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150Jahre rss facebook Twitter

Volkshaus-Blues

Robert Lorenz | 8. April 2013

[analysiert]: Robert Lorenz über das einstige Bewegungszentrum.

Viele von ihnen gibt es gar nicht mehr. Und die wenigen verbliebenen sind nur noch Überbleibsel einer vergangenen Epoche, leere Hüllen einstmals agiler Gebilde, die heute allenfalls aufmerksamen Beobachtern von einer glorreichen Vergangenheit künden. Dabei waren sie für SPD und Gewerkschaften doch so wichtig – die Volkshäuser. An ihnen und ihrer Geschichte lässt sich nachvollziehen, worin sich eigentlich der gegenwärtige Stellenwert politischer Organisationen für viele Bürger von früheren Zeiten unterscheidet, weshalb sich der Gebrauchswert bspw. von SPD und Metallgewerkschaft beträchtlich gewandelt hat. Blicken wir also zurück.

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Mythen, Ikonen, Märtyrer

Alex Hensel | 2. April 2013

[präsentiert]: Felix Butzlaff über Mythen der Sozialdemokratie

Die Sozialdemokratie hat in ihrer 150jährigen Geschichte eine Reihen von Mythen, Ikonen und Märtyrern hervorgebracht. Viele davon sind längst vergessen, einige haben sich bis zum heutigen Tag erhalten. Felix Butzlaff skizziert einige Mythen der Sozialdemokratie und erklärt ihre Funktion und Bedeutung.

Video: Severin Caspari und Alex Hensel

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„Mit der FDP kann man keine Koalition machen“

Redaktion | 18. März 2013

[nachgefragt]: Interview mit Erhard Eppler über den Zustand der SPD

Erhard Eppler ist seit 1956 Mitglied der SPD und hat viele wichtige Entwicklungen der Partei selbst miterlebt. Im Interview mit unserer Radiosendung „Unter der Lupe“ spricht der 86jährige über die Folgen der Agenda 2010, das aktuelle Führungspersonal der SPD und die Hindernisse für eine sozialliberale Koalition.

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Mythen, Ikonen, Märtyrer – sozialdemokratische Geschichten

Felix Butzlaff & Franz Walter | 15. März 2013

[analysiert]: Felix Butzlaff und Franz Walter über die Bedeutung von Geschichtsbewusstsein für Parteien.

Im Mai 2013 werden die deutschen Sozialdemokraten auf 150 Jahre Parteigeschichte zurückblicken können. 1863 hatte Ferdinand Lasalle in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein aus der Taufe gehoben – nur eines von etlichen Jubiläen, die den deutschen Sozialdemokraten als Eck- und Gründungsdatum der eigenen Geschichte dienen. Denn diese ist überreich an Erzählungen, Mythen, Ikonen, an Gründungsgeschichten und -figuren. Darauf dürfen sie schon mit Fug und Recht ein wenig stolz sein. Denn um eine pure Selbstverständlichkeit handelt es sich dabei nicht. Schließlich hat sich Deutschland in diesen eineinhalb Jahrhunderten ungeheuer verändert, hat mehrere Systemwechsel erlebt – vom Norddeutschen Bund über das Kaiserreich, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, die DDR, die Bonner Republik bis hin zur jetzigen Berliner Republik –, hat weitreichende soziologische und gesellschaftliche Wandlungen erfahren, hat Depressionen und Inflationen durchlitten. Insgesamt: Deutschland hat sich in dieser Zeit von einem eher vorindustriellen Land zu einer postindustriellen Gesellschaft entwickelt. Aber das hat die Sozialdemokratie nicht verschwinden lassen, ganz im Gegenteil. Sie hat all diese Transformationen überstanden.

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