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„Aus einer anderen Generation“

Redaktion | 25. August 2016

[präsentiert]: Johannes Melchert und Felix Steiner über Walter Scheel in Bad Krozingen

Walter Scheel ist gestern im Alter von 97 Jahren verstorben. Der FDP-Politiker hat im Laufe seiner Karriere viele politische Ämter bekleidet, war Wirtschafts- und Außenminister, von 1974-1979 schließlich Bundespräsident der BRD. Unsere ehemaligen Kollegen Felix M. Steiner und Johannes Melchert haben vor einigen Jahren für unsere Radiosendung „Unter der Lupe“ein Portrait über ihn produziert und dazu Bad Krozingen besucht, wo Scheel zuletzt gelebt hat.

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Dunkle Vorzeichen: Die CDU vor der Bundespräsidentenwahl 1969

Malte Lübke | 10. August 2016

[kommentiert]: Malte Lübke zur Ausgangslage der Großen Koalition vor der nächsten Bundespräsidentenwahl und historische Parallelen.

Die Bundesversammlung liegt nur wenige Monate vor der Bundestagswahl und die Suche nach Kandidaten hat bereits ein knappes Jahr zuvor begonnen. Im Raum steht u.a. die Frage, ob die Koalitionspartner einen gemeinsamen oder je einen eigenen Vorschlag präsentieren. Zur Ausgangslage vor dem Wahljahr 2017 lassen sich erstaunliche Parallelen ziehen – schon die Erste Große Koalition stand 1968/69 vor den gleichen Fragen.

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1979: Die Opposition übernimmt die Villa Hammerschmidt

Franz Walter | 9. Juni 2016

[analysiert]: Franz Walter über den Kampf um das Bundespräsidentenamt im Ausgang der sozial-liberalen Koalition

Im Jahr 1979 bereitete es den Sozialdemokraten, die mit Helmut Schmidt seinerzeit den Bundeskanzler stellten, einigen Kummer, dass in eben diesem Jahr die Weichen für einen Machtwechsel nach rechts, in Richtung des dezidiert konservativen Flügels der Christlichen Union umgelegt werden könnten. Schließlich ernannten CDU und CSU Franz Josef Strauß zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten. Und für das Amt des Bundespräsidenten nominierten die beiden C-Parteien Karl Carstens. Nun wäre die Übernahme des Bundespräsidentenamtes ein Jahr vor den Bundestagswahlen, erstmals in der Geschichte der Republik aus der Opposition heraus, fürwahr ein symbolischer Markstein der machtpolitischen Verschiebung gewesen.

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Vom Göttinger Studenten zum Staatsoberhaupt

Sebastian Kohlmann | 2. Februar 2015

[analysiert]: Sebastian Kohlmann mit einem Nachruf auf Richard von Weizsäcker

Mehrere Tage hat die Reise vom Bodensee gedauert, bevor Richard von Weizsäcker, 25, schließlich in Göttingen ankam.[1] Das Wintersemester stand vor der Tür – Göttingen war neben Heidelberg[2] die erste Stadt, die den Universitätsbetrieb wieder aufgenommen hatte. Es ist das Jahr 1945, der Krieg ist gerade vorbei. Die kommenden Jahre sollten für den jungen von Weizsäcker ein “einziges großes Studium generale”[3] werden, erinnert sich der spätere Bundespräsident. Mehr noch: Die Aufnahme an der Universität Göttingen sei ein “Lebensglücksfall” gewesen. Richard von Weizsäcker, am 31.01.2015 im Alter von 94 Jahren gestorben, war einer der ganz großen Intellektuellen in der Nachkriegsbundesrepublik. In Göttingen fand seine Karriere ihren Ursprung.

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