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Flüchtlingskrise rss facebook Twitter

Merkel-CDU (7): Ruck nach rechts?

Michael Freckmann | 19. Januar 2016

Merkel_CDU

[analysiert]: Michael Freckmann über den Konflikt in der Union über Merkels Asylpolitik

„Wir sind die Volkspartei der Mitte“, hörte man oft auf dem CDU-Parteitag im vergangenen Dezember 2015 – und das nicht ohne Grund. Fast jeder Zweite erkennt in den letzten fünf Jahren in der deutschen Gesellschaft eine Entwicklung nach „rechts“.[1] Kommentatoren meinen, es liege eine „Wirtshausschlägereistimmung“[2] über dem Land. Pegida und v.a. die AFD haben regen Zulauf, auch schon vor der starken Zunahme der Flüchtlingszahlen. Bisher hat es so ausgesehen, als würde die CDU als Volkspartei rechts der Mitte dieser Stimmung nicht nachgeben. Doch stellt sich nun die Frage, ob sie sich in der gegenwärtigen sich zuspitzenden gesellschaftlichen Lage nun doch davon beeindrucken lässt.

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Das Theater als Ort der Demokratie

Marika Przybilla | 10. Dezember 2015

Banner: Orte der Demokratie

[kommentiert]: Marika Przybilla über „Die Schutzbefohlenen“ am Thalia Theater.

Der Begriff „Theater“ stammt von dem altgriechischen Wort théatron und hat die Bedeutung „Schaustätte“ – dies mag an sich ein sehr theoretischer und äußerst trockener Fakt sein, der so angestaubt erscheint, wie die Steine der athenischen Agora. Allerdings sind der Inhalt des Theaters und sein Wesen das genaue Gegenteil davon. Theater kann als Spiegel der Gesellschaft gelten; denn was es zeigt, sind Beziehungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt und Umgebung. Es wirkt, indem es Zusammenhänge oder bekannte Situationen öffentlich macht, ihnen einen Raum gibt und sie zur Schau stellt. Demzufolge kann das Theater unterschiedlich ambitioniert sein und verschiedensten Motivationen folgen. An dieser Stelle soll auf den politischen Anspruch des Theaters eingegangen und damit folgender Fragestellung nachgegangen werden: Ist Theater politisch? Kann eine Theaterproduktion, wenn sie denn politisch ist, wie z.B. „Die Schutzbefohlenen“ am Thalia Theater in Hamburg, auch ein Ort der Demokratie sein?

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