestagswahl und die Suche nach Kandidaten hat bereits ein knappes Jahr zuvor begonnen. Im Raum steht u.a. die Frage, ob die Koalitionspartner einen gemeinsamen oder je einen eigenen Vorschlag präsentieren. Zur Ausgangslage vor dem Wahljahr 2017 lassen sich erstaunliche Parallelen ziehen – schon die Erste Große Koalition stand 1968/69 vor den gleichen Fragen.

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Reine Stilkritik

Stephan Klecha | 16. Januar 2014

[kommentiert]: Stephan Klecha zum Stil des Koalitionsvertrags der neuen Regierung.

Die viel gerühmte „Kunst des Regierens“ hängt von vielen Faktoren ab. Staatsrecht, Politik- und Geschichtswissenschaft sowie Soziologie und andere Fächer können etwas zu ihrem Verständnis beitragen. Möglicherweise sollten sich aber künftig auch verstärkt diejenigen mit dem Regieren befassen, die sich eher mit Fragen der Sprache und Stils beschäftigen. Damit sind allerdings nicht etwa Rhetorik- und Rednertrainer gemeint, sondern vielleicht eher jene, die sich auf die Interpretation von Lyrik spezialisiert haben. Diese hätten jedenfalls am nunmehr beschlossenen Koalitionsvertrag ihre helle Freude.

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Nach der Wahl: Vor der Wahl

Alex Hensel | 26. September 2013

[präsentiert]: Michael Lühmann über die politische Situation nach der Wahl

Nach der Bundestagswahl zieht sich die Regierungsbildung in die Länge. Zugleich werden verschiedene politische Szenarien für eine kommende Regierungskoalition diskutiert. Über die komplexe Lage und verschiedenen Optionen spricht Michael Lühmann im Interview mit dem Göttinger Stadtradio.

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Zwischen Trinidad und Tobago

Franz Walter | 23. August 2010

[analysiert]: Franz Walter fragt: Wie schlimm ist eigentlich eine Große Koalition?

 

Politiker mögen sie nicht: Die Große Koalition. Zwar hat sie mit der Etablierung des Fünf-Parteien-Systems in Deutschland sukzessive ihren Ausnahmestatus verloren, doch das Gros der politischen Akteure kommentiert diesen Regierungstypus verlässlich missgelaunt. Insbesondere bei den Sozialdemokraten herrscht nahezu eine Phobie vor diesem Koalitionsmuster. In der Großen Koalition, so fürchtet fast jeder prominente SPDler, kann man bei den darauffolgenden Wahlen nur verlieren. Der bittere Ausgang der Bundestagswahlen im September 2009 sitzt den Genossen tief in den Knochen. Und dennoch trifft die gefühlte Bilanz nicht die reale Empirie der politischen Folgen von Koalitionsregierungen.

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