Vorstellung

Das Institut stellt sich vor

Sinkende Wahlbeteiligung, allgemeines Desinteresse an politischen Vorgängen, fehlendes Verständnis demokratischer Abläufe – die Politikverdrossenheit breitet sich offenbar immer weiter aus. Dem will die Universität Göttingen nun entgegenwirken: Mit dem neu gegründeten Institut für Demokratieforschung wollen wir unsere Erkenntnisse in die Öffentlichkeit tragen. Dabei sollen wissenschaftliche Analyse, öffentliche Vermittlung, Didaktik und Beratung miteinander verknüpft werden.

Das Institut fungiert als Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Wissenschaft. Forschungsergebnisse sollen der interessierten Öffentlichkeit vermittelt werden, umgekehrt aber auch Fragen der Gesellschaft die politische Wissenschaft zu neuen Studien anregen. Dieser Transfer zwischen Forschung und Praxis ist das erklärte Ziel.

Das Institut will an neuen Konzepten arbeiten, Vitalität und unkonventionelle Formen der Vermittlung entwickeln, vor allem sehr viel zielgruppengenauer operieren – auch in der Lehrerbildung, der „Zukunftstechnologie in einer Wissensgesellschaft“ (Manfred Prenzel). Das Göttinger Institut will dabei wissenschaftliche Analyse, öffentliche Vermittlung, Didaktik und Beratung miteinander verbinden. Was sonst oft auseinander fällt, soll hier verknüpft werden: Forschung und Transfer, Universität und Schule, Hochschule und Gesellschaft, Politik und Didaktik. Entscheidend ist, dass sich die Ebenen gegenseitig befruchten, also Ergebnisse der Forschung adressatenorientiert sind, umgekehrt aber Fragen wie Kritik der Adressaten die politische Wissenschaft zu neuen Studien, Erklärungen, Begriffen anregen sollen/ müssen.

Hier sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer neuen Generation mit neuem Anspruch forschen, denken und diskutieren, denen es um Synthesen aus gediegener Wissenschaft und inspirierender Publizistik auch zu den großen geistigen Fragen der Zeit geht. Mit anderen Worten: Im anvisierten Institut werden die Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse für die Professionellen der Politik/Medien und für die interessierte Öffentlichkeit übersetzen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den politischen und sozialen Problemen der Gesellschaft soll überdies spannend, farbig und ausdrucksstark formuliert, dadurch für die Praxis handhabbar und nutzbar gemacht werden, soll schließlich auch die Kultur der Debatten in der deutschen Republik (mit-)prägen.

Das sagen die anderen

  • Die Sendung Studiozeit des Deutschlandfunks berichtete am 22.07.2010 über das Göttinger Institut für Demokratieforschung. Hier kann der Bericht nachgehört werden.

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