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Die Causa Böhmermann und der öffentliche Stellenwert der Satire

Julian Schenke | 28. Juli 2016

zur "Satire"-Reihe[kommentiert:] Julian Schenke über irritierende Gewissheiten und offene Fragen nach der Schmähgedicht-Affäre

Knapp 750.000 Facebook-Likes, ein wöchentlicher Sendeplatz beim ZDF, immense öffentliche Resonanz und eine beachtliche Fanbase, zudem trotz seiner „schnoddrigen Art“ „immerhin“ auf Platz 100 der bestangezogenen deutschen Männer[1] – Jan Böhmermann hat sich mit seiner Late-Night-Show-Persiflage „Neo Magazin Royale“ eine unvergleichliche Popularität erarbeitet. Verwandten Formaten wie der mehrfach ausgezeichneten „heute-show“ oder dem bereits seit 1976 ausgestrahlten Magazin „extra“ 3 macht er ernst zu nehmende Konkurrenz – mit einem Image, das zwischen klassischer Comedy, massentauglicher Satire und Gesellschaftskritik oszilliert. Er ist enfant terrible und Publikumsliebling zugleich, und er hat im Zuge der so genannten „Schmähgedicht-Affäre“ gar eine öffentliche Debatte um den Stellenwert seines gesamten Metiers ausgelöst. Der Verlauf dieser Debatte gibt Anlass, über Sinn und Unsinn von Satire nachzudenken.

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