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Studien

Milieusensible Umweltpolitik (2009)

Umweltpolitik und der Umgang mit knappen Ressourcen sind in das Zentrum der gesellschaftlichen Diskussion vorgedrungen. Jedoch ist der Umweltschutz in den meisten Milieus primär mit persönlichen Einschränkungen, mit Verordnungen und Verlusten an Lebensfreude verbunden. Doch wie unterscheiden sich verschiedene Milieus in Deutschland in umweltpolitisch relevanten Wahrnehmungs-, Deutungs- und Verarbeitungsmechanismen? Diesen Fragen nach möglichen Kommunikations- und Vermittlungsmöglichkeiten der Umweltpolitik ist das Göttinger Institut für Demokratieforschung im Auftrag des BMU explorativ mittels Einzelinterviews, Tagebüchern und Gruppenwerkstätten nachgegangen.

Politikwahrnehmung der Mittelschicht in Nordrhein-Westfalen (2009-10)

Gerade die Mittelschichten in Deutschland erfahren politische und ökonomische Wandel und Krisen oft ganz unmittelbar am eigenen Leib: Globalisierung, Klima- und demographischer Wandel stellen die Adaptionsfähigkeit der Mittelklassen oft hart auf die Probe. Wie die gesellschaftliche und politische Entwicklung wahrgenommen wird, wie mit den vermeintlichen Bedrohungen der eigenen sozialen Position umgegangen wird und mit welchen Ängsten und Hoffnungen in die Zukunft geschaut wird, stand im Zentrum dieser qualitativen Studie, die das Göttinger Institut für Demokratieforschung  in Zusammenarbeit mit Q.Agentur für Forschung durchgeführt hat.

Neue Dimensionen des Protests (2010)

Die Proteste gegen Stuttgart 21: Wer sind die Protestierenden? Was sind ihre Motive und in welchen gesellschaftlichen Hintergrund sind die Ereignisse in Stuttgart einzuordnen? Antworten auf diese Frage liefert unsere Studie“Neue Dimensionen des Protests”.

Entbehrliche der Bürgergesellschaft? Sozial Benachteiligte und Engagement (2010-11)

Bei der Frage nach der sozialen Basis des  „neuen“ Ehrenamtes sind bislang die als Prekariat oder Unterschicht charakterisierten Bevölkerungsteile kaum berücksichtigt worden. Der Fokus der Studie liegt deshalb auf den Mentalitäten, Einstellungen und Aktivitäten sozial unterprivilegierter Gesellschaftsschichten. Welche Perspektive sozialer Partizipation bietet sich sozial Benachteiligten?

Zeitgeisteffekt oder grüner Wertewandel? Die neuen grünen Wähler_innen (2010-12)

In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung hat das Institut für Demokratieforschung die Wahlmotive grüner Wählerinnen und Wähler untersucht.

Parteibildung der Kärrner und Charismatiker – LINKE (2011)

Schon seit einer Weile gilt die Partei die LINKE als fragiler Zusammenschluss heillos zerstrittener Lager, Strömungen und Personen. Einerseits galt die LINKE bis vor Kurzem noch als Protagonist einer politischen Erfolgsstory, andererseits gerät sie immer wieder wegen interner Querelen in die Schlagzeilen. Dr. Robert Lorenz fasst mit Hilfe von Porträts der wichtigsten Akteure die Entwicklungen der Partei der letzten Jahre zusammen.

Die Proteste gegen den Flughafen Berlin Brandenburg (2011)

Das Institut für Demokratieforschung hat die Proteste gegen den Schönefelder Flughafen BER/BBI untersucht. Diese gehören in eine Reihe von Widerstandsbewegungen gegen Großbauprojekte wie Stuttgart 21. Um die Hypothese von den sogenannten „Wutbürgern“ zu untersuchen, wurde eine explorative Analyse der Protestteilnehmer durchgeführt.

Stuttgart 21 nach dem Schlichtungsverfahren (2011)

Nach dem Abschluss des Schlichtungsverfahrens, der Bekanntgabe der Ergebnisse des Stresstestes und der Wiederaufnahme der Bauarbeiten am 14. Juni 2011 haben die Proteste gegen den Bahnhofsumbau in Stuttgart im Sommer diesen Jahres erneut einen Höhepunkt erreicht. Die zweite Studie zum Thema Stuttgart 21 untersucht Entwicklungen und Veränderungen in der Protestbewegung.

Laufende Projekte

Wer sind die „ViertelgestalterInnen“ in den Problembezirken? (2012-13)

Eine explorierende Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung hat in Stadtquartieren mit einem hohen Aufkommen sozial Benachteiligter sogenannte ViertelgestalterInnen identifiziert – Bürger, die sich auf lokalem Raum engagieren und dabei auch für andere die Initiative übernehmen. Eine weitere Studie widmet sich nun diesem sozialen Typus und versucht dessen Handlungs- und Denkweisen, Motivationslagen und Perspektiven zu ergründen, um herauszufinden, welche auf die engagementpolitische Praxis anwendbaren Modelle für die Förderung bürgerschaftlicher Aktivitäten entwickeln lassen.