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Die Macht der Zivilgesellschaft und ihre ungleiche Verteilung

Cover
2013
Johanna Klatt
Die Macht der Zivilgesellschaft und ihre ungleiche Verteilung
In: Ethik und Gesellschaft. Ökomenische Zeitschrift für Sozialethik, (2012) H. 2 (Demokratie und Sozialethik)

Der Aufsatz

Die Zivilgesellschaft verfügt gegenwärtig über eine besondere Aufmerksamkeit in der Bundesrepublik, die es erlaubt, von einer öffentlichen Macht (im Sinne Hannah Arendts) zu sprechen. Unterschiedliche Interessengruppen und Parteien plädieren gemeinsam für eine Förderung der Bürgergesellschaft und bilden dadurch eine überparteiliche Phalanx, die das Konzept von Zivilgesellschaft stärkt. Doch verdeckt dieser Prozess dahinter liegende singuläre Interessen und Förderungsmotive. Zivilgesellschaft wird so zu einem intransparenten Machtbereich, zu dem der Zugang ungleich verteilt ist. Denn qualitative Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass insbesondere bereits Aktive und Gebildete moderne Beteiligungsformen nutzen, sozial Benachteiligte hingegen der Bürgergesellschaft eher fern bleiben.

Download unter: http://www.ethik-und-gesellschaft.de/mm/EuG-2-2012_Klatt.pdf