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Fünf Sterne gegen Berlusconi

Bastian Brandau | 20. Februar 2013

[nachgefragt]: Bastian Brandau über die Besonderheiten des Movimento 5 Stelle.

Fünf Sterne gegen Berlusconi – was ist eigentlich das Movimento 5 Stelle?

„Die 5-Sterne-Bewegung ist keine Partei und hat auch nicht die Absicht, eine zu werden“, so steht es im „Nicht-Statut“ des Movimento von 2009. Daher kommt auch die bewusste Wahl des Wortes „Bewegung“ – denn das Wort „Partei“ ist in Italien stark negativ besetzt. Das Movimento startete 2005 als freier Zusammenschluss von übers Internet organisierten Bürgern, die sich dann im wahren Leben trafen: Sie wollten gemeinsam Erfahrungen austauschen und lernen, um so in den politischen Prozess einzugreifen – etwa durch Demonstrationen, Unterschriftensammlungen oder das Verteilen von Flugblättern. Inzwischen tun sie dies eben auch durch die Teilnahme an Wahlen und die Arbeit in Kommunal- und Regionalparlamenten unter dem 5-Sterne-Siegel, das natürlich für die hohe Qualität stehen soll; jeder Stern steht aber auch für ein Thema. Die Aktivisten wollten beweisen, dass politische Arbeit ohne den Organisationsapparat einer Partei möglich ist; denn den gibt es beim Movimento ebenso wenig wie einen Parteivorstand.

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Pünktlich zur Wahl: Fünf Sterne gegen Berlusconi

 | 29. Januar 2013

Er ist der Wahlgewinner schlechthin und sein Name in aller Munde: Der ehemalige Entertainer Beppe Grillo und sein Movimento 5 Stelle haben beim jüngsten Urnengang das italienische Parteiensystem aufgemischt. Bastian Brandau, Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung, hat sich schon seit Längerem mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Pünktlich zur Wahl ist in der Reihe „Göttinger Junge Forschung“ sein Buch erschienen: „Fünf Sterne gegen Berlusconi“. Darin befasst sich Brandau mit den Ursprüngen dieser Bewegung, gewährt tiefe Einblicke in das Movimento und fragt, inwieweit es eine Antwort auf die Krise des italienischen Parteiensystems ist. Zum Buch

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