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Partizipation: Ein erstrebenswertes Ziel politischer Bildung?

Cover
2012
Johanna Klatt
Partizipation: Ein erstrebenswertes Ziel politischer Bildung?
In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Jg. 62 (2012) H. 46/47, S. 3-9.

Der Aufsatz

In der „Partizipationsdekade“ der 2010er Jahre ist das „P-Wort“ in aller Munde – und droht dabei, zu einer Art Wohlfühlslogan zu verkommen. Bei aller gegenwärtigen Euphorie über die Thematik werden mögliche problematische Begleiterscheinungen von Partizipationsprozessen vernachlässigt. Hierzu gehören die Verstärkung der Perspektiven und Interessen Ressourcenstarker auf der einen, die geringe Präsenz Ressourcenschwacher auf der anderen Seite. Sie werden nicht zuletzt durch Prozesse der Selbstselektion potentiert. Überdies ist der Konnex zwischen zivilgesellschaftlicher Partizipation und demokratischer Verfasstheit einer Gesellschaft alles andere als geklärt. Stärkt „Partizipation per se“ wirklich Demokratie und Gemeinsinn? Und welches idealtypische Bild verfolgen wir, wenn wir mehr Zivilgesellschaft, mehr politische Teilhabe, mehr Partizipation einfordern?

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